Innentüren renovieren oder austauschen

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Einen Sack vor die Tür zu hängen, das wird nicht die Lösung sein, wenn die Innentüren nicht mehr gefallen oder kaputt sind. Also stehen Sie vor der Frage, die vorhandenen Türen zu renovieren oder durch neue zu ersetzen. Das ist Geschmacksache, aber nicht nur. Hier kommt ein Überblick über alles, was bei dieser Entscheidung bedacht werden muss.

Alte Innentüren © brudertack69, stock.adobe.com
Alte Innentüren entsorgen und neue Türen kaufen oder lieber die alten Türen aufbereiten © brudertack69, stock.adobe.com

Die Optik ist immer ein Faktor

Natürlich ist die Optik ein Faktor. Kauft man eine neue Tür, hat man bei Material und Gestaltung die größere Auswahl. Das Angebot ist unübersehbar breit, jeder wird etwas für seinen Geschmack finden. Aber eine neue Tür ist eine neue Tür, und sie sieht auch neu aus. Zum Charme eines Altbaus aber gehören auch die alten Türen, neue Türen können sogar stören. Das kann dafür sprechen, alte Türen aufzuarbeiten.

Innentüren © schulzfoto, fotolia.com
Unübersehbar groß ist die Auswahl, wenn man eine neue Innentüre kaufen möchte © schulzfoto, fotolia.com

Woran viele zunächst gar nicht denken, ist die Schutzfunktion von Türen. Die Türen bieten Schallschutz, und wenn es brennt, verzögern sie die Ausbreitung des Feuers. Grenzt ein zumeist geheizter Raum an ein kaum geheiztes Zimmer, kann es auch darauf ankommen, dass nicht zu viel Wärme durch die Tür verloren geht. In anderen Fällen wiederum kann es wichtig sein, durch eine abschließbare Tür den Einbrechern das Handwerk zu erschweren.

Wie wichtig diese Aspekte sind, ist von Haus zu Haus, von Tür zu Tür verschieden. Fest steht, dass neue Türen diese Anforderungen in der Regel besser erfüllen als ältere. Aber eine Tür, die ohnehin meistens offen steht, spielt für den Brand-, Schall- und Einbruchsschutz ohnehin keine Rolle.

Die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, stellt sich letztlich bei jedem Sanierungs- oder Renovierungsprojekt. Die Antwort kann man nur geben, wenn man den Aufwand kennt. Und der kann extrem unterschiedlich ausfallen.

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Auf den Aufwand kommt es an

Die neue Tür macht den geringsten Aufwand, wenn man ein passendes Türblatt beim Baumarkt findet. Dann hängt man die alte Tür aus und die neue Tür ein – fertig. Seit Mitte der 90er Jahre sind die Türgrößen genormt, das erhöht die Chancen, bei der Suche fündig zu werden. Achten muss man dabei aber nicht nur auf Höhe und Breite der Tür, sondern auch auf die richtige Position der Angeln – und darauf, dass die neue Tür zur richtigen Seite aufgeht.

Findet man keine passende Tür, kann man eine solche nach Maß anfertigen lassen – entweder vom Schreiner, aber es gibt auch industrielle Hersteller, die das machen. Die Preise sind sehr unterschiedlich, bewegen sich im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte sich auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag geben lassen.

Die Zarge macht Arbeit

Mehr Aufwand wird es auf jeden Fall, wenn man nicht nur das Türblatt, sondern auch die Zarge austauscht. Das kann notwendig sein, weil das neue Türblatt optisch oder der Größe nach nicht in die alte Zarge passt. Eine Möglichkeit ist in dem Fall auch, die Maueröffnung so zu verändern, dass eine Tür aus dem Handel passt. Gelegentlich geht es da nur um wenige Zentimeter.

Natürlich ist ein Komplettaustausch von Tür einschließlich Zarge teurer. Eine einfache Zarge zu einer einfachen Zimmertür kostet rund 100 Euro, insgesamt ist man dann mit 200 Euro dabei – wenn man selbst einbaut. Das ist nicht ganz einfach, aber wenn man handwerklich ein wenig geschickt ist und sich informiert, wie es geht, ist es in drei Stunden zu schaffen.

Türzarge ausschäumen © Jürgen Fälchle, fotolia.com
Innentür einbauen – das ist kein Problem, wenn man weiß, wie es geht © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Profis sind natürlich schneller. Die teuerste Lösung überhaupt ist es, sich Zarge und Tür individuell anfertigen und auch vom Fachmann einbauen zu lassen. Jeder, der auch nur ein wenig auf die Finanzen achten möchte, lässt sich einen Kostenvoranschlag machen. Am besten mehrere, damit man vergleichen kann.

Neuanstrich: Nicht unterschätzen!

Was den reinen Arbeitsaufwand betrifft, so kann man davon ausgehen, dass der bei der Renovierung einer vorhandenen Tür größer ist als beim Austausch. Selten ist es mit einem Anstrich getan, oft muss zumindest der alte Anstrich entfernt werden. Häufig müssen auch Risse und andere Schäden verspachtelt werden. Ohne eine Grundierung kommt man zumeist auch nicht aus. Immer müssen vor dem Streichen die Beschläge ab- und am Ende dieser angeschraubt werden. Vor allem wenn es sich um eine Kassettentür mit vielen Rillen und Kanten handelt, ist das alles richtig viel Arbeit. Beauftragt man damit einen Handwerker, kommt man auch ganz schnell im dreistelligen Bereich an.

Innentür lackieren © Heiko Küverling, stock.adobe.com
Nicht zu unterschätzen ist der Aufwand beim Neuanstrich von Türen © Heiko Küverling, stock.adobe.com

Alle in allem muss man feststellen, dass man bei einem Neuanstrich nur etwas sparen kann, wenn man diese Arbeiten selbst ausführt. Beauftragt man einen Handwerker damit, ist der Kostenvorteil schnell dahin. Das gilt übrigens auch, wenn man die Renovierung nicht in Form eines Neuanstrichs ausführt, sondern die alte Tür mit Folie beklebt. Für Selbermacher ist das Bekleben natürlich eine Möglichkeit, mit recht geringem Aufwand und sehr überschaubaren Kosten zu einer Tür mit einer neuen Optik zu kommen. Geschmacksache ist es natürlich auch – nur Holz sieht auf die Dauer aus wie Holz.

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