Türen richtig planen – Normen und Maaße

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Türen richtig planen – auf die Maße kommt es an

Dass Baunormen – zumindest oft – ihren Sinn haben, das kann man am Beispiel der Türen besonders einfach erkennen. Wer beim Rohbau ein Normmaß für die Öffnungen einplant und realisiert, in die später Türen kommen, der kann sicher sein, auch passende Türen zu finden. Das klappt nicht immer reibungslos, bei wenig gängigen Maßen kann es Lieferzeiten geben. Aber es werden auf jeden Fall passende Türen angeboten.

Innentueren neu einbauen © Matthias Bühner, fotolia.com
Innentueren neu einbauen © Matthias Bühner, fotolia.com

Normmaße einhalten

Wie wichtig das ist, das weiß jeder, der ein besonders altes Haus hat, das in einer Zeit gebaut wurde, in der es diese Normen noch nicht gab. Da ist dann bei einer Erneuerung etwa der Haustür die Maßanfertigung vom Schreiner gelegentlich der einzige Ausweg. Qualitativ ist man damit bestens bedient, aber am Ende gibt man leicht das Vierfache aus wie für eine Tür von der Stange.

Din Norm2 © blende11.photo, fotolia.com
Wer die DIN-Normen einhält findet sicher eine Tür von der Stange © blende11.photo, fotolia.com

Deshalb sind die Normmaße unbedingt einzuhalten. Und selbst wenn es nur um den Einbau einer Toilette im Keller geht – eine Tür wird auch dafür gebraucht. Passen soll sie ebenfalls. Dabei sollte man sich bei der Planung nicht von einer Vielzahl von Begriffen verwirren lassen, die von Planern und Herstellern verwendet werden und die sich keineswegs von selbst erklären.

Vorab noch ein Hinweis zu den „krummen“ Zahlen, mit denen man es auch bei den Türen zu tun bekommt. Dies beruht auf dem oktametrischen Maßsystem, das mit einem Grundmodul von 12,5 Zentimetern (einem Achtelmeter) arbeitet. Verschiedene Bauteile am Bau werden mit diesem Maß oder geradzahligen Vielfachen aufeinander abgestimmt. Man spricht dann von Baurichtmaßen. Daneben gibt es das so genannte Nennmaß, das im Standardmauerwerk die Fugen berücksichtigt und daher auch bei den Türöffnungen berücksichtigt werden muss.

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Zur schnellen Orientierung: Die wichtigsten Maße für einflügelige Türen mit Falz

Durchgangsbreite und Durchgangshöhe

(Breite mal Höhe in mm)

Mindestmaueröffnung

(Breite x Höhe in mm)

DIN-Maueröffnung

(Breite mal Höhe in mm)

Nenngröße Türblatt

(Breite mal Höhe in mm)

563 x 1966 625 x 2000 635 x 2005 610 x 1985
563 x 2091 625 x 2125 635 x 2130 610 x 2110
688 x 1966 750 x 2000 760 x 2005 735 x 1985
688 x 2091 750 x 2125 760 x 2130 735 x 2110
813 x 1966 875 x 2000 885 x 2005 860 x 1985
813 x 2091 875 x 2125 885 x 2130 860 x 2110
938 x 1966 1000 x 2000 1010 x 2005 985 x 1985
938 x 2091 1000 x 2125 1010 x 2130 985 x 2110

Durchgangsbreite ist maßgeblich

Bei der Planung interessiert den Bauherren natürlich vor allem die tatsächliche Breite, die für den Gang durch die Tür zur Verfügung steht. Das ist das Zargendurchgangsmaß, gängig sind die Breiten 688, 813 und 938 Millimeter. Auch 563 Millimeter ist ein Standardmaß, das aber so selten genutzt wird, dass es hier fortan unberücksichtigt bleiben soll. Die Zahlen sind in der Tabelle aber enthalten. Bei den Höhen sind 1966 und 2091 Millimeter gängige Größen.

Das Problem ist nun, dass die Türen nicht nach diesen Maßen verkauft werden. Es gibt vielmehr sogenannte Nenngrößen, die zum Beispiel auf den Verpackungen angegeben werden. Auch bestellt wird nach Nenngrößen. Diese sind größer als das Durchgangsmaß, denn angegeben werden die Ausmaße des Türblattes, also des beweglichen Teils der Tür, und zwar einschließlich des Falzes – das ist der Rand, der mit der Zarge überlappt und die Tür dicht hält. Angeboten werden zu den oben angegeben drei Zargendurchgangsmaßen die Breiten 735, 860 und 985 Millimeter, die Höhen sind 1985 und 2110 Millimeter.

Neue Tür installieren © Kadmy, fotolia.com
Neue Tür einbauen © Kadmy, fotolia.com

Dazu ein Hinweis zur Planung: Schmalere Türbreiten, es werden auch Nennmaße von 610 Millimetern angeboten, gelten heute als unkomfortabel und sollten möglichst vermieden werden. Bei der Türhöhe reichen die 1985 Millimeter zwar meistens aus, die wenigsten Menschen werden größer als zwei Meter. Aber gefühlsmäßig komfortabel ist es, wenn ein gewisser Abstand zwischen Kopf und Zarge besteht. Wenn die Raumhöhe es zulässt, empfiehlt sich daher heute, die größere Höhe einzuplanen. Sicherheitshalber sollte man sich aber frühzeitig erkundigen, ob die gewünschten Türen in dieser Länge auch erhältlich sind.

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Mit den Türöffnungen geht es los

Bei der Planung und Ausführung des Rohbaus kommt es natürlich darauf an, bei den Türöffnungen die richtigen Größen zu wählen. Diese sind nach DIN18100 geregelt. Wer zum Beispiel für die öffentliche Hand baut, ist unbedingt gehalten, dies zu berücksichtigen. Bei einer Durchgangsbreite von 688 Millimeter und einer Nenngröße von 735 Millimeter beträgt das Wandöffnungsbreite nach DIN 760 Millimeter. Die Durchgangsbreite von 813 Millimeter verlangt eine Tür der Nenngröße 860 Millimeter und eine Wandöffnungsbreite von 885 Millimeter. Wer eine Durchgangsbreite von 938 Millimeter möchte, der kauft eine Tür der Nenngröße 985 Millimeter und baut eine 1010 Millimeter breite Wandöffnung.

Dabei kann man, etwa bei einer Altbausanierung, diese Maueröffnungsbreiten oft nicht genau einzuhalten. 10 Millimeter darf man unter den eben angegebenen Werten bleiben. In der Höhe können notfalls fünf Millimeter abgezogen werden. Lassen die örtlichen Verhältnisse diesen Wert nicht zu, muss eine kleinere Tür gewählt werden. Dann stellt sich wieder die Frage, ob man das nächstkleinere Standardmaß wählt, oder ob man eine passgenaue Lösung möchte und die notwendige Sonderanfertigung bezahlt. Für Türen mit Holzzargen kann eine gegenüber den angegebenen Werten um 10 Millimeter erhöhte optimale Breite gebaut werden.

Zu bedenken bei der Planung ist noch, dass alle Zargen eine Blende haben, als eine parallel zum Türblatt verlaufende Abdeckung der Zarge auf der Wand. Das ist wichtig, denn oft werden neben der Tür Lichtschalter oder Steckdosen vorgesehen, die diesen Abstand einhalten müssen. Bei Türen nahe einer Ecke des Raumes ist oft nicht ausreichend Platz für diese Blende – gegebenenfalls muss diese dann von Hand abgesägt werden.

Generell gilt, dass die Türzargen nie genau in die Maueröffnungen passen, beim Einbau wird ohnehin Spielraum für die genaue Ausrichtung gebraucht. Die Passgenauigkeit wird mit Keilen oder Holzklötzen hergestellt, die Zargen werden mit Zargenschaum fixiert. Bei den Wandstärken wiederum gilt, dass die angebotenen Zargen ein gewisses Spektrum abdecken und man daher flexibel ist. Dies wird dadurch möglich, dass Zarge und Zargenabdeckung ein Stück ineinandergeschoben werden. Beim Kauf der Zargen ist unbedingt auf die richtige Wandstärke zu achten, gemessen wird diese an der dicksten Stelle.

Beim Messen den Fußboden nicht vergessen

Bei den Höhen sind zwei Standardmaße verfügbar. Die Durchgangshöhe von 1966 Millimeter verlangt eine Wandöffnung von mindestens 2000 Millimeter, besser 2005 Millimeter. Das Türblatt ist dann 1985 Millimeter hoch. Bei einer Durchgangshöhe von 2091 Millimetern wird eine Wandöffnung von 2130 Millimeter nach DIN gebraucht, das Türblatt ist dann 2110 Millimeter hoch. Wichtig beim Ausmessen ist, von der Oberfläche des fertigen Fußbodens aus zu messen – sonst muss die Kreissäge in Aktion treten und die Tür gekürzt werden.

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