Ofen als Zentralheizung

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Öfen als Zentralheizung nutzen

Heizen mit Holz als Brennstoff ist mit dem richtigen Ofen und der fachgerechten Bedienung effizient und umweltfreundlich. Wer im sanierten Wohnhaus den Umweltschutz konsequent umsetzen möchte, hat mit einer Zentralheizung auf Basis eines Holzofens optimale Möglichkeiten. Soll ein Ofen mit der Zentralheizung verbunden werden, gibt es hinsichtlich der Anlagentechnik sowie in Sachen Brennstoff verschiedene Möglichkeiten.

Kaminofen © maho, fotolia.com
Kaminofen © maho, fotolia.com

Wasserführende Kaminöfen – ideal als Zentralheizung

Damit ein Kaminofen als Zentralheizung fungieren kann, ist eine Wasserführung nötig. Der Ofen wird dabei auf den ersten Blick wie ein Kaminofen mit all seinen Vorzügen betrieben, verfügt aber zusätzlich über einen Wärmetauscher. Damit wird dem Kaminofen ein Teil der entstehenden Heizwärme entzogen und in den Pufferspeicher des Zentralheizungssystems eingespeist. Das erwärmte Wasser im Speicher dient zum Heizen weiterer Räume und/ oder zur Warmwasserbereitung. Der Pufferspeicher ist gerade bei dieser Konstruktionsart sehr wichtig, da sich die Wärmeabgabe im Kaminofen schwer steuern lässt.

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Die wasserführenden Kaminöfen können mit Scheitholz bestückt werden. Das sichert das gewünschte Ambiente, hat aber auch Nachteile, da die Öfen nicht für den Dauerbetrieb geeignet sind und bei Stromausfall mit einer Notkühlung gesichert sein müssen. Effizienter und kontrollierbarer sind Pelletöfen. Der große Vorteil ist die Möglichkeit zur automatischen Beschickung. Allerdings brauchen Pelletöfen extra Lagerräume für das Brennmaterial und sind in der Anschaffung wie auch im Volumen deutlich größer als die Kaminöfen.

Pelletofen © maho, fotolia.com
Pelletofen © maho, fotolia.com
Tipp: Wasserführende Kaminöfen sind ideal als Zusatzheizung geeignet. Sie unterstützen die Gaszentralheizung und eignen sich für fast alle Häuser als Element einer hybriden Heizungsanlage, bei der verschiedene Heizformen kombiniert sind.

Solaranlage und Ofen-Zentralheizung

Mit einer Solaranlage kann die Zentralheizung mit wassergeführtem Kaminofen ideal ergänzt werden. Das spart im Sommer das Anheizen des Ofens zur Warmwasserbereitung. Kaminofen und Solarkollektoren geben ihre Wärme beide an den Pufferspeicher im Keller ab. Je nach Saison wird dieser dann entweder vom Kaminofen oder von der Sonnenenergie beheizt. Vom Pufferspeicher aus wird das Haus mit Warmwasser und im Winter mit Heizwärme versorgt.

Solarthermie und Ofen Zentralheizung kombinieren
Solarthermie und Ofen Zentralheizung kombinieren

Ideal fürs Niedrigenergiehaus

Im sehr gut gedämmten Häusern, zu denen zum Beispiel auch das Niedrigenergiehaus gehört, sind die wassergeführten Kaminofen besonders gut geeignet. Würde der Normalbetrieb des Kachelofens die Räume schnell überhitzen, so ist die teilweise Abgabe der Wärme an den Raum, wie sie bei diesem System stattfindet, ideal. Noch praktischer ist der Dualbetrieb. Dann kann der Ofen wahlweise mit Pellets oder mit Scheitholz betrieben werden.

Die Regelungen der 1. BImSChV

Die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung regelt in Deutschland Betrieb und Konstruktion von Kleinfeuerstätten. In Bezug auf einen wasserführenden Kaminofen sind folgende Punkte zu beachten:

  • Eine wasserführende Ofenanlage als alleinige Heizung zählt als Zentralheizung und muss besondere Voraussetzungen erfüllen. So ist eine regelmäßige Messung der Grenzwerte durch den Schornsteinfeger notwendig.
  • Fungiert der wasserführende Kaminofen als Heizungsunterstützung, gibt es keine Messpflicht. Der Ofen muss jedoch typengeprüft sein, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten.
  • Die Wärmeabgabe der Einzelfeuerstätte muss dem Wärmebedarf des Aufstellraums angepasst sein.
Tipp: Wird der wasserführende Kaminofen als Zentralheizung mit einer Solar- oder Photovoltaikanlage kombiniert, sind besondere Berechnungsnachweise erforderlich, um die Anlage als Hauptheizung einzustufen.

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Kosten und Förderung für den wasserführenden Kaminofen

Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com
Wasserführenden Kaminofen: Fördermittel nutzen © Doc Rabe, fotolia.com

Insbesondere dann, wenn der wasserführende Kaminofen mit Pellets beheizt wird, kommt so einiges an Kosten auf den Bauherrn zu. Folgende Systemkomponenten sind für den Betrieb erforderlich:

  • Pufferspeicher mit 100 bis 1.000 Litern Fassungsvermögen
  • Rücklaufanhebung zur Steuerung der optimalen Betriebstemperatur
  • Umwälzpumpe
  • Steuerungseinheit

Grob über den Daumen gepeilt kostet ein Holzofen ca. 3.500 Euro, für einen Pelletzimmerofen fallen Kosten von 5.000 bis 6.000 Euro an. Wird der Ofen an ein vorhandenes Heizsystem angeschlossen, fallen noch einmal ca. 6.000 Euro an.

Tipp: Um Anreize für für wassergeführte Pelletöfen zu schaffen, bietet der Staat Fördermittel an. Wer so einen Ofen im Bestandsgebäude einbaut, erhält einen Zuschuss von 2.000 Euro.
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