Verzogene Türen reparieren

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Probleme mit der Tür – verzogen ist nicht gleich verzogen

Die Tür ist verzogen – dieser Spruch kommt schnell, wenn das Türblatt nicht mehr richtig in den Rahmen passt. Dabei muss sich am Türblatt selbst nicht unbedingt etwas geändert haben. Es gibt die verschiedensten Ursachen für solche Probleme – und demnach auch verschiedene Lösungen. Hier kommt ein Überblick.

Holztuer mit Glaseinsatz © Matthias Bühner, stock.adobe.com
Eine Tür muss richtig schließen. Sonst erfüllt sie ihren Zweck nicht © Matthias Bühner, stock.adobe.com

Vorkommen kann es, dass die Tür plötzlich am Boden schleift. Hier muss man schnell aktiv werden, denn die Tür kann, je nach Bodenbelag, Schäden hervorrufen, die man nicht mehr los wird. Die Gründe können unterschiedlich sein – zum Beispiel war die Tür lange nicht in der Angel bis nach unten gedrückt und hat sich erst im Laufe der Monate gesenkt. Oder der Fußbodenbelag, zum Beispiel aus Holz, hat sich durch die Luftfeuchtigkeit gehoben oder ausgedehnt.

Der Trick mit den Unterlegscheiben

Die einfachste Möglichkeit ist, in die Angeln noch Unterlegscheiben einzulegen, so dass die Tür etwas höher hängt. Dabei muss man beachten, dass man sich die passenden Unterlegscheiben besorgt – das muss groß genug sein, dass es auf die Angel passt; der Außendurchmesser der Scheiben muss so klein, dass er nicht am Rahmen schleift. Aber im gut sortierten Baumarkt gibt es diese Scheibe.

Zimmertür einstellen: Schiefe Türen egalisieren
Zimmertür einstellen: Schiefe Türen egalisieren
Zimmertür einstellen: Schleifen der Tür beheben
Zimmertür einstellen: Schleifen der Tür beheben
Zimmertüren anheben
Zimmertüren anheben
Zimmertür einstellen: Klemmen der Tür abstellen
Zimmertür einstellen: Klemmen der Tür abstellen

Freilich funktioniert dies auch nur, wenn das Türblatt auch noch in den Rahmen passt, wenn es etwas angehoben wird. Gibt es dafür keinen Platz, führt kein Weg daran vorbei, an der Tür unten ein paar Millimeter abzusägen. Dazu sollte man unbedingt eine Handkreissäge mit Führungsschiene verwenden, sonst wird der Schnitt nicht gerade. Und das fällt auf.

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Alles eine Frage der Einstellung(en)

Ein anderes Problem ist, dass die Tür an zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken Spalten frei lässt. Wenn man Glück hat und es sich um eine neuere Tür handelt, kann man die Aufhängung des Türblattes an den Angeln mit Hilfe eines Inbusschlüssels korrigieren. Meistens kommt man an die Abdeckung der entsprechenden Löcher leicht heran, und dann muss man an den Inbusschrauben so lange drehen, bis die Tür passt. Richtung und Zahl der Umdrehungen ermittelt man durch ausprobieren.

Wenn das nicht klappt, wird es schwierig. Häufig besteht das Problem dann darin, dass die Zarge nicht gerade eingebaut ist. Das lässt sich mit Wasserwage prüfen. Die Zarge kann sich auch durch Bewegungen der Bausubstanz – zum Beispiel im Fachwerkbau kommt das vor – verzogen haben. Dann führt am Einbau einer neuen Zarge – oder am erneuten Einbau der vorhandenen – eigentlich kein Weg vorbei. Über Ein- und Ausbau von Zargen informiert man sich an geeigneter Stelle genau – dafür ist hier kein Platz. Auf jeden Fall muss man sehr vorsichtig vorgehen, um die Zarge nicht zu beschädigen.

Tür installieren © Kadmy, fotolia.com
Die Wasserwaage bringt es an den Tag – wenn die Zargen nicht senkrecht sind, wird es schwierig. © Kadmy, fotolia.com

Viele ältere Zargen sind nicht dafür vorgesehen, aus- und wieder eingebaut zu werden. Dann muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, eine neue Zarge zu kaufen, womöglich auch eine neue Tür. Denn ältere Türen passen nicht immer in neue Zargen. Handelt es sich um eine besonders erhaltenswerte Tür, kann man sich vom Schreiner eine Zarge auf Maß anfertigen lassen. Das ist aber teuer. Oder macht es selbst, das ist eine anspruchsvolle handwerkliche Aufgabe.

Kann klappen: Die Tür gerade biegen

Wenn die Tür nicht mehr richtig schließt, dann es auch daran liegen, dass das Türblatt keine gerade Fläche mehr ist, sondern sich verbogen hat. Das erkennt man daran, dass das Türblatt an mindestens einer Stelle von der Zarge absteht. In dem Fall kann man versuchen, das Blatt mit Schraubzwingen an möglichst viele Stellen auf einem wirklich geraden Tisch zu befestigen. Am besten legt man Kanthölzer zwischen Schraubzwingen und Türblatt – so wird der Druck gleichmäßiger verteilt und das Blatt nicht beschädigt.

Das Blatt lässt man dann mindestens 24 Stunden auf den Tisch gespannt – je länger, je größer ist die Erfolgschance. Ob es tatsächlich klappt, hängt auch vom Ausmaß des Schadens und von der Art des Holzes ab. Womöglich ist es sinnvoll, die ganze Operation mehrfach durchzuführen. Bei Kunststofftüren wird man nur ausnahmsweise zum Ziel kommen, Glastüren arf man so natürlich nicht behandeln. Sie überstehen die Prozedur nicht.

Hände weg von Außentüren

Haustür Einbau © W-Production, stock.adobe.com
Hände weg von den Außentüren – sie sind ein Fall für den Fachmann © W-Production, stock.adobe.com

Wohlgemerkt – die Rede ist hier von Innentüren. Bei Außentüren ist Vorsicht geboten – es muss sichergestellt sein, dass nicht die Zugluft ins Haus kommt und die Heizkosten in die Höhe treibt. Die gleiche Warnung ist für die Wohnungstüren auszusprechen – dabei geht es auch daran, dass diese aus Brandschutzgründen rauchdicht sein müssen. Guten Gewissens kann man bei Problemen mit Wohnungs- und Haustüren nur empfehlen, sich an einen Fachbetrieb zu wenden.

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