Intensive Dachbegrünung

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Von der reinen Zierde bis zur nutzbaren Gartenfläche

Eine intensive Begrünung entspricht in ihrer Anlage und ihrer Pflege in etwa dem Aufwand eines normalen Hausgartens. Nach der geplanten Nutzung lassen sich noch einmal zwei Unterformen der Intensivbegrünung unterscheiden:

  • Einfache Intensivbegrünung
  • Dachgarten

Die einfache Intensivbegrünung ist für ungenutzte Dachflächen interessant. Im Vergleich zu einer extensiv Begrünung ist der Aufwand für Bewässerung und Pflege zwar höher, dafür bieten sich hier bei der Pflanzenauswahl kaum Beschränkungen. Neben Moosen, Gräsern und Kräutern sind auch kleinere Stauden möglich. Auf diese Weise lassen sich kleine Gartenlandschaften kreieren, die bei der richtigen Pflanzenauswahl vom Frühjahr bis zum Herbst immer wieder blühende Areale zeigen.

Dachgarten
Dachgarten © cu.here, fotolia.com

Ein Dachgarten bietet nahezu unbegrenzte Pflanzenwahl bis hin zu kleineren Bäumen und lässt sich nutzen wie ein Garten hinterm Haus – nur halt ein paar Etagen höher. Mögliche Elemente der luftigen Ruheoase sind:

  • Pflanzbeete
  • Rasenflächen
  • Dachterrassen
  • Wege
  • kleinere Teiche und Wasserflächen
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Eine Kopie der Natur – in luftiger Höhe

Damit die Pflanzen der intensiven Begrünung wachsen und gedeihen, benötigen sie einen entsprechenden Untergrund. Auf das Dach werden dazu verschiedene Schichten aufgebracht, die den Bodenaufbau in der Natur imitieren. Der Boden in der Natur besteht aus einer humusreichen Erdschicht an der Oberfläche gefolgt von darunter liegenden Ton und Steinschichten bis hin zum Ausgangsgestein, durch dessen Verwitterung der Boden gewachsen ist. Niederschläge versickern an der Oberfläche und werden in den unteren Bodenschichten als Grundwasser gespeichert.

Das Ziel bei einer Dachbegrünung ist es, eine ebenso wertvolle Lebensgrundlage für die Pflanzen zu schaffen wie in der Natur, gleichzeitig allerdings das darunter liegende Gebäude bestmöglich vor Schäden zu schützen. Von unten nach oben ergibt sich – bei einem Flachdach – folgende Schichtung:

  • Betondecke
  • Dämmung
  • Dachabdichtung
  • Schutzlage
  • Dränageschicht
  • Filterschicht
  • Substratschicht
  • Bepflanzung
Aufbau einer begrünten Dachfläche
Aufbau einer begrünten Dachfläche

Der Aufbau bis zur Abdichtung ist identisch zu nicht begrünten Flachdächern. Um die empfindliche Abdichtung bei der Einrichtung des Gründaches und auch spätere noch zu schützen, wird dann zum Beginn der Arbeiten zunächst eine Schutzlage ausgelegt. Sie ist perforationsfest. Damit werden mechanische Schäden an der wurzelfesten Dachabdichtung vermieden. Sollte die Dachabdichtung nicht ausreichend wurzelfest für eine Dachbegrünung sein, muss zunächst noch ein Durchwurzelungsschutz als Schicht unter der Schutzlage eingebaut werden.

Auf der Schutzlage wird die Dränageschicht eingebaut. Denn ausreichend Wasser ist für das Wachstum der Pflanzen zwar das A und O – dennoch darf es nicht zu Staunässe kommen. Die Dränage führt überschüssiges Wasser ab und hält es damit von den Pflanzen fern. Für diese Schicht lassen sich unterschiedliche Materialien einsetzen. Eine Dränage ist beispielsweise als Schüttung möglich. Ebenso gibt es Matten oder spezielle Kunststoffelemente, die über einen Wechsel von Erhebungen und Vertiefungen gleichzeitig einen Dränage-Effekt als auch die Eigenschaft als Wasserspeicher aufweisen.

Verschiedene Möglichkeiten einer Drainage für Dachbegrünungen
Verschiedene Möglichkeiten einer Drainage für Dachbegrünungen

Die Dränage wird mit einer Filterschicht abgedeckt. Dabei handelt es sich in der Regel um ein verrottungsfestes Vlies. Das Vlies verhindert, dass wichtige Bodenbestandteile aus der Substratschicht in die Dränage eindringen und ihre Funktion stören.

In der Substratschicht über der Filterschicht entsteht dank des Zurückhaltens wertvoller Bodenbestandteile ein natürlicher Nährstoffkreislauf. Das Substrat hat mehrere Aufgaben für die Begrünung: Es muss den Pflanzen Wasser und Nährstoffe bereitstellen und eine Grundlage für eine feste Verwurzelung bieten. Bei intensiven Begrünungen wird die Substratschicht je nach der geplanten Vegetation zusammengestellt. Dabei handelt es sich bei der Schicht um eine Mischung aus mineralischen Substraten und humusreichen organischen Bestandteilen.

Je intensiver die Bepflanzung desto dicker die Substratschicht
Je intensiver die Bepflanzung desto dicker die Substratschicht

Durch diesen Aufbau ist schließlich die Grundlage für die Bepflanzung geschaffen. Werden die Pflanzen gemäß der Substrathöhe, -zusammensetzung und der Statik des Gebäudes ausgewählt, kann sich das Gärtnerherz bedenkenlos frei entfalten.

Hohe Anforderungen an die Statik

Je hochwertiger die Bepflanzung sein soll, desto dicker wird die Substratschicht, die sie benötigt. Laut dem Deutschen Dachgärtner Verband (DDV) benötigt eine einfache Intensivbegrünung eine Aufbaudicke von 12 bis 25 Zentimetern. Beim Dachgarten ist mit Aufbaudicken von 15 bis 40 Zentimetern und mehr zu rechnen. Diese extremen Schichtdicken verursachen das Gewicht, mit dem die Dachbegrünung die Statik des Hauses belastet. Folgende Lasten wirken auf die Dachkonstruktion ein:

  • einfache Intensivbegrünung: 150 bis 200 Kilogramm pro Quadratmeter
  • Dachgarten: 150 bis 500 Kilogramm pro Quadratmeter

Bei einem Neubau ist die Belastung einer geplanten Dachbegrünung von vornherein zu beachten und die Dachkonstruktion entsprechend stabil auszuführen. Soll das Dach eines bestehenden Hauses mit einer Dachbegrünung versehen werden, ist eine sehr sorgfältige Prüfung der Statik durch einen qualifizierten Fachmann unerlässlich.

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