Schornsteinverkleidung

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Schornsteinverkleidungen – schicker Schutz für den Kamin

Man kann schon der Meinung sein, dass ein herkömmlicher Kamin aus traditionellen Backsteinen zu vielen Häusern am besten passt. Aber wissen muss man eben auch, dass diese Kamine es nicht ohne weiteres aushalten, über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt zu sein. Einen neuen Kamin zu bauen, das ist aber eine teure Angelegenheit, auch wenn es nur um den oberen Abschnitt geht. Da kann der Bau einer Kaminverkleidung schon der richtige Schritt sein.

Schornsteinabdeckung © costadelsol, fotolia.com
Schornstein mit Verkleidung © costadelsol, fotolia.com

Darüber nachdenken muss man möglicherweise auch, wenn man auf einem älteren Haus einen über lange Zeit einwandfrei funktionierenden Kamin hat, nun aber eine moderne Heizung hat, die mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Dann wird auch der Kamin nicht mehr aufgewärmt, und Wasser, was in die Fugen eingedrungen ist, verdunstet nicht. Wenn es kalt wird, sind Frostschäden unweigerlich die Folge.

Da bietet eine Schornsteinverkleidung schon einen guten Schutz. Rechtzeitig angebracht, erspart sie womöglich eine vollständige Sanierung des Schornsteins. Bevor der Hausbesitzer aber einer solchen Verkleidung näher tritt, sollte er prüfen, ob es nicht schon zu spät dafür ist und eine vollständige Schornsteinsanierung notwendig ist. Andernfalls treibt die Schornsteinverkleidung nur die Kosten in die Höhe.

Sorgfältige Planung unabdingbar

Der Schutz des Schornsteins ist aber nicht der einzige Grund für eine Verkleidung. Sie sollte auf jeden Fall auch zu einer ansehnlichen Optik führen. Daher ist bei der Planung auch zu berücksichtigen, dass sich die Verkleidung harmonisch in das Umfeld einpassen sollte. Ein wichtiger Bezugspunkt sind natürlich die Dachziegel. Orientieren kann man sich beispielsweise auch an der Ortgangverkleidung, wenn diese nicht aus Dachziegeln besteht. Der Ortgang ist der seitliche Abschluss der Dachfläche zum Giebel hin.

Schornsteinverkleidung: Gute Planung ist wichtig
Schornsteinverkleidung: Gute Planung ist wichtig

Sorgfalt ist bei der Planung aber auch in anderer Hinsicht notwendig. Zu berücksichtigen ist, ob es sich um einen ein- oder mehrzügigen Kamin handelt, die Höhe des Kamins und die Dachschrägen spielen ebenfalls eine Rolle. Über solche Dinge weiß natürlich ein Fachbetrieb am besten Bescheid. Wer damit liebäugelt, die Kaminverkleidung selbst zu bauen, der sollte wenigstens mit dem Schonsteinfeger sprechen, der nicht nur wertvolle Hinweise geben kann, sondern der am Ende mit dem Resultat auch einverstanden sein muss.

Entscheidend für die Optik ist natürlich das Material. Allerdings kann die Optik alleine bei der Materialauswahl nicht entscheidend sein, einige andere Faktoren sind schon noch zu berücksichtigen. Möglich sind ganz traditionelle Lösungen oder auch moderne Varianten. Gar nicht unüblich war es früher zum Beispiel, den gemauerten Kamin zu verputzen. Diese Variante wird heute zwar kaum noch angesprochen, geht aber. Nur darf dabei kein herkömmlicher Putz verwendet werden; es gibt spezielle Produkte.

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Dachziegel und Klinker

Die beiden anderen „klassischen“ Kaminverkleidungen sind Dachziegel und Klinker. Wer sich für Dachziegel entscheidet, hat die Möglichkeit, den Kamin dem Erscheinungsbild des Daches anzupassen. Auch bei einer Verklinkerung des Kamins können nicht gewöhnliche Steine verwendet werden, sondern man muss sich Kaminklinker besorgen.

Schornstein Verkleidung mit Dachziegel © Hermann, fotolia.com
Schornstein Verkleidung mit Dachziegel © Hermann, fotolia.com

Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie nicht direkt auf dem Kamin aufgebracht werden, sondern eine Hinterlüftung brauchen. Das verlangt zunächst eine Lattenkonstruktion rund um den Kamin. Auf diese werden Holzplatten aufgebracht, beispielsweise wasserfeste OSB-Platten. Ein zusätzlicher Schutz durch Bitumenbahnen oder wenigstens Dachpappe wird auch empfohlen. An diesen Durch diese hindurch an der Holplatte werden dann die Dachziegel befestigt.

Die Hinterlüftung bewirkt, dass sich zwischen Kamin und Verkleidung keine Nässe sammelt, die im Laufe der Zeit die Bausubstanz des Kamins schädigt. Natürlich muss der Zwischenraum zwischen Kamin und Verkleidung durch eine Abdeckung vor Regen geschützt werden. Vorgefertigte, so genannte Stülpverkleidungen, die einfach über den Kamin gestülpt werden, integrieren eine solche Abdeckung bereits. Eine Unterkonstruktion wird allerdings auch für diese Varianten gebraucht; zwar keine Holzplatten, aber dich die Dachlatten.

Eher Einfach – Stülpverkleidungen

Ein großer Vorteil der Stülpverkleidungen ist, dass sie ohne großen Aufwand demontiert werden können, etwa um den Zustand des Kamins zu überprüfen oder um Arbeiten am Dach vorzunehmen. Aber Stülpverkleidungen müssen genau geplant werden; nachträgliche Korrekturen auf der Baustelle sind nicht möglich. Vor allem muss die Dachneigung genau stimmen. Zu den Vorteilen der Stülpverkleidungen gehört, dass sie schnell montiert werden können, also beispielsweise auch im Winter.

Schornstein mit Zinkblech Verkleidung © Hermann, fotolia.com
Schornstein mit Zinkblech Verkleidung © Hermann, fotolia.com

Stülpverkleidungen bestehen zumeist aus Metall. In Frage kommen Edelstahl, Kupfer und Zink, das ist vor allem eine Frage des Geschmacks. Zu beachten ist aber, dass eine Kupferverkleidung nicht montiert werden kann, wenn die Dachrinnen darunter aus Zink bestehen. Denn Kupfer und Zink reagieren chemisch miteinander, die Dachrinnen würden durch das herablaufende Regenwasser schnell zerstört. Zum Zink lässt sich noch sagen, dass es ihn glatt und in vorbewitterter Ausführung gibt.

Nicht für jeden Kamin halten die Hersteller allerdings fertige Stülpköpfe bereit, es sind unzählige Ausnahmen vor allem bei den Abmessungen vorstellbar. Auf eine Metallverkleidung muss man trotzdem nicht verzichten; Spengler und Metallbauer können die richtigen Ansprechpartner sein. Manche Anbieter bauen auch individuell nach den Angaben der Kunden. Wer selbst Hand anlegen möchte, kann sich auch die notwendigen Metallplatten besorgen, sollte aber wegen der richtigen Dimensionierung unbedingt Rücksprache mit dem Schornsteinfeger nehmen.

Kunststoff als Alternative

Eine Alternative zum Metall sind bestimmte Kunststoffe, beispielsweise das Material Haero, das auf Fiberglas basiert. Die Anbieter werben damit, dass das Material langlebig sei und nicht verrotte, auch resistent sei gegen aggressive Stoffe. Auch solche Verkleidungen werden als Stülpverkleidungen angeboten, ebenfalls auch individuell angefertigt. Ein Vorteil ist, dass keine besondere Unterkonstruktion notwendig ist, sondern dass die Verkleidung mit Abstandshaltern justiert wird. Etwas preiswerter als Metall sind sie auch, aber der eine oder andere wird, trotz Schieferoptik, geschmackliche Vorbehalte gegen den Kunststoff eben als sehr künstlicher Substanz haben.

Schornstein mit Verkleidung aus Kunsstoffschindeln © Hermann, fotolia.com
Schornstein mit Verkleidung aus Kunsstoffschindeln © Hermann, fotolia.com

Da ist Schiefer als ganz natürliches Material eine Alternative. Vor allem für Naturschiefer muss man etwas mehr ausgeben, Kunstschiefer ist schon wieder günstiger, sieht aber nicht so natürlich aus. Naturschiefer ist für den Heimwerker eigentlich nicht zu bearbeiten, das Zuschneiden verlangt eine Menge Erfahrung. Selbermacher sollten sich daher eher für die künstliche Variante entscheiden. Von der Verarbeitung her und von den Eigenschaften sind Faserzementplatten dem Kunstschiefer ähnlich, haben aber eine andere Optik. Bekannt geworden sind sie unter dem Handelsnamen Eternit und hatten früher einen schlechten Ruf wegen des Asbestgehaltes, was aber längst der Vergangenheit angehört.

Nur bedingt für Heimwerker geeignet

Diese Platten sind jedenfalls auch für Selbermacher geeignet. Allerdings muss man allen, die dieses Projekt selbst realisieren wollen, einige Fakten ans Herz legen. Schwindelfrei und höhensicher muss man auf jeden Fall sein, wenn man sich auf ein Hausdach begeben möchte. Schutzeinrichtungen gegen Absturz, aber auch gegen herunterfallendes Material sind ebenfalls Pflicht. So etwas kann teuer werden, da ist es möglicherweise günstiger, doch einen Handwerker zu beauftragen. Dazu kommt, dass man für die Bearbeitung von Materialien wie Schiefer und Faserzementplatten spezielle Werkzeuge benötigt.

Wer es trotzdem versuchen möchte, sei auf einige typische Fehler hingewiesen, die er auf jeden Fall vermeiden sollte. Holzplatten in der Unterkonstruktion sollten so gut befestigt werden, dass sie nicht bei stärkerem Wind ins Vibrieren kommen. Die dabei entstehenden Geräusche wären eventuell noch das geringste Problem. Beim Bau der Unterkonstruktion sollte nie in den Mörtel gebohrt werden, sondern immer in die Steine. Kamine, die aus Fertigteilen bestehen, dürfen gar nicht angebohrt werden. Und wenn obere Steinreihen des Kamins lose oder beschädigt sind, ist es keine ausreichende Lösung, diese nur abzubauen – ein verkürzter Kamin funktioniert möglicherweise nicht mehr richtig.

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