Schornsteine Arten

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Schornsteine – bewährte Technik in modernen Varianten

Gelegentlich ist ja zu lesen, es gebe Kamine ohne Schornstein – befeuert mit Gas oder Ethanol, oder gar mit einer Simulation der Flammen auf elektrischem Wege. Aber wer will das schon? Das Knistern offenen Feuers, das unregelmäßige Lodern der Flammen, die besondere Wärme eines Kaminofens, all das lässt sich nicht simulieren. Wer also einen Kaminofen brennen lassen möchte, der kommt an einem Kamin nicht vorbei. Das gilt natürlich auch, wenn eine Heizung mit Gas, Öl oder Holzpellets für die richtige Wärme im Haus sorgt.

Schornsteinabdeckung © M. Schuppich, fotolia.com
Schornstein gemauert © M. Schuppich, fotolia.com

Deshalb verfügen auch die meisten Häuser über einen Schornstein. Es kann aber passieren, dass er nicht mehr nutzbar ist. Oder dass er die Abgase einer Gasheizung abführt, dass im Haus aber noch ein Festbrennstoffkamin betrieben werden soll – zwei verschiedene Feuerungsarten an einem Kamin aber sind nicht erlaubt. Gelegentlich wird auch für ein bestehendes Gebäude erstmals ein Kamin gebraucht, etwa wenn aus einer Scheune ein Wohnhaus werden soll. In all diesen Fällen muss ein neuer Kamin her.

Historisch wurden Kamine aus normalen Ziegelsteinen gemauert. Das kommt im Altbau bei einer Sanierung schon aus statischen Gründen zumeist nicht in Frage. Aber auch im Neubau wählt man diese Variante heute nicht mehr. Denn ein herkömmlich gemauerter Kamin ist aufwändig in der Herstellung und daher teuer. Außerdem gibt es Alternativen.

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Edelstahl, Keramik oder Kunststoff?

Ob Neubau oder Sanierung, irgendwann muss man sich zwischen Edelstahl, Keramik oder Kunststoff entscheiden. Verfechter herkömmlicher Baustoffe tendieren dabei oft zu Keramik- oder Schamottrohren. Sie können nicht rosten und gelten als besonders lange haltbar. Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Säure, all dies macht den Keramikrohren nichts aus. Außerdem legt man sich dabei weder bezüglich der Brennstoffe noch der Heizungstechnik fest und hält sich für die Zukunft alle Möglichkeiten offen. Ob bei der Sanierung eines vorhandenen Kamins Schamottrohre verwendet werden können, hängt von der konkreten Einbausituation ab.

Edelstahl Außenschornstein © Hermann, fotolia.com
Edelstahl Außenschornstein © Hermann, fotolia.com

Sollten sich dabei gravierende Hindernisse ergeben, weicht man auf Edelstahlrohre aus. Überhaupt sind die Vorteile dieses Materials nicht zu gering zu schätzen. Es handelt sich um leichte Rohre mit dünnen Wänden, die fast in jeder Einbausituation verwendet werden können. Ein Vorteil ist auch, dass diese Schornsteine schnell Betriebstemperatur erreiche und so auch schnell einen guten Zug versprechen.

Das ist vor allem wichtig, wenn die Feuerstätte nur gelegentlich betrieben wird, so wie es beim offenen Kamin im Wohnzimmer oft der Fall ist. Viele Hausbesitzer schaffen sich auch erst nachträglich einen Kaminofen an und müssen einen zusätzlichen Schornstein errichten. Wegen der einfachen Montage entscheiden sich dann viele für einen an der Außenwand angebrachten Edelstahlschornstein.

Gegen Edelstahlschornsteine wird gelegentlich ihre Korrosionsanfälligkeit ins Feld geführt. Das Argument ist nicht ganz aus der Luft gegriffen, verliert gegenüber anderen Kriterien aber an Bedeutung, wenn man auf Qualität achtet. Das bedeutet, dass der Schornstein aus VA4-Edelstahl hergestellt sein sollte. Die Materialstärke sollte mindestens 0,6 Millimeter betragen. Eine lange Garantie und das CE-Zeichen sind weitere Hinweise auf eine gute Qualität.

Kunststoff ist das Material der Wahl für sehr preisbewusste Hausherren. Allerdings legt man sich auf öl- oder gasbetriebene Brennwertheizungen fest, denn die Abgase von Kaminöfen und Heizkesseln sind für sie zu heiß. Gegen Kunstoffschornsteine spricht eine recht schnelle Abnutzung, was zu neuen Kosten führt. Auf der anderen Seite sind sie besonders leiht, was sie zur ersten Wahl macht, wenn die statischen Verhältnisse schwierig oder unübersichtlich sind.

Gute Beratung ist alles

Die Frage des Materials ist aber nur eines der Themen, über die man vor Beginn der Planungen mit seinem Schornsteinfeger sprechen sollte. Vermeintliche oder tatsächliche Experten im Bekanntenkreis sind als einzige Auskunftsquelle jedenfalls nicht ausreichend. Nur der Schornsteinfeger nämlich muss und kann die Anlage nach Fertigstellung in Betrieb gehen lassen. Wenn irgend möglich sollte der Schornsteinfeger sich vor Ort ein Bild von der Einbausituation machen. Denn es sind einige Auflagen aus Sicht des Umwelt- und des Brandschutzes zu beachten.

Schornstein Anschaffung: Wichtige Punkte
Schornstein Anschaffung: Wichtige Punkte vorab klären

Sicherlich ist es vorteilhaft, sich selbst vor jeder Baumaßnahme über die Technik des Systems Schornstein klar zu werden. Denn dies verringert die Gefahr leichtfertiger Irrtümer und Planungsfehler. Dabei ist das Prinzip gar nicht so kompliziert. Die entstehenden Abgase sind heißer als die umgebende Luft, sie steigen daher nach oben. Um den im Kamin entstehenden Unterdruck auszugleichen, wird Luft aus dem Raum angesogen, die das Feuer anfacht.

Dies hat bestimmte Implikationen. Der Schornstein zieht umso besser, je langsamer die aufsteigenden Abgase abkühlen. Dieses Abkühlen wird verlangsamt, wenn der Schonstein gedämmt ist. Deshalb werden vor allem Edelstahlschornsteine zweischalig angeboten, mit einer Dämmschicht zwischen den beiden ineinander gesteckten Rohren. Bei an der Außenwand montierten Kaminrohren ist dies zwingend vorgeschrieben.

Tücken moderner Umwelttechnik

Aus der beschriebenen Funktionsweise ergibt sich, dass bei Heizungen mit niedrigen Temperaturen, also etwa Brennwertkesseln, auch die Abgase zu kühl sind. Dies kann zu Kondenswasserbildung an den Kaminrohren führen. Der gesetzlich geförderte Trend zur Einsparung von Heizenergie lässt dieses Problem immer häufiger werden. Deshalb müssen neuerdings sogenannte W3G-Schornsteine eingebaut werden. Ein Rohr, das diese Kennzeichnung hat, ist nicht nur vor Korrosion besonders geschützt, sondern auch vor Rußbrand.

Eine andere Frage, die geklärt werden muss, ist die nach dem Einsatz bestimmter Dunstabzugshauben und Lüftungssysteme in der Wohnung. Die eingesetzten Ventilatoren können nämlich so stark sein, dass die Abgase nicht im Kamin aufsteigen, sondern etwa über das offene Feuer hinweg in die Wohnung gesogen werden. Dies kann zu Kohlenmonoxidvergiftungen führen. Deshalb dürfen in solchen Wohnungen nur Feuerstellen betrieben werden, die durch einen separaten Zuluftschaft versorgt werden. Es handelt sich um raumluftunabhängige, sogenannte LAS-Schornsteine.

Leichtbausteine – leicht zu bauen

Wer sich für den Neubau eines Kamins entscheidet und auch selbst Hand anlegen möchte, der entscheidet sich am besten für eines der verschiedenen Leichtbausysteme. Es handelt sich um Elemente mit einem Rohr in der Mitte und einer mindestens fünf Zentimeter starken Verkleidung rundum, die aufeinandergesetzt und mit speziellem Klebstoff miteinander verbunden werden. Ein Vorteil ist, dass das Rohr damit automatisch die aus Sicht des Brandschutzes notwendige Abschirmung hat. Für Hausbesitzer mit einem gewissen handwerklichen Grundverständnis ist der Einbau kein Problem – eine vorige Absprache mit dem Schornsteinfeger vorausgesetzt natürlich.

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