Luftzufuhr für Öfen und Kamine

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Die Luftzufuhr für Öfen und Kamine

Für den vollständigen Abbrand bei maximaler Hitzeentwicklung braucht jeder Brennstoff Sauerstoff. Je nach Heizungsart bzw. Feuerstätte, aber auch in Abhängigkeit vom Brennstoff gibt es hierbei Unterschiedliches zu beachten. Geht es um Festbrennstofföfen, unterscheidet man unter anderem raumluftabhängige und raumluftunabhängige Öfen.

Die 3 Phasen der Holzverbrennung

Ein Feuer kann nur brennen, wenn auch Sauerstoff vorhanden ist. Bevor die Zuluft für die sogenannte Oxidation bereit ist, gibt es besonders bei der Verbrennung von Holz zwei weitere Phasen. Im ersten Schritt erhitzt sich das im Holz gebundene Wasser und verdampft, manchmal hört man ein Zischen bei diesem Vorgang, das umso lauter ist, je feuchter das Holz ist. In der zweiten Phase vergasen flüchtige Holzbestandteile.

In der sogenannten Entgasungsphase wird der Großteil des Heizwertes freigesetzt. Ab einer Temperatur von ca. 600 Grad verbrennen dann die brennbaren Gase mit dem zugeführten Sauerstoff, man spricht hier von der sogenannten Oxidation. Bei diesem Vorgang werden die restlichen 30 % des Heizwertes genutzt. Am Ende ist nur noch Asche übrig. Diese nicht brennbaren Bestandteile des Holzes machen einen Anteil von 0,5 bis 1,0 % aus. Die genannten Phasen laufen beim Verbrennen von Holz nahezu gleichzeitig ab. Damit das Holz komplett verbrennt, ist die richtige Luftzufuhr zum richtigen Zeitpunkt entscheidend.

Holzverbrennung © Marius Graf, fotolia.com
Tipp: Holz sollte generell in einer möglichst heißen Brennkammer mit ausreichender Luftzufuhr verbrannt werden. Zu wenig Sauerstoff verringert die Abbrandqualität, zu viel Luft lässt einen Großteil der Wärme durch den Schornstein entweichen.
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Raumluftabhängige und raumluftunabhängige Öfen

Die Zuluft, die ein Feuer im Kaminofen für den Abbrand braucht, wird bei Einzelöfen oft einfach aus der Raumluft bezogen, man spricht dann von raumluftabhängigen Öfen. Über die Drosselklappe wird die Zufuhr gesteuert und normalerweise ist ausreichend Luft im Raum vorhanden, um den Ofen am Laufen zu halten. Allerdings gibt es bei diesem Ofentyp auch Fallstricke, die das Heizen zum Problem machen können. So darf während des Heizbetriebes keinesfalls eine Abluft-Dunstabzugshaube verwendet werden. Diese saugt die verbrauchte und riechende Küchenluft aus dem Raum und auf der anderen Seite den Rauch aus dem Kaminofen in den Raum hinein. Auch in kleinen Räumen kann der Lufthunger des Holzfeuers ein Problem darstellen. Regelmäßiges Stoßlüften in der Heizphase ist deshalb unverzichtbar.

Energieeffizienter Schornstein für Kaminofen © Wienerberger Gmbh
raumluftunabhängige Luftzufuhr über den Schornstein © Wienerberger Gmbh

Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, können auch raumluftunabhängige Öfen installiert werden. Sie besitzen eine eigene Luftleitung nach draußen, die für ausreichend Verbrennungsluft sorgt. In Wohnungen mit Lüftungsanlagen sind raumluftunabhängige Öfen Pflicht, da die Anlage einen Unterdruck erzeugen kann. Ebenso wie bei der Dunstabzugshaube wird dadurch Rauchgas durch die Zuluftöffnungen in den Raum gesaugt.

Tipp: Raumluftunabhängig arbeitende Kaminöfen müssen durch das DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) zugelassen sein und benötigen eine selbstschließende Feuerraumtür.

Ideal für Holz – Feuerstätten ohne Rost

Sogenannte Grundöfen, das sind Öfen ohne Rost, sind ideal für den Holzabbrand geeignet. Durch die heißen Schamottflächen des Brennraums und der Dämmwirkung der Holzasche bleibt die Glut warm, die Entgasungsphase verläuft milder. Grundöfen sind in vielen Fällen Kachelöfen.

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Primärluft und Sekundärluft

Die Verbrennungsluft lässt sich je nach Zufuhr unterschiedlich benennen. Als Primärluft wird die Zuluft bezeichnet, die durch den Feuerrost in die Brennkammer geleitet wird. Diese Luft wird in der Anheizphase für Holz und Kohle benötigt. Bei der Holzverbrennung wird diese Luftzufuhr gedrosselt oder ganz geschlossen, wenn das Feuer richtig brennt. Die Sekundärluft gelangt über Kanäle von oben in den Brennraum. Sie strömt im Kaminofen an der Sichtscheibe entlang und sorgt dafür, dass diese sauber bleibt. Weiterhin versorgt die Sekundärluft das Holzfeuer mit dem notwendigen Sauerstoff für die vollständige Verbrennung der Holzgase. Diese Verbrennung ist sehr emissionsarm.

Schließlich spricht man noch von der Tertiärluft, die zusätzlich im oberen Bereich in den Brennraum geleitet wird und den Verbrennungsvorgang zusätzlich optimiert. Besonders bei Holz und Braunkohlebriketts wird dadurch der Abbrand zusätzlich verbessert.

Emissionsarm heizen durch ausreichend Luft

Wird Holz mit zu wenig Luft verbrannt, dann entstehen schädliche und unnötige Emissionen. Die Holzentgasung findet auch dann statt, wenn nur wenig Sauerstoff vorhanden ist, allerdings verbrennt so ein Großteil des Holzes ohne Wärmegewinn und damit ohne Nutzen. Weiterhin gelangen unverbrannte Holzbestandteile in Form von Ruß und Teer in die Umwelt und in den Schornstein. Hilfreich für die richtige Verbrennung im Ofen ist auch die Bedienungsanleitung. Die Hersteller geben dort hilfreiche Tipps zum optimalen Abbrand von Holz und Kohle.

Tipp: Zeigen sich im Schornstein oder an der Sichtglasscheibe Rückstände von Ruß und Teer, stimmt häufig etwas mit dem Abbrand nicht. In vielen Fällen ist eine ungenügende oder falsche Luftzufuhr die Ursache.
Tipp: Lesen Sie auch unseren Beitrag Kamin und Ofen: Bedienungsfehler vermeiden
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