Selber machen oder Hilfe holen?

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Fenster sanieren oder austauschen: Selber machen oder Hilfe holen?

Fenster Einau durch Fachhandwerker © Kadmy, fotolia.com
Fenster Einau durch Fachhandwerker © Kadmy, fotolia.com

Fenster zu sanieren oder auszutauschen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die einiges an Geschick und Vorwissen verlangt. Vor allem, wenn energetische Gesichtspunkte und die Dauerhaftigkeit der Lösung berücksichtigt werden, ist es nicht damit getan – und meist auch nicht möglich, einfach neue Fenster in die alten Halterungen zu setzen. Ob man für das Projekt Experten beauftragt oder selbst Hand anlegt, hängt von den räumlichen Gegebenheiten, dem Arbeitsaufwand, den finanziellen Möglichkeiten und natürlich auch vom eigenen Know-how und Geschick ab.

Vorteile und Nachteile Eigenregie

Die größten Vorteile einer Lösung in Eigenregie liegen in der nahezu grenzenlosen Gestaltungsfreiheit und dem geringeren finanziellen Aufwand. Zwar müssen Material und anfallende Zusatzkosten, etwa zur Reinigung oder zur Entsorgung der alten Fenster, ohnehin getragen werden. Die Arbeitsstunden jedoch werden im Gegensatz zum Fachmann nicht in Rechnung gestellt. Hinzu kommt, dass der Austausch zeitlich flexibel gestaltet werden kann, auch wenn es aufgrund der Beschaffung und der Aufbewahrung der Fenster oder der Gläser und des anfallenden Schmutzes auch bei der selbst durchgeführten Modernisierung ratsam ist, strukturiert zu planen und die eigentlichen Arbeiten so zügig wie möglich zu erledigen.

Fenster selber einbauen: Haben Sie an Alles gedacht?
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Die Einsparungen, die bei der Modernisierung in Eigenregie zu erzielen sind, werden unter Umständen von finanziellen Einbußen an anderer Stelle wieder aufgefressen. Wer beispielsweise eine Förderung für die energetische Modernisierung in Anspruch nehmen will, muss bestimmte Kriterien erfüllen und nachweisen. Dazu sind, je nach erforderter Richtlinie, in der Regel nur Fachbetriebe bemächtigt. Ein Beispiel ist die sogenannte „RAL-Montage“. Der Begriff bezieht sich nicht auf die Montage, sondern darauf, dass sie nur von entsprechend zertifizierten Fachbetrieben ausgeführt werden darf und bestimmte Mindestanforderungen erfüllt.

Darüber hinaus spielen DIN-Normen eine Rolle, bei der energetischen Sanierung aber vor allem auch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Für einen Laien ist es darüber hinaus schwer, alle aktuell gültigen Vorschriften zu kennen und zu beachten. Aufgrund des Gewichts und der Ausmaße von Gläsern und Rahmen ist ein Austausch oder eine Sanierung im Alleingang ohnehin kaum zu bewältigen. Die Frage, ob man dafür die Familie oder Freunde einspannen will und kann, wird wohl von Fall zu Fall unterschiedlich beantwortet.

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Vor- und Nachteile Fachbetrieb

Die Erfahrung ist eines der besten Argumente, die bei der Fenstermodernisierung für die Inanspruchnahme eines Fachbetriebes spricht. Die Herausforderung ist nicht trivial und wird im Laufe eines Hobby-Handwerker-Lebens meist nur einmal oder zumindest selten bewältigt. Experten haben tagtäglich mit der Materie zu tun und können darüber hinaus wertvolle Ratschläge geben, beispielsweise zum bevorzugten Material oder den energetischen Eigenschaften. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden: Die modernsten Hightech-Fenster mit Dämmung nutzen wenig, wenn die Luft aufgrund unsachgemäßer Abdichtung durch die Ritzen pfeift.

Fenster Einbau durch den Fachbetrieb: Rundum-Sorglos-Paket
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„Morgens Beginn, abends schon drin“, mit diesem flotten Spruch wirbt der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller für den Austausch der Fenster. Auch wenn der Eigentümer versiert ist und den Austausch auf eigene Faust bewerkstelligt, werden ihm die Fachbetriebe in puncto Geschwindigkeit überlegen sein. Damit sind gleichzeitig weniger Belastungen durch Lärm, Staub und Schmutz verbunden. Meist wird außerdem nicht bedacht, dass für Arbeiten am Fenster Spezialwerkzeuge vonnöten sind, die nur selten in Heimwerker-Werkzeugkästen vorhanden sind. Fachbetriebe bringen sie mit und wissen, wie man mit ihnen umgeht. Last but not least kümmern sie sich in der Regel auch um den Abtransport und die weitere Verwertung oder Vernichtung des Altmaterials.

Diesen Service gibt’s nicht umsonst, und so muss für eine Fenstermodernisierung durch einen Fachbetrieb mehr investiert werden als bei der Marke Eigenbau. Sprechen Sie mit den Fachleuten im Vorfeld ab, welchen Umfang die Baumaßnahme haben wird, welche Fenster gewünscht sind, wie viel sie kosten sollen, und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag geben. Wer nicht alles in fremde Hände geben will, kann bestimmte Arbeiten, etwa die Demontage, in Eigenleistung erbringen und so die Kosten drücken. Stimmen Sie sich dazu jedoch mit dem einbauenden Betrieb ab, und klären Sie, bis zu welchem Schritt sie selbst tätig werden können – und was Sie besser den Fensterexperten überlassen.

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Unter dem Strich

Wenn sauber gearbeitet wurde, profitieren die meisten Eigentümer und Mieter langfristig von einer Fenstermodernisierung, ob in Eigenregie oder durch einen Fachbetrieb. Die Frage ist, mit welchem Aufwand man dabei jeweils rechnen muss. Üblicherweise benötigt der Austausch eines Fensters rund zwei bis vier Stunden Zeit. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Größe, die Form und das Material des Fensters sowie die Bausubstanz. Sie kann ein limitierender Faktor sein, etwa, wenn sie das Gewicht eines neuen Fensters mit modernerer Verglasung nicht tragen könnte. Die Dauer einer Sanierung hängt von den jeweils nötigen Arbeiten ab und kann durchaus länger als ein Austausch brauchen.

Die Preisspanne für Fenster liegt zwischen 50 und 350 Euro. Die Produktkosten sind vor allem von der Größe, dem Material, der Verarbeitung und der Verglasung abhängig. Ein schneller Überblick über die Anzahl der in einer Wohnung vorhandenen Fenster liefert zu Beginn einen ersten Anhaltspunkt zu den voraussichtlichen Kosten.

Für diejenigen, die einen Fachbetrieb beauftragen, kommen weitere Kosten hinzu, die vorrangig vom verlangten Stundenlohn und etwaigen Zusatzkosten für die Anfahrt, den Ausbau der alten Fenster sowie ihren Abtransport bestimmt werden. Ein Handwerker, der durchaus übliche 50 Euro pro Stunde verlangt und mit einem Fenster vier Stunden beschäftigt ist, würde also mit 200 Euro zusätzlich zum Materialpreis zu Buche schlagen. Die Mehrkosten sind jedoch buchstäblich der Preis für die Sicherheit eines sach- und fachgerechten Einbaus.

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