Kamin und Ofen: Bedienungsfehler vermeiden

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Kamin und Ofen: Bedienungsfehler beim Heizen

Kaminöfen und andere Einzelöfen bringen behagliche Wärme in die Räume. Damit der Wirkungsgrad des Brennmaterials optimal ausgenutzt wird und Ofen sowie Schornstein lange intakt bleiben, ist richtiges Heizen wichtig. Folgende Bedienfehler sollten deshalb möglichst vermieden werden.

Die häufigsten Bedienungsfehler beim Kamin und Ofen vermeiden
Die häufigsten Bedienungsfehler beim Kamin und Ofen vermeiden

Verschmutzte Scheiben am Kaminofen

Verrußt die Glasscheibe am Kaminofen immer wieder, so kann das verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist zu feuchtes Holz. Grundsätzlich sollte im Ofen verfeuertes Scheitholz eine Restfeuchtigkeit von maximal 20 % aufweisen. Feuchteres Holz brennt nicht zügig ab und es kommt zu Qualm und Ruß beim Verbrennen. Außerdem sinkt der Heizwert in Abhängigkeit von der Holzfeuchte deutlich ab. Abhilfe schafft trockenes Holz, das an die Rückwand des Brennraums und quer zur Scheibe aufgelegt wird. Verrußte Scheiben können auch dann entstehen, wenn der Ofen mit Papier entzündet wird. Das ist übrigens gesetzlich verboten! Direkt nach dem Auflegen braucht das Holzscheit Luft zum Anbrennen, die primäre Luftzufuhr sollte kurz geöffnet und bei den ersten stabilen Flammen komplett geschlossen werden.

Brennholz © Marco Drux, fotolia.com
Brennholz darf Restfeuchtigkeit von maximal 20 % aufweisen © Marco Drux, fotolia.com
Tipp: Schutz vor dem Verrußen der Scheiben bildet die sogenannte Scheibenspülung in Form von Sekundärluft. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn die Primärluftzufuhr geschlossen ist.
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Viel Rauch beim Nachlegen

Entsteht beim Nachlegen von Holzscheiten Rauch, dann liegt das häufig daran, dass durch das schnelle Öffnen ein Sog entsteht, der Rauch aus dem Schornstein zieht. Um den für den Abbrand nötigen Unterdruck im Brennraum zu erzeugen, müsste der Schornstein plötzlich die achtfache Luftmenge transportieren und das klappt nur, wenn der Schornsteinquerschnitt auch groß genug ist. Rauch beim Nachlegen kann außerdem an zu feuchtem Holz oder einer geschlossenen Drosselklappe und damit an zu geringer Luftzufuhr liegen.

Tipp: Abhilfe schafft es, wenn die Tür erst nur spaltbreit geöffnet wird. Lodert das Feuer auf, dann kann Holz nachgelegt werden.
kaminofen © maho, fotolia.com
Kaminofen: Bedienungsfehler vermeiden © maho, fotolia.com

Wenn der Ofen nicht zieht

Ein schlecht ziehender Ofen führt zu Rauchentwicklung bei gleichzeitig schlechter Heizwirkung. Tritt die Rauchentwicklung plötzlich auf, kann dies einfach an einer vergessenen und geschlossenen Drosselklappe liegen. Auch verschmutzte Bereiche im Rauchrohr oder Schornstein sorgen für unerwünschten Rauch. Grundsätzlich „zieht“ ein Schornstein erst dann, wenn die Temperatur im Inneren höher ist als außen. Wenn der Ofen dauerhaft schlecht zieht, kann das auch an einem, auf die Heizleistung des Ofen bezogenen, zu großen Schornsteinquerschnitt liegen.

Tipp: Direkt nach dem Anfeuern ist Rauchentwicklung mit schlechtem Zug nicht ungewöhnlich, da der Schornstein noch kalt ist. Spätestens wenn das Feuer richtig brennt, sollte jedoch auch der entsprechende Zug vorhanden sein.

Zuviel Hitze im Ofen

Wird der Ofen schnell und übermäßig heiß, liegt das in vielen Fällen an der aufgelegten Holzmenge. Ein Scheit weniger pro Füllung kann die Hitze reduzieren, dadurch brennt das Holz langsamer ab. Eine weitere Möglichkeit für übermäßige Hitze ist Nebenluft, die durch Ritzen und Spalten in den Ofen zieht. Beschädigte Dichtungen an der Kaminofentür sind häufig die Ursache, ein Austausch schafft Abhilfe. Auch der Aschekasten kann undicht sein und Luft ziehen.

Tipp: Ofentür und Aschekasten sollten regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft werden. Kaputte Dichtungen oder andere Schäden sollten so schnell wie möglich behoben werden.

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Wenn das Holz nicht richtig brennt

Verbrennt Holz im Ofen nicht vollständig, dann kann eine zu hohe Restfeuchte die Ursache sein. Stimmt die Holzqualität, dann haben Rückstände im Ofen etwas mit der grundsätzlichen Verbrennung zu tun. So sollte Holz das brennt möglichst keine Luftzufuhr von unten erhalten, die Primärluftzufuhr sollte komplett geschlossen sein. Die Sekundärluft dagegen sorgt im Kaminofen dafür, dass das Holz vollständig verbrennt.

Tipp: Besteht die Vermutung, dass das verwendete Brennholz zu feucht ist, schafft eine Holzfeuchtemessung Klarheit. Für eine aussagekräftige Messung im Kern muss das Holzscheit vorher gespalten werden.
Holzfeuchtemessgeraet © Celeste RF, fotolia.com
Mit einem Holzfeuchtemessgerät kann man das Holz untersuchen © Celeste RF, fotolia.com

Kaputte Schamottsteine

Haarrisse in den Schamottsteinen des Brennraums sind an und für sich nicht ungewöhnlich, schließlich ist der Ofen hoher Hitze mit Temperaturen von mehr als 600 Grad ausgesetzt. Sind die Schäden allerdings so groß, dass der Schamottstein in den Brennraum fällt, dann kann das zu Schäden am Stahlmantel führen.

Tipp: Hier sollte der Fachmann ran und den Ofen prüfen, bzw. reparieren. Der Ofen darf nicht weiterbeheizt werden!
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