Fenster sanieren in Eigenregie

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Fenster Sanierung in Eigenregie: So geht‘s

Alte Fenster © Gina Sanders, fotolia.com
Alte Fenster: Nicht immer lohnt eine Sanierung © Gina Sanders, fotolia.com

Wer seine Fenster in Eigenregie sanieren will, braucht zunächst einmal einen guten Plan. Anders als bei manch anderen handwerklichen Tätigkeiten können die Produkte bei einem Fehlkauf oder einer falschen Abmessung nicht ohne Weiteres zurückgebracht oder umgetauscht werden. Außerdem müssen die Arbeiten, sind sie einmal begonnen, möglichst schnell abgeschlossen werden. Das gilt für das einzelne Fenster, das vor allem bei unstetem Wetter nicht länger als einige Stunden ausgebaut bleiben sollte. Das gilt aber gleichwohl für die ganze Baumaßnahme, denn die Fenstersanierung ist mit Lärm, Staub und Schmutz verbunden, den man „kurz und schmerzlos“ hinter sich lassen sollte.

Eine grundlegende Entscheidung ist, welche Art von Sanierung durchgeführt werden soll. So können die Rahmen beispielsweise in alter Form erhalten bleiben und lediglich die Glasscheiben ausgetauscht werden, um einen besseren Wärmeschutz zu erreichen. Weitere Ziele einer Fenstersanierung sind in der Regel eine höhere Dichtigkeit sowie die Verringerung von schädlichen Einflüssen, etwa durch Lärm. Die Überarbeitung der Dichtungen sowie des Rahmens sind weitere Sanierungsmaßnahmen. Sind alle diese Bestandteile bereits stark in Mitleidenschaft gezogen, sollte eher ein Fensteraustausch in Betracht gezogen werden.´

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Glaswechsel

Der Austausch einer Fensterscheibe ist kein Hexenwerk, sollte jedoch nur bei älteren Fenstern durchgeführt werden. Moderne Fenster verfügen über mehrere hintereinander liegende Glasscheiben, die mit einem Gasgemisch gefüllt sind. Sie fachgerecht zu entfernen und durch neue zu ersetzen, ist für den Heim-Handwerker ohne Fachkenntnisse nur schwer möglich. Sind die Fenster zu alt, ist es andererseits wahrscheinlich, dass auch Rahmen und Dichtungen angegriffen sind. In diesem Fall ist ein Austausch meist günstiger und effektiver.

Bei schönen alten Rahmen kann sich der Glas-Austausch lohnen
Bei schönen alten Rahmen kann sich der Glas-Austausch lohnen

Zum Austausch des Glases werden zunächst die Leisten gelockert und entfernt. Vorsicht ist angebracht, denn die Leisten werden nach dem Einsetzen der neuen Scheibe wieder gebraucht. Auch die Dichtungen werden entfernt und können, sofern sie nicht porös oder rissig sind, ebenfalls wiederverwendet werden. Danach wird die alte Scheibe aus ihrer Halterung gehoben. Hierzu sind entweder Spezialwerkzeuge wie Vakuumsauger nötig, oder das Fenster wird vor Beginn der Arbeiten komplett ausgebaut und auf eine Werkbank gelegt, damit die Scheibe nicht herausfallen kann.

Danach steht die Säuberung des Rahmens an. Die Rillen, die die Scheibe tragen, müssen penibel gereinigt werden, bis keine alten Materialreste mehr vorhanden sind. Anschließend kommen sogenannte Verglasungsklötze ins Spiel: Sie verschwinden später hinter den Leisten und verhindern, dass das Glas mit dem Rahmenmaterial in Verbindung kommt. Dadurch könnten ansonsten Risse entstehen. Die Klötze sind beispielsweise im Baumarkt erhältlich und werden zwischen Rahmen und Glasscheibe gesetzt. Sie dämpfen zum einen das Gewicht des Glases ab, zum anderen dienen sie der Fixierung.

Nun wird die neue Scheibe eingesetzt, wobei sie keinen Spielraum haben darf. Wackelt sie deutlich im Rahmen, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass falsch abgemessen wurde. Danach werden die Leisten wieder angebracht und die Scheiben sowohl innen als auch außen zwischen Glas und Rahmen sorgfältig abgedichtet.

Rahmensanierung

Die Fensterrahmen sind in der Regel aus Aluminium, Kunststoff oder Holz hergestellt. Entsprechend unterschiedlich ist die Herangehensweise bei ihrer Sanierung.

Fenster aus Metall und Kunststoff sind in der Regel langlebiger als Holzfenster. Das Material stellt weniger Ansprüche an die Pflege und kann keine faulen Stellen bekommen. Bei unsachgemäßem Gebrauch oder nach vielen Jahren im Einsatz kann es jedoch vorkommen, dass sich die Rahmen verziehen. Vor allem manche dunklen Kunststoff-Fenster sind anfällig dafür, da sie das Sonnenlicht stärker absorbieren und weniger reflektieren als helle Farben. Dadurch steigt ihre Temperatur bei dauerhafter Sonneneinstrahlung höher an. Sind die Fenster zu sehr verzogen, ist eine Sanierung kaum lohnend und selten so gut möglich, dass sie langfristig wieder „wie neu“ werden.

Bei Kunststoffrahmen kann der Schaden nicht gut beurteilt werden
Bei Kunststoffrahmen kann der Schaden nicht gut beurteilt werden

Meist sind Aluminium- und Kunststofffenster jedoch nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt. Allerdings können die Farben verblassen, sodass ein neuer Anstrich nötig wird. Hierfür ist im Fachhandel oder Baumarkt eine Vielzahl an Farben vorrätig. Vor allem bei Häusern mit mehreren Parteien gibt es jedoch meist Vorschriften bezüglich der Farbwahl, da der Gesamteindruck des Gebäudes in der Regel nicht gestört werden soll.

Eine Sanierungsmaßnahme, die innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden kann, ist die Reinigung und Säuberung. Eventuell vorhandene Lüftungsschlitze sollten von Schmutz befreit werden, auch Beschläge, Scharniere und weitere Bauteile halten länger, wenn man sie regelmäßig pflegt. Auch die Dichtung sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden. Zur besseren Fixierung oder zur Wiederherstellung der Dichtigkeit ist Silikon, das unter anderem in handlichen Spritzpistolen erhältlich ist, empfehlenswert.

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Holz erfordert Sonderbehandlung

Holz wissen viele Mieter und Eigentümer als Baumaterial mit besonders behaglicher Farbe und Atmosphäre zu schätzen, doch ist die Pflege und Sanierung etwas anspruchsvoller. Vorsicht ist bei Fäulnis oder Schädlingsbefall geboten. Die betroffene(n) Stelle(n) müssen großflächig entfernt werden, um das Problem dauerhaft zu lösen. Anschließend werden die Löcher mit Füllmasse gestopft und das Fenster gestrichen. Da solche Ausbesserungen optisch jedoch vor allem bei großflächigem Befall nur schwer kaschiert werden können, muss abgewogen werden, ob ein Austausch nicht sinnvoller als eine Sanierung ist.

So werden Schäden am Holz repariert
So werden Schäden am Holz repariert

Wer selbst Hand anlegen will, muss die Holzfenster zunächst einmal von alten Füll- und Farbstoffen befreien. Mit einem Schleifer oder Schmirgelpapier wird dazu der Lack, mit weiteren Werkzeugen alte Dichtungen und Kitt entfernt. Danach wird neuer Fensterkitt aufgetragen, der zunächst trocknen beziehungsweise fest werden muss. Anschließend wird das Fenster geschliffen, um Unebenheiten zu beseitigen. Das hat nicht nur ästhetische Wirkung, sondern verbessert auch die Tragfähigkeit für die neue Farbe.

Holzrahmen sanieren macht bei kleineren Schäden durchaus Sinn
Holzrahmen sanieren macht bei kleineren Schäden durchaus Sinn

Vielfach wird vor allem bei der Sanierung alter Einfach-Fenster empfohlen, eine zweite Scheibe zur besseren Dämmung einzusetzen. Dies ist allerdings nur eine Behelfslösung und in vielen Fällen nicht möglich, da der Rahmen nicht dafür ausgelegt ist, das Gewicht von mehreren Glasscheiben zu tragen.

Als Kompromiss gilt in Fachkreisen eine vorgespannte leichte Plexiglasscheibe, die mit Klammern an der ersten Scheibe angebracht wird. Nicht nur, aber vor allem in solchen Fällen ist anschließend besonderes Augenmerk auf die Dichtigkeit zu legen. Dies gilt grundsätzlich auch für das Fenster an sich. Scharniere lassen sich ölen und so verschrauben, dass das Fenster wieder dicht anliegt, lautlos schließt und kein Luftzug ins Gebäude dringt. Sollte das nicht reichen, leisten Dichtungsbänder, die zusätzlich aufgeklebt werden, gute Dienste.

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