Wintergarten: Lage und Beschattung

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Wintergarten: Lage und Beschattung beachten

Energie und Wärme – zwei Stichworte, die bei einem Wintergarten besonders ins Gewicht fallen. Zum einen gilt es, den besonderen klimatischen Bedingungen eines Glasanbaus gerecht zu werden. Zum anderen ist der Wintergarten weder als buchstäbliches Luftloch noch als Sauna gedacht. Die Energieeffizienz und Dämmung sowie Möglichkeiten zur Regulierung des Binnenklimas stehen im Folgenden im Mittelpunkt.

Wintergarten: Sicht- und Sonnenschutz lassen sich bestens integrieren
Wintergarten: Sicht- und Sonnenschutz lassen sich bestens integrieren

Von der Lage über die Beschattung und die Verglasung bis hin zur Lüftung und Heizung gibt es viele Stellschrauben, an denen sich drehen lässt, um sich in den eigenen vier Glaswänden wohlzufühlen. Welche Maßnahmen infrage kommen, will aber bereits bei der Planung wohlüberlegt sein.

Wintergarten  © Jechnerer GmbH
Wintergarten © Jechnerer GmbH

Lage und Beschattung

Als die drei wichtigsten Faktoren in der Immobilienwelt zählen immer noch Lage, Lage und Lage. Für den Wintergarten gilt das ebenfalls, doch ist der mögliche Standort meist bereits vom Hauptgebäude vorgegeben. Wer freie Wahl hat, sollte die Vor- und Nachteile der einzelnen Lagen, die wir hier vorstellen, in seine Planungen einbeziehen. Aber auch für Bauherren, die durch die vorhandenen Gegebenheiten festgelegt sind, spielt dieses Wissen eine große Rolle.

Je nachdem, wie stark beispielsweise die Sonneneinstrahlung im Laufe des Tages ist, sind unter Umständen Maßnahmen zur Beheizung oder Kühlung gefragt. Das Binnenklima wird von weiteren Einflüssen bestimmt, die vor allem bei Wohn-Wintergärten entscheidend zur Wohlfühlatmosphäre beitragen können.

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Nordlicht oder Südstern?

Der Lage eines Wintergartens kommt allein schon aufgrund seiner Bauweise, die meist von großen Glasflächen geprägt ist, eine besondere Bedeutung zu. Wer im permanent sonnenbestrahlten Glashaus sitzt, wird das vor allem im Sommer kaum lange aushalten. Es ist eben ein wenig wie beim Wein: Die Lage bestimmt die jeweilige Qualität.

Wintergarten: Die Himmelsrichtung beeinflusst die Nutzung
Wintergarten: Die Himmelsrichtung beeinflusst die Nutzung

Ein nach Norden ausgerichteter Wintergarten ist vergleichsweise kühl, was vor allem im Sommer als angenehm empfunden wird. Er wirden die meiste Zeit nur indirekt von der Sonne angestrahlt und heizt sich dadurch sehr viel langsamer auf als Wintergärten in anderen Lagen. Damit ist er auch bei heißen Temperaturen gut als Wohn- und Arbeitszimmer nutzbar, zumal trotzdem genügend Licht und Wärme in den Raum kommen. Im Winter verkehrt sich der Vorteil jedoch um. Soll der Anbau nur in warmen Jahreszeiten genutzt werden, ist das nicht weiter schlimm. Für eine ganzjährige Wohnnutzung ist im Winter allerdings eine Heizung vonnöten.

Ein warmer Kaffee, ein Glas Orangensaft und ein heißer Toast – die Ostseite wird auch „Frühstücksseite“ genannt, und das nicht ohne Grund: Die Sonne strahlt ihn morgens bis in den Mittag hinein an, in der heißen Nachmittagssonne liegt er dann im Schatten und spendet Abkühlung. Die Ost-Ausrichtung bildet meist einen idealen Kompromiss für Mensch, Tier und Pflanzen. Sie empfangen Wärme und Licht, aber nicht zu viel davon. Heizt der Bau trotzdem zu sehr auf, sind Schatten spendende Bäume oder eine Belüftung meist ausreichende Maßnahmen, um das perfekte Klima herzustellen.

Das sieht auf der Südseite ein wenig anders aus, die prädestiniert ist für Sonnenanbeter. Sie wird die längste Zeit des Tages von der Sonne beschienen und kann sich dementsprechend auch sehr stark aufheizen. Ganz im Gegensatz zur Nordseite ist hier auch im Winter nicht unbedingt eine separate Heizung notwendig. Dafür steht man vor der Aufgabe, die Hitze im Sommer auf ein auskömmliches Maß für alle Lebewesen, die sich darin aufhalten, zu reduzieren. Be- und Verschattungsmaßnahmen sowie Be- und Entlüftungsmöglichkeiten sollten daher unbedingt von Beginn an in die Planung einbezogen werden. Wird dies berücksichtigt, zählt die Südseite zu den beliebtesten Standorten, schließlich will man im Wintergarten trotz seines Namens vor allem die Sonne genießen.

Analog zur Ostseite bietet sich die Westlage für entspannte Abendessen an. Sie fängt die Wärme und das Licht der Sonne am späteren Nachmittag und am Abend ein und bewahrt die angenehmen Temperaturen, vor allem bei sachgemäßer Dämmung, bis tief in die Nacht hinein. Da die Einstrahlung am Nachmittag aber vor allem im Hochsommer sehr viel stärker ist als am frühen Morgen, sind hier meist Maßnahmen gegen eine Überhitzung sinnvoll und nötig.

Es werde Licht – aber nicht zu viel

Aufgrund seiner besonderen baulichen Konstruktion hat das Klima in einem Wintergarten einen hohen Stellenwert. Durch die Glasfronten ist er den vorherrschenden Wetterbedingungen besonders stark ausgesetzt. Ein Wintergarten, der im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt ist, macht seinem Besitzer wenig Freude. Hinzu kommt die Feuchtigkeitsregulierung, die vor allem eine weitere Herausforderung ist, wenn viele Pflanzen vorhanden sind. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Maßnahmen, das Binnenklima nach Bedarf zu beeinflussen.

Wintergarten mit Beschattung © Weinor GmbH & Co. KG
Wintergarten mit Beschattung © Weinor GmbH & Co. KG

In der Regel wird es in einem Wintergarten in den Sommermonaten eher zu heiß als zu kalt. Daher sind vor allem Möglichkeiten der Beschattung gefragt, die je nach Lage des Wintergartens und der Sonneneinstrahlung auch kombiniert angewendet werden können. Das tut Not, weiß der Wintergarten Fachverband zu berichten: „Selbst bei einem 50-fachen Luftwechsel können bei einem Südwintergarten Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius erreicht werden.“ Eine natürliche Form der Beschattung ist die Pflanzung von Bäumen – oder der Bau des Wintergartens an einer strategisch geschickten Position in der Nähe vorhandener Gewächse.

Sie dienen, wie andere Formen des Sonnenschutzes auch, zusätzlich als Blend- und Sichtschutz. Allerdings lassen sie sich im Gegensatz zu technischen Beschattungsmaßnahmen nicht steuern. Insofern werden sie meist als Ergänzung eingesetzt, auf die bei Wintergärten in Nordlage unter Umständen sogar verzichtet werden kann. Spätestens bei stärker sonnenbestrahlten Anbauten ist jedoch zusätzlicher Schutz notwendig.

Wintergarten  mit Beschattung © Jechnerer GmbH
Wintergarten mit Beschattung © Jechnerer GmbH

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Hier unterscheiden die Fachleute zwischen einer Außen- und einer Innenbeschattung. Erstere hat den Vorteil, dass die einen Großteil der Wärme gar nicht erst ins Gebäude lässt. Dafür ist sie von außen sichtbar, was Ästhetiker oder streitbare Nachbarn möglicherweise stören könnte. Zudem sind Vorrichtungen zur Außenbeschattung Wind und Wetter ausgesetzt und müssen entsprechend robust sein. Möglichkeiten bieten hier unter anderem Jalousien oder Markisen, die, wie die Maßnahmen zur Innenbeschattung auch, heutzutage auch mit automatischer Steuerung versehen werden können, die bei zu starker Sonneneinstrahlung von selbst reagiert.

Außenliegender und innenliegender Sonnenschutz: Ein Vergleich
Außenliegender und innenliegender Sonnenschutz: Ein Vergleich

Sind Vorrichtungen wie Rollläden oder Jalousien innen angebracht, sind sie zwar weniger wirkungsvoll, aber dafür optisch dezenter. Zudem halten sie deutlich länger und können somit auch als filigranes Element der Raumgestaltung eingesetzt werden. Weitere wesentliche Mittel zur Beeinflussung des Klimas eines Wintergartens sind die Beheizung und die Lüftung, über die Sie hier weitere Informationen abrufen können. Wie die Verglasung zur Luft-Atmosphäre in einem Wintergarten beiträgt, lesen Sie hier.

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