Fassaden-Sonderformen

Teilen:

Einige Fassaden-Sonderformen sind auch für den privaten Hausbau interessant, darunter insbesondere das Fachwerkhaus sowie die Grünfassade und innovative Energie-Fassaden.

Fachwerk-Fassade

Das Fachwerkhaus gilt als der Vorgänger des modernen Holzrahmenbaus: Ausfachungen zwischen der tragenden Holzkonstruktion werden mit anderem Material gefüllt – sei es Lehm, Klinker oder verputzter Ziegel.

Fachwerkhaus unter Denkmalschutz © Bauherren-Schutzbund e.V.
Fachwerkhaus unter Denkmalschutz © Bauherren-Schutzbund e.V.

Im Neubau spielt dieser Fassadenaufbau aufgrund der schlechten Wärmedämmwerte kaum noch eine Rolle, viele Fachwerkhausbesitzer müssen sich hingegen mit Sanierungsfragen beschäftigen. Ausführliche Informationen zur Instandsetzung und nachträglichen Wärmedämmung von Fachwerkhaus-Fassaden haben wir hier zusammengestellt.

bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Günstige Angebote

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos
Tipp: Günstigste regionale Handwerker und Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und bis zu 30% sparen. Jetzt unverbindlich anfragen

Grünfassade

Nicht nur die Dachbegrünung, sondern auch die vertikale Fassadenbegrünung bietet großes Potenzial zur ästhetischen und ökologischen Verbesserung des Wohnumfelds. Insbesondere in dicht besiedelten Städten kann das Stadtbild durch mehr Grün deutlich aufgewertet werden.

Altbau mit begrünter Fassade © Tiberius Gracchus, fotolia.com
Altbau mit begrünter Fassade © Tiberius Gracchus, fotolia.com

Argumente für Grünfassaden:

  • Bindung CO2 und Produktion von Sauerstoff
  • Bindung von Staub und Schmutzpartikeln (Verminderung von Smog)
  • Bessere Luftbefeuchtung
  • Weniger Angriffsfläche für Graffiti
  • Minderung der Schallreflexion
  • Wohlfühlaspekt

Grundsätzliche lassen sich zwei Arten der vertikalen Begrünung unterscheiden:

Bodengebundene Begrünungssysteme sind die traditionelle Art der Begrünung, sprich mit Bodenanschluss oder ebenerdigen Pflanzgefäßen. Die Bepflanzung ist auf Kletterpflanzen beschränkt, die rankend oder schlingend an Kletterhilfen und Spalieren emporranken.

Tipp: Vor dem Anbringen der Kletterelemente unbedingt die Fassade kontrollieren! Der Putz muss intakt sein und darf keine Risse aufweisen, denn die Zuglast durch die Begrünung und der zusätzliche Windsog ist nicht zu unterschätzen. Besondere Vorsicht ist beim Einsatz von WDVS geboten, um die Außendämmung nicht zu beschädigen.


Fassadengebundene Begrünungssysteme
wie Vertigreen oder Optigrün sind an der Fassade befestigt, d.h. die Fassade selbst wird zur Vegetationsfläche, es ist kein Bodenanschluss nötig. Hier können zahlreiche Stauden und Gehölze verwendet werden, die nicht klassischerweise zu den Kletterpflanzen zählen. Die Versorgung mit Wasser oder Nährstoffen ist allerdings schwieriger sicherzustellen, die Pflege ist aufwändiger.

Checkliste für die Planung von Fassadenbegrünungen

  • Wandbeschaffenheit für Zuglast und Windsog
  • Ausrichtung (Sonne / Schatten)
  • Geeignete Kletterhilfen bzw. Begrünungssystem
  • Geeignete Pflanzensorten in Abhängigkeit von Begrünungssystem und Standort
  • Sicherstellung der Wasserversorgung
  • Fassadenzugang für Pflege und Schnitt
  • Ggf. Erlaubnis des Vermieters

TIPP

Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von Handwerkern vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

Energie-Fassade

Energieoptimiertes Bauen rückt immer stärker in den Fokus von Planern und Bauherren. Das Dach als Gebäudebauteil zur Energieerzeugung ist längst auch in Privathäusern angekommen – es liegt also nahe, an innovativen Lösungen zu arbeiten, die künftig auch die Fassade für die Energiegewinnung nutzbar machen. Was heute noch als Zukunftsmusik anmutet, wird schon in wenigen Jahrzehnten Stand der Technik sein.

Solarthermie-Fassade © Wagner Solar
Solarthermie-Fassade © Wagner Solar

Unter anderem können bereits jetzt Photovoltaik-Module in Form von hinterlüfteten vorgehängten Fassaden in gängige Pfosten-Riegel-Systeme eingebaut werden – die sogenannte Solarfassade. Zwar erzielen Fassadenmodule durch ihre vertikale Stellung etwas geringere Erträge als Dachmodule, sind aber nichtsdestotrotz bei guter Planung zur Solarstromerzeugung geeignet – so können Photovoltaik-Elemente einer unverschatteten Südfassade durchaus bessere Werte erzielen als Dachflächen mit ungünstig orientierten Dachflächen. Große ungestörte Wandflächen eignen sich ebenso wie kleinteilige Module an Brüstungen, zwischen Fenstern oder an Wintergärten.

Eine sehr moderne Variante zur Energieerzeugung an Fassaden läuft derzeit in Pilotprojekten, unter anderem in Hamburg: der Algen-Bioreaktor – ein sogenanntes „Smart Material House“. Hinter doppelwandigen, wassergefüllten Fassadenpaneelen aus Glas werden Grünalgen gezüchtet, die sich bei Sonneneinstrahlung rasch vermehren. Diese Biomasse kann geerntet, getrocknet und zur Biogasgewinnung verwendet werden. Parallel entsteht beim Photosyntheseprozess Wärme, die über eine Brennstoffzelle für Heizung und Warmwasser genutzt wird. Das Abfallprodukt CO2 wird zurück in die Algenfassade geleitet und düngt die Biomasse – ein regenerativer Kreislauf.

Vorteil im Gegensatz zur Photovoltaik: Die Alge speichert die Sonnenenergie als Lebendspeicher in sich selbst, sprich die Energie kann dann genutzt werden, wenn sie benötigt wird.

bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Angebote vergleichen

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: