Einzelöfen

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Einzelöfen im Überblick

Grundsätzlich unterscheidet man im Bereich der Einzelfeuerstätten vier verschiedene Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Vorzügen und auch Nachteilen. Der gewählte Ofen sollte zum Wohn- und Heizverhalten passen und ebenso auf die Baumaterialien am Aufstellort abgestimmt sein. So eignen sich zum Beispiel massive Wände mit Speichervermögen besonders gut für die Kombination mit einem Kachelofen, für Häuser in Holzständerbauweise sind Kaminöfen für die schnelle Raumheizung optimal. Im folgenden Artikel werden die verschiedenen Ofenarten mit ihren Varianten vorgestellt.

Einzeloefen im Überblick
Einzeloefen im Überblick

Der Kaminofen

Kaminöfen sind dekorative Einzelöfen, die vorwiegend über Konvektionswärme heizen. Der Wirkungsgrad ist im Gegensatz zum offenen Kamin um 50 bis 60 % höher, Je nach Art der Feuerraumtür unterscheidet man zwei Bauarten:

  • Kaminöfen der Bauart 1 besitzen selbstschließende Türen, Schornsteine können damit mehrfach belegt werden.
  • Öfen der Bauart 2 eignen sich für den Betrieb mit offener oder geschlossener Tür zum Brennraum. Sie sind grundsätzlich an einen eigenen Schornstein anzuschließen.

Der Feuerraum eines Kaminofens besteht aus Schamottesteinen, der Boden ist als Feuerrost mit darunterliegendem Aschekasten ausgeführt. So können im Kaminofen Scheitholz, aber auch Braunkohlebriketts verfeuert werden. Ergänzt man den Brennraum mit Rostkorb und Rostmulde, ist die Verwendung von Steinkohlebriketts möglich. Kaminöfen sind nicht als Dauerbrandofen ausgelegt, sondern ähnlich wie offene Kamine zur gelegentlichen Verwendung gedacht. In der Regel wird der Ofen mit der sogenannten Flachfeuerung beheizt. Das bedeutet, dass pro Füllung nur eine geringe Menge an Brennstoff in der Brennkammer Platz hat.

Kaminofen © Johanna Mühlbauer, fotolia.com
Kaminofen © Johanna Mühlbauer, fotolia.com

Der Kaminofen stammt ursprünglich aus Skandinavien und wurde mit Hilfe der DIN 18891 „Kaminöfen für feste Brennstoffe“ auch in Deutschland zulässig. Ob ein Kaminofen die dort festgelegte Norm hinsichtlich Betrieb, Sicherheit und Abgaswerten erfüllt, wird von einer unabhängigen Prüfstelle kontrolliert. Im positiven Falle erhält der Ofen eine DIN Registernummer. Diese muss vom Hersteller beantragt werden. Ein weiterer Hinweis für Käufer, dass der Kaminofen mit der DIN-Norm übereinstimmt, liefert das Ü-Zeichen auf dem Typenschild.

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Der Kachelofen

Kachelöfen sorgen für gesunde Wärme. Anders als der Kaminofen arbeiten die traditionellen Öfen mit Speicherwärme. Sie eignen sich – mit der richtigen Technik ausgestattet auch als Alleinheizung für Wohnungen und Häuser. Der große Vorteil zum Kaminofen: Der Kachelofen ist ideal als Dauerbrandofen. Ein- bis zweimal mit Brennstoff beschickt, speichert er die Wärme und gibt sie im Laufe des Tages an die Raumluft ab. Ihren Namen hat diese Bauart daher, dass viele Grund- und Warmluftöfen sowie Kachelherde zur Verbesserung der Speicherfähigkeit mit Kacheln bestückt sind. Ebenso speichert jedoch der Schamottestein, aus dem die meisten Kachelöfen aufgebaut sind, die Wärme. Grundsätzlich unterscheidet man beim Kachelofen drei Varianten, die sich zum Teil überschneiden.

Kachelofen © Marina Lohrbach, fotolia.com
Kachelofen © Marina Lohrbach, fotolia.com
  • Der Grundofen ist mit verschiedenen Heizleistungen denkbar. Er braucht verhältnismäßig lange, um sich aufzuheizen, ebenso lange sorgt er dann jedoch für behagliche Raumwärme ohne weiteren Aufwand. Der Grundofen ist die ursprüngliche Form des Kachelofens. Der Name resultiert daraus, dass das Holz direkt auf dem Boden des Brennraums verbrannt wird, die Luftzufuhr erfolgt über die Ofentür. Die Wärme aus dem Brennraum wird über Luftkanäle an die Speicherflächen des Ofens geleitet und von dort nach außen abgestrahlt.
  • Warmluftöfen nutzt anders als der Grundofen die Raumluft zum Transport der Heizwärme. Je nach Bauart liegt der Anteil an Konvektionswärme bei 60 bis 70 %. Warmluftöfen besitzen einen Gussheizeinsatz und einen Nachheizkasten aus Stahlblech oder Gusseisen. Um den Strahlungsanteil zu erhöhen, können keramische Nachheizflächen integriert werden. Die Raumluft wird von unten zwischen Heizeinsatz und Kachelwänden angezogen, erwärmt sich und gelangt über Warmluftgitter in den Raum zurück.
  • Kachelherde sorgen nicht nur für warme Räume, sie eignen sich ebenso zum Kochen, Backen und Braten. Als Variante des Grundofens funktioniert er nach dem gleichen Prinzip. Kachelherde lassen sich mit einem Wärmetauscher ausrüsten und eignen sich dann auch als umweltfreundliche und gemütliche Zentralheizung.
Tipp: Kachelöfen sind besonders schön und effizient, wenn sie an die Bedürfnisse der Benutzer wie auch an die Raumsituation angepasst werden. Durch den Einbau verschiedener Regler und Funktionen kann die Abgabe der Wärme an den Raum gezielt gesteuert werden.

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Der offene Kamin

Weniger zu Heiz- als zu dekorativen Zwecken werden heute offene Kamine eingesetzt. Sie sorgen für eine angenehme und heimelige Atmosphäre. Als Raumheizung eignen sie sich durch den geringen Wirkungsgrad von rund 20 % allerdings weniger. Kamine sind nicht als Dauerbrandöfen geeignet, sondern dürfen nur gelegentlich genutzt werden. Neben dem klassischen offenen Kamin, der zwar gut aussieht, aber letztendlich nur bedingt für Wärme sorgt, gibt es heute moderne Formen, die zum einen das Kamin-Ambiente liefern und zum anderen auch die Räume heizen. Heizkamine sind eine Mischung aus offenem Kamin und Kaminofen. Aufgebaut wie ein Kamin, kann die Öffnung durch feuerfeste Glastüren verschlossen werden. Das erhöht den Wirkungsgrad und begrenzt den Abzug von Sauerstoff aus dem Raum. Durch den Einbau von Wärmerippen wird die wärmeabgebende Fläche möglichst groß gestaltet. Heizkamine können einen Wirkungsgrad von bis zu 70 % erreichen. Bedingung dafür ist, dass die Feuertüren geschlossen bleiben.

Offener Kamin © by-studio, fotolia.com
Offener Kamin © by-studio, fotolia.com
Tipp: Kamine können auch elektrisch, mit Gas oder als Ethanolkamin betrieben werden. Das Ambiente erreicht allerdings nicht die Qualität, die ein flackerndes und prasselndes Holzfeuer mit sich bringt.
Welcher Ofen darf es sein?
Welcher Ofen darf es sein?

Der Pelletofen

Normale Kamin- oder Kachelöfen kommen mit Pellets als Heizmaterial nicht zurecht. Grund dafür ist die große Oberfläche des Heizmaterials. In speziellen Pelletöfen, die im Inneren kleine technische Wunderwerke sind, werden mit Hilfe automatischer Regelung die Pellets aus Holz effektiv und sicher verbrannt. Die sogenannten Primäröfen können per Hand oder auch automatisch von einem Vorratsbehälter aus bestückt werden. Luftzu- und abfuhr sind ebenfalls automatisch geregelt. Wichtig für Energieeffizienz und einen reibungslosen Betrieb ist eine gute Qualität der Pellets.

Pelletofen © maho, fotolia.com
Pelletofen © maho, fotolia.com
Tipp: Wer im großen Stil mit Pellets heizen möchte, kann anstatt der Einzelfeuerstätte eine Pelletheizung installieren. Vollautomatisch und umweltfreundlich sorgt die moderne Heizungsanlage für gleichmäßige Raumwärme.
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