Edelstahlschornstein

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Edelstahlschornstein: Flexibel und preiswert

Beim neuen Schornstein ist Edelstahl zumeist erste Wahl

Es gibt schon Gründe dafür, dass ein neuer Schornstein hermuss. Beispielsweise kann der vorhandene Kamin versottet sein, also Ablagerungen aus dem Rauchgas an den Wänden haben. Oder er war lange außer Betrieb, ist verrottet und kann nicht mehr in einen betriebsfähigen Zustand gebracht werden. Gelegentlich kommt es auch vor, das zusätzlich zur bestehenden, gasbetriebenen Zentralheizung, ein Kamin aufgebaut werden soll. Dann wird ein zusätzlicher Schornstein gebraucht, denn Abgase aus verschiedenen Feuerstellen dürfen nur dann durch das gleiche Rohr ins Freie geleitet werden, wenn auch der gleiche Brennstoff verwendet wird.

Außenschornsteins aus Edelstahl nachrüsten © Marco2811, fotolia.com
Außenschornsteins aus Edelstahl nachrüsten © Marco2811, fotolia.com

Talent für alle Anwendungen

Wenn es also sein muss, dann gibt es viele gute Gründe dafür, sich für einen Schornstein aus Edelstahl zu entscheiden. Auf jeden Fall arbeitet er so zuverlässig wie ein herkömmlicher, gemauerter Kamin, und er ist für alle Brennstoffe und Feuerstellen geeignet. Ob Erdgas oder Heizöl, ob Holz oder Pellets verbrannt werden, in allen Fällen ist der Rauchabzug durch ein Edelstahlrohr rechtlich zulässig und technisch sinnvoll. Dieses kommt auch mit Temperaturen zurecht, wie sie bei Einsatz der Brennwerttechnik anfallen.

Zu den Vorteilen gehört, dass ein Edelstahlkamin unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist und nicht rostet. Bei entsprechender Pflege ist er sehr langlebig. Der Edelstahlschornstein ist leicht und hat einen geringen Durchmesser. Die modular aufgebauten Systeme sind daher auch in schwierigen Einbausituationen verwendbar, sowohl was den Platz betrifft als auch die Statik. Und zwar ist man die silbern-metallische Optik der Edelstahlschonsteine gewohnt, aber sie werden auch in vielen anderen Farben angeboten.

Edelstahlschornstein:  Für alle Brennstoffe geeignet
Edelstahlschornstein: Für alle Brennstoffe geeignet

Die Farbe ist aber nicht die erste Entscheidung, die man treffen muss. Zunächst einmal geht es darum, ob man ein ein- oder ein zweiwandiges Rohr braucht. Das einwandige Rohr kommt vor allem beim nachträglichen Einbau in einen bereits vorhandenen, gemauerten Schornstein zum Einsatz. Irgendwelche besonderen Veränderungen am Dach sind dabei nicht notwendig. Der Vorteil ist, dass es keine optischen Veränderungen gibt, ein vorhandener Kamin also seinen Charme behält, wenn er welchen hat. Das einwandige Rohr ist preiswert und hat einen geringen Durchmesser, wird aber sehr heiß. Das kann ein Manko sein, je nach Einbausituation. Natürlich kühlt der Rauch in einem nicht isolierten Rohr relativ schnell ab, was die Funktion des Schornsteins beeinträchtigen kann. Womöglich wird sogar der Einbau eines Gebläses notwendig.

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Außen nur zweiwandig

Das zweiwandige Rohr besteht, wie der Name schon sagt, aus zwei ineinander geschobenen Rohren. Der Raum dazwischen nimmt die Isolierung auf, die aus Mineralwolle oder Keramikfasern besteht. Dadurch kühlt der Rauch nicht so schnell ab, steigt besser auf, der Kamin zieht also besser. Je besser die Isolierung ist, umso besser ist daher die Zugwirkung. Als Mindeststärke werden 25 Millimeter angesehen, die im Fachhandel angebotenen System haben meistens 30 Millimeter Isolierung. Wenn ein Schonstein außen am Haus installiert werden soll, führt an dieser doppelwandigen Lösung kein Weg vorbei.

Edelstahl Außenschornstein © Hermann, fotolia.com
Edelstahl Außenschornsteine © Hermann, fotolia.com

Ob außen oder innen, man muss kein routinierter Handwerker sein, um einen Edelstahlschornstein installieren zu können. Besonders einfach sind einwandige Rohre in vorhandene Kamine zu schieben; hier wird eines nach dem anderen von oben hineingesteckt. Freistehende Kamine werden auf einen Haltefuß gesteckt und dann im Abstand von maximal drei Metern mit Klammern an der Wand befestigt. Wichtig ist, von brennbaren Materialien einen Abstand von mindestens 7,5 Zentimetern einzuhalten. Die Oberkante des Kamins soll 40 Zentimeter über dem Dachfirst liegen, bei Nachneigungen von weniger als 21 Grad sogar einen Meter über der Dachhaut.

Schornstein aus Edelstahl © Mariesacha, fotolia.com
Schornstein aus Edelstahl © Mariesacha, fotolia.com

Guter Rat beim Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger ist der erste Ansprechpartner
Der Schornsteinfeger ist der erste Ansprechpartner

Über solche Dinge weiß am besten der Schonsteinfeger Bescheid, weshalb zu Beginn der Planung mit diesem ein Beratungsgespräch geführt werden sollte. Ohnehin muss der Schornsteinfeger die gesamte Anlage abschließend abnehmen, noch vor der ersten Inbetriebnahme. Der Schornsteinfeger weiß auch, welchen Durchmesser man wählen muss – reicht zum Beispiel für eine Pelletheizung ein Durchmesser von 13 Zentimetern aus, müssen es bis zu 20 Zentimeter sein, wenn zusätzlich noch ein mit Holz befeuerter Kamin angeschlossen werden soll.

Schornsteinfeger © pholidito, fotolia.com
Schornsteinfeger © pholidito, fotolia.com

Auf gewisse Qualitätsmerkmale kann der Bauherr beim Einkauf auch selbst achten. Weithin wird VA4-Edelstahl empfohlen, manche sagen aber, dass der VA2-Stahl ausreichend ist. VA4-Stahl kann man daran erkennen, dass er nicht magnetisch ist – gelegentlich werden zum Material falsche Angaben gemacht. Bei der Stärke des Materials werden 0,6 Millimeter empfohlen, aber es werden auch Rohre mit geringeren Materialstärken angeboten. Achten sollte man auf eine lange Garantie und auf das CE-Zeichen.

Edelstahl Schornstein: VA-4-Edelstahl wird empfohlen
Edelstahl Schornstein: VA-4-Edelstahl wird empfohlen

Bei zweiwandigen Kaminen sollte man außerdem berücksichtigen, dass sich das innere Rohr durch die Hitze ausdehnt, das kühle äußere Rohr aber nicht. Das kann zu unerwünschten Rissen führen. Inzwischen werden entkoppelte Systeme angeboten, mit denen man solche Probleme nicht bekommt.

Edelstahlschornstein Kosten

Bei allen Entscheidungen in diesem Zusammenhang spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Ein einwandiger Edelstahlschornstein ist für 400 Euro zu haben, man kann aber auch 700 Euro ausgeben. Bei den doppelwandigen Varianten variieren die Preise noch stärker, die Spanne reicht von 500 bis 3000 Euro. Ob man online kauft, in den Baumarkt geht oder sich beim Fachhändler erkundigt, das hängt sicher auch davon ab, wie groß der Beratungsbedarf ist.

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