Fenster Historie

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Fenster Historie

Altes Fenster
Fenster © Gina Sanders, fotolia.com

Das, was wir heute Fenster nennen, hatte für die alten Germanen noch eine andere Funktion. Sie nannten es „Windauge“ und bezeichneten damit eine Öffnung im oberen Teil der Mauern, durch die Rauch aus dem Innenraum entweichen konnte. Licht kam vom Lagerfeuer, und nicht durch das Fenster. Und doch ist ein Teil dieser Geschichte noch bis heute präsent: Das englische Wort für Fenster, „window“, leitet sich vom „Windauge“ ab. Das uns bekannte Fenster hat seinen Ursprung im lateinischen „fenestra“ und bedeutet so viel wie Wandöffnung.

Fenster indes gab es schon lange vor den Germanen, vermutlich sogar schon, seitdem die Menschen sesshaft wurden. Sie spiegelten seit jeher wider, welche Funktionen sie für die Bewohner der Höhlen oder Häusern übernehmen sollten – und welche Techniken und Werkstoffe bereits bekannt waren und verarbeitet werden konnten. So experimentierten die Römer bereits mit Glas, während bei den Ägyptern unter anderem Tierhäute und Alabaster für einen mehr oder weniger wirkungsvollen Verschluss der Fensteröffnungen zum Einsatz kamen.

Bis sich die Glasfenster allerdings weiterverbreiteten, dauerte es noch einige Jahrhunderte. Erst vom 12. Jahrhundert an wurden sie häufiger genutzt. Aufgrund der hohen Kosten waren zunächst sie meist nur in Kirchen oder den Residenzen wohlhabender Familien, später auch in Burgen zu sehen.

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Auf dem Weg zum „intelligenten“ Fenster

In der Folge nahmen die Fensterformen mit dem technischen Fortschritt zu. Dabei spielten sowohl die Statik als auch die Kenntnisse in der Glasherstellung eine große Rolle. Fenster mussten den starken Mauerwänden standhalten. Mit der Zeit fand man heraus, dass versetzt gesetzte Fenster für eine sehr viel stabilere Architektur sorgen als parallel übereinander angeordnete.

Darüber hinaus waren bis ins 19. Jahrhundert hinein Glasfronten noch nicht in beliebiger Größe produzierbar: Viele Fenster wurden daher aus kleineren Glasscheiben zusammengefügt. Besonders deutlich wird diese Kombination aus Form und Funktion beispielsweise bei den Sprossenfenstern.

In den vergangenen 150 Jahren nahm die Entwicklung der Fenstertechnik schließlich einen sprunghaften Verlauf. Glas ist für die Handwerker nahezu beliebig beherrschbar geworden, und auch die Werkstoffe zum Gebäudebau wurden zahlreicher und vielseitiger. In Deutschland herrschen mittlerweile Einfach- oder Doppelverglasungen vor, die Fenster können in der Regel geöffnet und auch gekippt werden.

Die Geschichte des Fensters ist aber noch lange nicht zu Ende erzählt: Die Forschung arbeitet unter anderem an „intelligenten“ Modellen, die bei ungünstigem Raumklima automatisch lüften und sich selbst verschatten, wenn die Sonne einmal zu stark scheint.

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