Expandierter Polystyrol-Hartschaum

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Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS)

Der Schaumstoff, aus dem Dämmung ist – so könnte die Beschreibung von EPS lauten. In der Tat wird der größte Teil der Fassaden mit diesem Material gedämmt. Es ist leicht, preisgünstig und lässt sich gut verarbeiten. Und nicht nur als Dämmung, auch als Verpackungsmaterial ist EPS weithin bekannt. Griffiger ist allerdings vor allem ein Produktname: Styropor.

Fassadendämmung mit EPS © IVH
Fassadendämmung mit EPS © IVH

Herstellung

Der Ausgangsstoff für EPS ist der Kunststoff Polystyrol. Dieser wird als Granulat mit Wasserdampf und einem Treibmittel behandelt, wobei sich die Granulat-Körner um das 20- bis 50-fache Volumen aufblähen, das heißt expandieren. Es entstehen die charakteristischen Styroporperlen. In einer zweiten Behandlung mit Wasserdampf nach dem Abkühlen werden die Perlen miteinander verschweißt, sodass sich Platten oder Formteile in 10 bis 400 Millimetern Dicke herstellen lassen. Diese sind leicht zu ver- und bearbeiten, beispielsweise ist der Zuschnitt durch Sägen,Schneiden oder dem „heißen Draht“ möglich. Als loses Granulat kommen die EPS-Perlen auch als Schüttung oder Einblasdämmstoffe zum Einsatz.

Herstellung und Anwendung von EPS-Dämmstoffen
Herstellung und Anwendung von EPS-Dämmstoffen

Während des Herstellungsprozesses wird das Polystyrol zusätzlich mit weiteren Additiven versetzt, die einen ausreichenden Flammschutz gewährleisten. Vergleichsweise neu auf dem Markt ist außerdem graues EPS, das mit Grafit vermischt ist. Das Grafit ist dabei weit mehr als ein Farbstoff: Die eingeschlossenen Partikel können einen Teil der Wärmestrahlung reflektieren und absorbieren. Das hat einen verbesserten Wärmeschutz zur Folge – die Wärmeleitfähigkeit des Materials sinkt im Vergleich zum nicht mit Grafit versetzten weißen EPS um rund 20 Prozent.

Die Vorteile grauer EPS-Platten
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EPS-Platten

Kennwerte EPS-Platten

  • Rohdichte: 15 bis 60 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,032 bis 0,045 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 20 bis 100
  • Brandklasse: B1, B2
  • Druckspannung (bei 10 Prozent Stauchung): 0 bis 200 kPa
  • Temperaturbeständigkeit: 80 bis 85 Grad Celsius

Anwendungsgebiete EPS-Platten

EPS wird bei der Dämmung in verschiedensten Gebieten eingesetzt und hat im Wärmeschutz eine sehr große Verbreitung. Die möglichen Einsatzgebiete sind:

  • Aufsparrendämmung des Dachs
  • Flachdachdämmung
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Bodendämmung unter Estrich
  • Fassadendämmung hinter Vorhangfassade
  • Fassadendämmung als Kerndämmung
  • Fassadendämmung unter Putz (Wärmedämmverbundsystem)
Vorteile und Nachteile von EPS
Vorteile und Nachteile von EPS

EPS-Granulat

Kennwerte EPS-Granulat

  • Rohdichte: 16 bis 26 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,033 bis 0,035 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 5
  • Brandklasse: B2
  • Temperaturbeständigkeit: k. A.

Anwendungsgebiete EPS-Granulat

  • Fassadendämmung als Kerndämmung
  • Flachdachdämmung (im Hohlraum)
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Dämmung der Kellerdecke (Hohlschicht)
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