Innentüren einbauen

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Innentüren einbauen: Wer sorgfältig arbeitet, kriegt das hin

Eine Innentür einbauen – soll man das nicht besser die Profis machen lassen? Denn wenn man es selbst macht und dann die Tür nicht ordentlich schließt, ist das nicht ein großer Ärger? Und braucht man dazu nicht spezielle Werkzeuge?

Innentueren neu einbauen © Matthias Bühner, fotolia.com
Innentueren neu einbauen © Matthias Bühner, fotolia.com

Um die letzte Frage zuerst zu beantworten: Es gibt spezielle Werkzeuge, die hilfreich sind, aber es geht auch ohne. Es kommt darauf an, die richtigen Kniffe zu kennen und wirklich sehr genau zu arbeiten. Generell gilt: Wer schon einmal einen Schrank aus dem Möbelhaus aufgebaut hat, der kann auch eine Innentür einbauen.

Planung ist (fast) die halbe Miete

Dabei ist die richtige Planung schon ein großer Schritt. Das bedeutet vor allem, sich zu überlegen, wohin der Griff kommt und wohin der Anschlag. Und das bedeutet, die Türöffnung genau zu vermessen. Am besten an mehreren Stellen, denn bei Höhe und Tiefe kann es auf die kleinsten Werte ankommen, bei der Wandstärke auf die größte Dicke. Geht man mit diesen Zahlen in den Baumarkt, bekommt man die richtigen Teile.

Innentüre einbauen
Innentüre einbauen

Vor dem Vermessen sollte man sich die Wandöffnung genau anschauen, zu große Rück- und Vorsprünge sind nachteilig. Wenn nötig müssen Vorsprünge mit Hammer und Meißel beseitigt werden, größere Löcher füllt man mit Mörtel aus.

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Natürlich überzeugt man sich vor dem Einbau, ob alle Teile vorhanden sind. Dann baut man zuerst die Zarge zusammen, auf einem absolut ebenen und sauberen Untergrund. Die drei Teile werden dann miteinander befestigt. Es gibt verschiedene Systeme, oft wird geklebt, geklammert und verschraubt. Wichtig ist, von Anfang an darauf zu achten, dass die Zargenteile bündig aneinander liegen und sich keine Versprünge bilden. Dies muss immer wieder nachkontrolliert werden.

Auf welche Art die Zargenteile miteinander verbinden werden, ergibt sich aus der Bauanleitung. Bei Verschraubungen sollte nicht mit dem Akku-Schrauber gearbeitet werden, da dessen Kraft die Zargenoberfläche beschädigen kann. Oft werden Flachdübel, sogenannte Lamellos eingeklebt. Dafür kann man Holzleim verwenden, ersatzweise geht, wenn gerade zur Hand, auch Montagekleber.

Immer wieder kontrollieren

In der Regel ist die Türöffnung etwas größer als die Zarge. Daher werden rechts und links an drei Stellen Ausgleichshölzer – sie werden auch aus Kunststoff angeboten – so eingeklebt, dass dazwischen genau der richtige Abstand entsteht, in den die Zarge genau passt. Zu achten ist darauf, dass auf beiden Seiten die Abschlüsse der Ausgleichshölzer in einer geraden und genau senkrechten Linie liegen. Dafür nutzt man eine Wasserwaage, und wenn man keine in der richtigen Länge hat, ein Kantholz oder etwas Ähnliches, das lang genug ist. An dieses legt man die Wasserwaage an.

Tür installieren © Kadmy, fotolia.com
Tür installieren © Kadmy, fotolia.com

Dann stellt man die Zarge in die Tür. Sie sollte vorher gründlich gereinigt werden, damit nicht irgendwelche Krümel Probleme machen. Am Boden sollte man drei Millimeter Luft lassen, am besten legt man auch dort Ausgleichsklötzchen unter. Bei Teppichböden sind diese drei Millimeter nicht unbedingt notwendig. Beim Hochheben der Zarge unbedingt darauf achten, dass man die unteren Enden nicht zusammendrückt, sonst gehen die Verbindungen an den Ecken wieder auseinander. Dann fixiert man die Tür mit sogenannten Drehspreizen. Das ist ein Spezialwerkzeug, das nicht jeder hat. Behelfen kann man sich mit drei Latten, die genau auf die benötigte Länge eingestellt werden, also auf den Abstand der beiden langen Zargenteile. Wieder kontrolliert man senkrechte und waagerechte Ausrichtungen.

Befestigung mit Schraubzwingen  © Jürgen Fälchle, fotolia.com
Befestigung mit Schraubzwingen © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Es gibt auch eine zweite Methode des Türeinbaus, bei der auf die Ausgleichshölzer verzichtet wird. Dabei stellt man die Zarge in die Maueröffnung und fixiert sie mit Keilen. Der Nachteil ist, dass man nicht gleichzeitig alle Keile einschieben und festklemmen kann, bei jeder Nachbesserung besteht die Gefahr, dass andere Keile herausfallen. Anfänger kommen mit den Ausgleichshölzchen sicher besser zurecht.

Schraubzwinge zum Türrahmen fixieren  © Jürgen Fälchle, fotolia.com
Schraubzwinge zum Türrahmen fixieren © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Auf jeden Fall werden anschließend die sogenannten Bänder eingeschoben und mit dem Inbusschlüssel befestigt. Aus optischen und technischen Gründen ist auf gleiche Abstände zu achten. An diesen Bändern wird dann nämlich die Tür eingehängt, um zu prüfen, ob sie sich ordnungsgemäß schließen und öffnen lässt. Wenn nicht, stimmt einer der Abstände nicht, dann sollte die Zarge herausgenommen und alles noch einmal überprüft werden. Vor dem Einhängend der Tür ist der Schlüssel abzunehmen.

Innentür einbauen: Die Zarge muss richtig sitzen
Innentür einbauen: Die Zarge muss richtig sitzen

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Wichtig ist das richtige Material

Wenn die Tür gut funktioniert, wird das Türblatt wieder abgenommen, und es kann der Zwischenraum zwischen Zarge und Wand ausgeschäumt werden. Dazu muss spezieller Zargenschaum verwendet werden, Bau- oder Fensterschaum ist nicht fest genug. Vor dem Ausschäumen klebt man die angrenzenden Türflächen ab, um sie nicht mit Schaum zu verschmutzen. Am besten schützt man auch den Boden. Geschäumt wird nur auf Höhe der Spreizen, die ja immer noch montiert sind. Schäumt man zu weit weg davon, kann dies die Zarge verformen. Nach dem ersten Aushärten des Schaums werden die Spreizen oder die angesprochenen Latten entfernt, die drei Teile der Blende der Zarge zusammengebaut und eingeleimt. Außerdem nimmt man die Ausgleichshölzchen unter der Zarge heraus, der Zwischenraum kann mit Silikon oder Acryl verschlossen werden.

Türzarge ausschäumen © Jürgen Fälchle, fotolia.com
Türzarge ausschäumen © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Es folgen Griff und Schließmechanismus. In der Verpackung ist eine Bohrschablone, die unbedingt verwendet werden sollte. Wenn die Löcher nicht genau an der richtigen Stelle sind, kann es erhebliche Probleme geben. Außerdem sollte man unbedingt von beiden Seiten bohren, damit nicht ein komplett durchgehender Bohrer dien rückwärtige Oberfläche ausplatzen lässt. Die Schrauben für die Unterrosetten sollten nicht zu fest angezogen werden, da sich diese Teile sonst verformen. Am besten arbeitet man mit dem Handschraubendreher, nicht mit einem Akku-Schrauber. Wenn die Rosetten genau sitzen, ist das Befestigen der restlichen Teile ein Kinderspiel.

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