Steildach Überblick

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Das Steildach – Wetterschutz mit Wohlfühlwert

Solarthermie: Indach-Montage © Michael Böhm, stock.adobe.com
Steildach mit Solarthermie-Anlage © Michael Böhm, stock.adobe.com

Das Steildach kann mit Fug und Recht als eine der genialen Erfindungen der Menschheit bezeichnet werden. Allein durch die geschickte Nutzung physikalischer Grundgesetze bietet es zuverlässigen Schutz vor Wind und Witterung. Die schrägen Dachflächen führen Regenwasser durch ihr Gefälle zuverlässig ab, ohne dass für das Bauwerk schädliche Staunässe entstehen kann. Ebenso kann der Wind über die Schrägen hinwegfließen. Das Dach bietet daher bei Stürmen eine geringere Angriffsfläche als eine senkrechte Wand.

Genutzt wurden diese Prinzipien schon in grauer Vorzeit. Bereits die Steinzeitmenschen sollen der Forschung zufolge rund 12.000 Jahre vor Christus mit Schilf, Gras oder Fellen abgedeckte Konstruktionen errichtet haben, die Pultdächern ähnelten. Historische Beispiele aus „jüngerer“ Zeit sind unter anderem germanische Langhäuser, die ebenfalls mit Steildächern versehen sind. Oder die idyllischen eingeschossigen Friesenhäuser, die im hohen Norden geduckt hinter den Dünen stehen und Wind und Wetter trotzen. Und auch die repräsentativen Fachwerkbauten in den mittelalterlichen Städten Deutschlands sind mit Steildächern ausgestattet.

Der Winkel der Dachneigung kann dabei ebenfalls eine wichtige Funktion übernehmen: Ist die Region besonders regenreich, ist ein steiler Winkel von Vorteil. Denn so fließt das Regenwasser besonders schnell ab. In schneereichen Gegenden, ist die Dachneigung in der Regel geringer. Damit wird verhindert, dass die winterlichen Schneemassen unkontrolliert vom Dach rutschen. So verwundert es auch nicht, dass die ersten belegten Flachdachkonstruktionen im arabischen Raum und am Mittelmeer entstanden, wo es von Natur aus niederschlagsärmer ist.

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Grundvoraussetzung: geneigte Dachfläche

Das Wort Steildach ist nur ein Oberbegriff. Es bezeichnet alle Dachformen, die über mindestens eine geneigte Dachflächen verfügen. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich im Bauwesen unzählige Formen herausgebildet, die alle in die Kategorie Steildach fallen. Sie reichen vom

  • Pultdach, das nur eine Dachfläche aufweist, über das einfache
  • Satteldach, das zwei schräge Dachflächen am Giebel aneinander führt, bis hin zu
  • Walmdächern oder Dacharten sakraler Bauwerke, die vier oder sogar mehr Dachflächen in sich vereinen.

Die Unterscheidung der einzelnen Dachformen erfolgt dabei allein über die äußere Gestaltung des Daches. Über die eigentliche Dachkonstruktion verrät der jeweilige Name noch nichts. Der unter der Eindeckung liegende Dachstuhl kann ebenfalls in unterschiedlicher Weise ausgeführt sein. Für Steildächer haben sich zwei Konstruktionsprinzipien etabliert:

Vergleich Pfettendach und Sparrendach
Vergleich Pfettendach und Sparrendach

Beide bieten unterschiedliche Vorteile für die Stabilität und die spätere Nutzung. Auch Mischformen beider Prinzipien sind in der Praxis gängig.

Eine Frage des Geschmacks und der geplanten Nutzung

Bauherren haben bei der Vielzahl an Dachformen die Qual der Wahl. Welche Dachform sie für ihr Eigenheim wählen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Persönlicher Geschmack: Das eigene Haus ist natürlich Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Mit der Dachform lässt sich ein Akzent setzen, der die gesamte Ausstrahlung des Hauses prägt.
  • Geplante Nutzung: Soll der Dachboden nur als Lagerfläche dienen oder soll er wohnlich genutzt werden – diese Frage kann für die Wahl der Dachart entscheidend sein. Mansardendächer beispielsweise sind mit ihren abknickenden und anteilig sehr steilen Dachflächen genau so konstruiert, dass sie viel Fläche mit ausreichend lichter Raumhöhe bieten.
  • Rechtliche Vorgaben: Wie alles in Deutschland ist auch die Bebauung streng geregelt. Für jedes Baugebiet gibt es einen so genannten Bebauungsplan, in dem vorgesehen ist, welche Flächen wie genutzt werden dürfen. Dabei können auch Vorgaben bestehen, welche Dachform ein Gebäude haben darf – vor allem dann, wenn ein Neubau in eine bestehende Siedlung integriert wird. Diese Vorgaben müssen bei der Planung natürlich berücksichtigt werden.

Wie auch immer die Entscheidung getroffen wird: Ein Steildach bietet im Haus eine wertvolle Fläche, die sich für die verschiedensten Nutzungsarten eignet und vor allem als ausgebauter Wohnraum einen besonderen Charme entfaltet.

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