Ofenbau: Schornstein

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Der Schornstein als Voraussetzung für den Betrieb

Für den Betrieb einer Einzelfeuerstätte wie Kaminofen, Kachelofen oder offenem Kamin ist zwingend ein Schornstein notwendig. Der kann entweder bereits beim Neubau des Hauses mit eingeplant oder später nachgerüstet werden. In vielen Altbauten sind bereits Schornsteine vorhanden und ermöglichen die Nutzung von Einzelöfen oder sogar ofenbasierten Zentralheizungen. Wichtig für den Betrieb ist ein intakter Schornstein mit der zur Heizleistung passenden Dimensionierung.

Schornstein Sanierung © mavil, fotolia.com
Schornstein: Sanierung eines alten Schornsteins © mavil, fotolia.com

Schornsteinplanung im Neubau

Um den geplanten Ofen und den zugehörigen Schornstein genau aufeinander abstimmen zu können, sollte im Vorfeld Lage, Querschnitt und Material des Schornsteins geprüft werden. Mit einer Schornsteinberechnung nach DIN EN 13384 kann der optimale Querschnitt für eine bereits gewählte Feuerstätte korrekt bemessen werden. Soll ein Schornstein mehrfach belegt werden, zum Beispiel mit mehreren Kaminöfen oder einer Gasheizung und Kaminofen, wird dies bei der Anzahl der Züge wie auch des Gesamtquerschnittes berücksichtigt. Auch hier sorgt eine gute Planung im Vorfeld für die richtige Bemessung und den reibungslosen Betrieb.

Tipp: Der Fachmann für die Schornsteinplanung ist der Schornsteinfeger. Als Experte für alle Fragen rund um den Rauchabzug steht er in Sachen Dimensionierung und Materialwahl zur Verfügung.
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Rechtsgrundlagen Schornstein

Für den Bau und Betrieb von Schornsteinen gibt es verschiedene rechtliche Grundlagen. Dazu gehören die

  • Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV)
  • Feuerungsverordnung der Länder
  • DIN 18160 „Abgasanlagen“

In den Verordnungen sind unterschiedliche Festlegungen getroffen, die sich auf die Errichtung von Schornsteinen sowie deren Betrieb beziehen. Sie gelten für den Neubau eines Schornsteins ebenso wie für die Nachrüstung sowie sinngemäß für den Betrieb eines Bestandskamins und sind wichtige Planungsgrundlagen:

  • Die Schornsteinmündung (das ist der obere Rand des Schornsteins) darf sich nicht in unmittelbarer Nähe von Fenstern, Zuluftöffnungen oder Balkonen befinden. Beträgt der Abstand des Schornsteins zum Fenster oder zu Dachaufbauten weniger als 1,50 m, muss die Mündung diese um mindestens 1,90 m überragen.
  • Die Schornsteinmündung muss den Dachfirst um mindestens 40 cm überragen.
  • Tritt der Schornstein in der Dachfläche aus, muss der Abstand der Mündung zur Dachfläche mindestens 1,0 m betragen.

Diese besonderen Anforderungen gelten für Schornsteine, an die Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe angeschlossen sind. Der Schornsteinfeger muss die Anlage überprüfen und abnehmen, bzw. bei festgestellten Mängeln im Anschluss an die Mängelbeseitigung nachprüfen.

Tipp: Der Schornstein muss nach seiner Inbetriebnahme von einem Schornsteinfeger abgenommen werden (1. BIMSchV, § 14, Satz 2).

Aufbau und Aufgaben eines Schornsteins

Schornsteine können ein-, zwei- oder dreischalig aufgebaut sein, die dreischalige Variante besitzt ein gedämmtes Innenrohr. Generell ist ein Schornstein ein vertikaler Schacht über den die Rauchgase aus der Feuerung von Brennstoffen abziehen kann. Die mineralische Außenschale dient der Standfestigkeit, sie ist auf der Bodenplatte auf einem extra dafür vorgesehenen Stahlbetonfundament gegründet.

Schornsteine als Luft-Abgas-System © Schornsteinwerk Schreyer GmbH
Schornsteine als Luft-Abgas-System © Schornsteinwerk Schreyer GmbH

Entzündet man ein Feuer im Ofen oder Kamin, erwärmt sich die Luft im Schornsteinzug und steigt nach oben. Am unteren Ende des Kamins entsteht durch die Saugwirkung ein Unterdruck, kalte Luft strömt nach. Durch dieses Nachströmen wird das Feuer mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt, man spricht hier umgangssprachlich auch vom „Zug“. Der ist auch dafür verantwortlich, dass keine Rauchgase in den Raum zurückströmen können. Das schlaue Prinzip funktioniert allerdings nur dann, wenn der Schornstein intakt und richtig bemessen ist. Andernfalls kommt es zu Abbrandstörungen oder zu Qualm in der Wohnung.

Schornsteinreinigung

Schornsteinfeger ©  pholidito, fotolia.com
Schornsteinfeger © pholidito, fotolia.com

In der Kehr- und Überprüfungsverordnung (KÜO) der Länder ist geregelt, dass Schornsteine regelmäßig gereinigt werden müssen. Wie oft, hängt von der Nutzung der Feuerstätte ab. Für gelegentlich benutzte Kaminöfen oder Kamine ist eine Reinigung pro Jahr vorgesehen, wird die Feuerungsstätte als Dauerheizung benutzt, werden zwei oder sogar drei Kehrdurchgänge pro Jahr fällig.

Diese Aufgabe übernimmt der Schornsteinfeger. Der Schornstein wird dabei mit einer Bürste oder einem Besen gereinigt, der durch den Schornstein geführt wird. Der Besen befreit die Innenseite von Ruß und Rückständen auf der gesamten Länge. Diese Maßnahme dient dazu, den Brandschutz zu sichern, aber auch den reibungslosen Betrieb des Schornsteins und dessen Unversehrtheit zu gewährleisten.

Tipp: Nicht nur aus rechtlichen Gründen ist eine regelmäßige Reinigung des Schornsteins durch den Kaminkehrer wichtig. Er prüft auch nach, ob der Schornstein noch reibungslos arbeitet oder ob Schäden und Mängel vorliegen.

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Schornsteinsanierung

Bei einer Gebäudesanierung ist häufig auch der Schornstein relevant. Bei älteren Rauchabzügen handelt es sich häufig um einschalig gemauerte oder aus Betonfertigteilen hergestellte Schornsteine mit einem oder mehreren Rauchgasschächten Der Schornsteinkopf – damit ist der von außen sichtbare Teil des Schornsteins gemeint – ist der Witterung sowie heißen Rauchgasen und damit großen Temperaturunterschieden ausgesetzt. Die Schornsteinmündung bildet den oberen Abschluss. Altersbedingte Verschleißerscheinungen am Schornsteinkopf, aber auch innere Schäden über die gesamte Länge machen eine Schornsteinsanierung notwendig. Auch dann, wenn der Schornstein nicht zur gewählten Heizungsanlage bzw. Feuerungsstätte passt, muss modernisiert werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Durchfeuchteter, versotteter Schornsteinzug © Zeller Kamin GmbH-zellerkamin
Durchfeuchteter, versotteter Schornsteinzug © Zeller Kamin GmbH-zellerkamin

Ein beschädigter Schornsteinkopf kann wahlweise neu aufgemauert oder mit speziellen Sanierungssystemen wiederhergestellt werden. Besonders häufig ist eine Verkleidung des Schornsteinkopfs, zum Beispiel mit Faserzementplatten oder Schiefer. Dazu wird der vorhandene Kopf stabilisiert, anschließend wird auf einer Unterkonstruktion aus Holz die Verschalung aufgebracht. Eine Abdeckung sorgt dafür, dass der Schornstein in Zukunft auch von innen trocken bleibt.

Baufällige Schornsteinkopf © neko92vl, fotolia.com
Baufällige Schornsteinkopf © neko92vl, fotolia.com

Das Schornsteininnere kann durch verschiedene Ursachen sanierungsbedürftig werden. Einmal sind es Risse und bröckelnde Fugen, die im Laufe der Zeit für Undichtigkeiten sorgen und den Zug verringern. Wurde der Schornstein über längere Zeit falsch benutzt, kann es zur Versottung kommen. Meist ist der Schornstein überdimensioniert, so dass im Inneren die nötigen Abgastemperaturen nicht erreicht werden können. Dabei durchdringen Feuchtigkeit, Teer und andere Rückstände den Stein, sorgen für unschöne Flecken an der Außenseite und für unangenehme Gerüche. Die Lösung liegt in einer Reduktion des Schornsteinquerschnittes, dies lässt sich durch Einbau eines Abgasrohres aus Edelstahl innerhalb des Schornsteins lösen.

Außenschornsteins aus Edelstahl nachrüsten © Marco2811, fotolia.com
Alternative: Außenschornsteins aus Edelstahl nachrüsten © Marco2811, fotolia.com
Tipp: Edelstahlrohre verhindern durch ihre glatte Innenseite das Ablagern von Feuchtigkeit und vermeiden eine erneute Versottung des Schornsteins.
Tipp: Weitergehende Informationen finden Sie in unserem Kapitel Schornstein
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