Umzugskosten

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Umzugskosten und Steuertipps für den Umzug

Wir helfen Ihnen, Ihr Budget für den anstehenden Umzug besser zu planen! Denn nur wer genau über alle Umzugskosten im Klaren ist, packt ruhig und clever. Schnell werden im Umzugsstress versteckte Kosten übersehen oder falsch kalkuliert. Am Ende gibt es dann die böse Überraschung.

Umzug planen und Liste kontrollieren © zinkevych, stock.adobe.com
Umzug frühzeitig planen und die Kosten im Griff haben © zinkevych, stock.adobe.com

Wir klären Sie über alle direkten und indirekten Kosten auf, verraten Ihnen, wie viel ein Umzugsunternehmen kostet und wie kostenintensiv im Vergleich ein selbst organisierter Umzug ist.

Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Steuertipps an die Hand, die Ihnen kräftige Vorteile beim Finanzamt einbringen!

Wie viel kostet ein Umzugsunternehmen?

Kosten und Preise © foto-tech, stock.adobe.com
Wie viel kostet ein Umzugsunternehmen? © foto-tech, stock.adobe.com

Bei der Recherche nach einem passenden Umzugsunternehmen für Ihren Umzug werden Sie schnell feststellen, dass die Preise und Serviceleistungen weit auseinander gehen. Daher ist es fast unmöglich, einen verlässlichen Pauschalpreis zu nennen. Neben den vom Unternehmen angebotenen Leistungen hängen die Kosten auch davon ab, ob Sie nur auf einer kurzen Strecke umziehen oder ob Sie den Wohnort wechseln und sogar in ein anderes Bundesland ziehen.

Um annähernd eine Vorstellung zu haben, sollten Sie mit Umzugskosten zwischen 1.000 und 4.000 Euro planen. Abhängig von weiteren Faktoren wie Wohnungsgröße, Hausrat und Versicherungsschutz können die Kosten niedriger oder höher ausfallen.

Umzugskostenrechner geben einen ersten Anhaltspunkt

Das Internet ist voll von ihnen: Umzugskostenrechner ermitteln einen groben Wert, wie hoch die Kosten für den geplanten Umzug ausfallen werden. Je nach Anbieter geben Sie dabei verschiedene Parameter an, anhand derer der Rechner die Kosten kalkuliert. Dazu gehören mitunter die Wohnfläche, die Zimmeranzahl, wie viele Personen im Haushalt leben und welche Strecke zwischen Ihrem jetzigen Wohnort und der zukünftigen Wohnung liegt.

Die ermittelten Kosten sind jedoch bestenfalls ein Richtwert. Zu unterschiedlich sind die individuellen Wohnsituationen und Umstände. Zudem gibt es starke regionale Unterschiede bezüglich der Preisgestaltung. Wer allerdings überhaupt keine Vorstellung davon hat, wie hoch Umzugskosten durchschnittlich ausfallen können, kann die Umzugskostenrechner als spielerisches Tool ausprobieren.

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Holen Sie sich ein professionelles Angebot eines Umzugsunternehmens ein

Wesentlich verlässlicher und professioneller sind die Angebote von Umzugsunternehmen. Wichtig dabei ist, dass Sie auf eine tatsächliche Besichtigung bestehen, auch wenn diese kostenpflichtig ist. Denn nur wenn die Umzugsfirma selbst Ihren Hausrat besichtigt, kann Sie ein detailliertes und realistisches Angebot erstellen. Achten Sie zudem darauf, dass die Umzugsfirma mit Festpreisen arbeitet. Diese umfassen den Umzug des Hausrats nach Kubikmeter sowie weitere optional buchbare Serviceleistungen.

So erfahren Sie präzise und transparent, wie hoch die Umzugskosten ausfallen. Denken Sie aber daran, dass neben diesen direkten Kosten auch noch indirekte Kosten berücksichtigt werden müssen.

Den Umzug selbst durchführen: Diese Kosten sollten Sie einplanen

Mit diesem Überblick erfahren Sie, welche Kosten ein selbst durchgeführter Umzug verursachen kann. Da Umzüge sehr individuell sind, sind die folgenden Kostenpositionen nicht vollständig. Allein wer innerhalb eines Wohnortes umzieht, braucht deutlich weniger Umzugskosten einplanen als die, die größere Strecken zum neuen Heim zurücklegen müssen.

Kosten eines Umzugs © Wellnhofer Designs, stock.adobe.com
Wer selbst seinen Umzug organisieren möchte, der sollte alle direkten und indirekten Kosten berücksichtigen und genau kalkulieren © Wellnhofer Designs, stock.adobe.com

Für ein besseres Verständnis, teilen wir die Positionen in direkte Kosten und indirekte Kosten auf. Direkte Kosten entstehen beim Umzug selbst. Bei indirekten Kosten werden Positionen berücksichtigt, die mit dem eigentlichen Umzug nichts zu tun haben, jedoch zum einen versteckt sind oder bei einem Wohnortwechsel nachträglich anfallen können.

Umzug selbst durchführen: Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen
Umzug selbst durchführen: Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen

Direkte Umzugskosten

  • Umzugswagen: Je nach Umzugswagen beläuft sich die Tagesmiete auf 150 Euro bis 200 Euro. Achten Sie auf zusätzliche Kosten wie Versicherungen, Kraftstoff und Kilometerpreise. Die Preise können stark zwischen den Anbietern variieren.
    Verschiedene Umzugswagen © OceanProd, stock.adobe.com
    Verschiedene Umzugswagen © OceanProd, stock.adobe.com
    Tipp: Buchen Sie rechtzeitig, um günstigere Konditionen zu nutzen. Außerdem kann es sich lohnen, einen größeren und etwas teureren Umzugswagen zu mieten. Dafür sparen Sie dann eventuell eine Extrafahrt und zusätzliche Kilometerkosten.
  • Halteverbotszone: Beantragen Sie bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde rechtzeitig eine Halteverbotszone. Selbst, mit diversen Möbeln freigehaltene Haltezonen auf der Straße sind nicht rechtsgültig. Je nach Behörde können sich die Kosten auf 80 Euro bis 170 Euro belaufen. Die Kosten umfassen Gebühren und die Schildmiete.
  • Verpackungsmaterial und Umzugskartons: Planen Sie pauschal pro Zimmer ca. 30 Euro für Verpackungsmaterial ein. Für eine 4-Raumwohnung sind 120 Euro realistisch. Dazu zählen u. a. Umzugskisten, Paketband, Tragevorrichtungen, Folien, Kleiderboxen, Säcke und Decken.
  • Umzugskarton © Oleksandr Delyk, stock.adobe.com
    Umzugskartons © Oleksandr Delyk, stock.adobe.com
  • Versorgung der Umzugshelfer: Stellen Sie für Freunde, Familie und engagierte Helfer ausreichend Getränke und Verpflegung bereit. Auch wenn Sie eine Umzugsfirma beauftragen, deren Mitarbeiter sich in der regel selbst versorgen, gehören kleine Happen und Getränke dazu. Pro Person sollten Sie ca. 5 Euro einplanen.
  • Renovierungskosten: Zu einem Umzug gehören auch Renovierungskosten dazu. Davon ausgehend, dass Sie die neue Wohnung „nur“ weißen möchten, rechnen Sie mit ca. 0,40 Euro pro Quadratmeter Wandfläche.
  • Küche wird renoviert © galaxy67, stock.adobe.com
    Renovierungskosten © galaxy67, stock.adobe.com
  • Mietkaution: Um überhaupt einen neuen Mietvertrag unterschreiben zu können, verlangen Vermieter eine Kaution oder einen Genossenschaftsanteil. Im Falle einer klassischen Mietkaution werden Sie zumeist zwei bis drei Kaltmieten hinterlegen müssen.

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Indirekte Umzugskosten

  • Zeit: Dieser Kostenfaktor ist sicherlich schwer zu berechnen und höchst individuell. Beachten Sie jedoch, dass zu einem Umzug auch die Planung und Organisation dazugehört, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Sie werden Angebote vergleichen, packen, Termine vereinbaren, Adressen ummelden und tausend andere Dinge erledigen. Gegebenenfalls kommen Sie in die Situation, Überstunden abzufeiern, Urlaub zu beantragen oder, sofern Sie selbständig sind, Ihre Tätigkeit zu reduzieren oder auszusetzen.
  • Risiko für Schäden: Wer selbst den Umzug organisiert und auf die Hilfe von Freunden und Familie setzt, also nicht mit Umzugsprofis zusammenarbeitet, der erhöht das Risiko, dass Möbel und Hausrat Schaden nehmen. Eine fallengelassene Kiste mit Gläsern und Geschirr ist kein Weltuntergang. Doch es bedeutet, dass Sie für Ersatz sorgen müssen.
    Holzboden: Dreck und Schmutz direkt entfernen © kulikov922, stock.adobe.com
    Beim Umzug kann schon mal etwas kaputt gehen © kulikov922, stock.adobe.com
    Tipp: Da es sich bei der privaten Umzugshilfe um einen Gefälligkeitsdienst handelt, greift die private Haftpflichtversicherung nicht.
  • Ummeldungskosten: Eine neuer Wohnort bedeutet, dass Sie Ihre Adresse ändern, sich neu beim Einwohnermeldeamt registrieren müssen, Ihr Auto ummelden müssen und Energieversorger sowie Verträge umschreiben oder wechseln. Meist sind dies nur geringe Kosten, die sich jedoch schnell läppern. Informieren Sie sich daher frühzeitig, welche Dinge Sie dringend und unbedingt erledigen müssen, und welche Zeit haben.
  • Nachsendeauftrag: Bei der Deutschen Post können Sie einen Nachsendeauftrag aufgeben, um Briefe und Pakete, die an die alte Adresse adressiert sind, zum neuen Wohnort umzuleiten. Für 6 Monate zahlen Sie ca. 20 Euro, für 24 Monate ca. 35 Euro.
    Briefkasten überfüllt © KYNA STUDIO, stock.adobe.com
    Nachsendeauftrag nicht vergessen © KYNA STUDIO, stock.adobe.com

Umzugskosten von der Steuer absetzen: So funktioniert es privat und beruflich

Ja, es ist wahr! Tatsächlich können Sie Umzugskosten bei der nächsten Einkommenssteuerklärung absetzen. In vielen Fällen spricht das Finanzamt eine Steuerermäßigung zu. Noch besser ist, dass sowohl berufliche als auch private Gründe für einen Umzug dabei legitim sind. Es gibt jedoch große Unterschiede, die wir Ihnen in den nachfolgenden Absätzen erläutern.

Steuern und Finanzamt © Stockfotos MG, fotolia.com
Egal ob der Umzug aus privaten oder beruflichen Gründen erfolgt – wer Umzugskosten beim Finanzamt geltend macht, kann deutliche Steuerermäßigungen erwarten. © Stockfotos MG, fotolia.com

Generell gilt Folgendes:

  1. Die meisten Ausgaben müssen Sie belegen, um die Kosten später steuerlich absetzen zu können.
  2. Bestimmte Kosten, die nicht einzeln nachgewiesen werden müssen, können Sie über die Umzugskostenpauschale abrechnen.

Umzugskosten absetzen, wenn Sie aus privaten Gründen umziehen

Wer aus privaten Gründen umzieht, kann pro Steuerjahr höchstens 20.000 Euro beim Finanzamt geltend machen. Das Finanzamt gewährt dann eine Steuerermäßigung von 20%. Sie erhalten also eine Steuerermäßigung von maximal 4.000 Euro für Umzugskosten bei der nächsten Einkommenssteuererklärung.

Die Umzugskosten setzen Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen im Mantelbogen der Steuererklärung ab.

Müssen Sie aus gesundheitlichen Gründen umziehen? Dann gelten Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung.

Umzugskosten absetzen, wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen

Steuerlich lohnenswert sind vor allem Umzüge aus beruflichen Gründen, da Sie diese als Werbungskosten von der Einkommenssteuer absetzen können. Doch das Finanzamt erkennt nicht alle beruflichen Gründe für einen Umzug an.

Umzugskosten können Sie geltend machen, wenn…

  • der neue Arbeitsweg eine Zeitersparnis von mehr als einer Stunde (Hin- und Rückfahrt) bedeutet – die Strecke ist dabei unerheblich.
  • Sie den Arbeitsplatz wechseln müssen.
  • der Umzug verbesserte Arbeitsbedingungen bedeutet.
  • Sie nach einem berufsbedingten Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückkehren.
Tipp: Auch ein Umzug innerhalb einer Stadt kann dazu berechtigen, die Umzugskosten steuerlich abzusetzen, sofern der neue Arbeitsweg eine Zeitersparnis von einer Stunde bedeutet. Das lohnt sich vor allem in Großstädten!
Was kann bei einem berufsbedingten Umzug geltend gemacht werden?

Alle gelisteten Positionen müssen nachgewiesen werden. Die entsprechenden Belege fügen Sie der Steuererklärung bei.

  • 0,30 € pro Kilometer, den Sie zur Wohnungsbesichtigung zurückgelegt haben
  • Maklergebühren für Mietimmobilien, sofern diese bei der Wohnungssuche auf Sie umgelegt wurden oder Sie selbst einen Makler beauftragt haben
  • doppelte Mietzahlungen von bis zu 6 Monaten, sofern es nicht möglich war, den alten Mietvertrag früher zu kündigen
  • bis zu 3 Monatsmieten, sofern die neue Wohnung nicht eher bezogen werden kann
  • Transportkosten für den den gesamten Hausrat
  • Reparaturkosten, die nach Transportschäden anfallen
Tipp: Um Umzugskosten abzurechnen, ist es nicht zwingend erforderlich, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen – wenngleich es deutlich einfacher ist, die Rechnung beim Finanzamt vorzulegen. Wer auf privat engagierte Umzugshelfer zurückgreift, kann ebenso die Überweisung oder die gestellte Rechnung der Umzugshelfer als Nachweis beifügen.
Besondere nachzuweisende Umzugskosten bei doppelter Haushaltsführung

Müssen Sie aufgrund eines berufsbedingten Umzugs für mehrere Monate zwei Haushalte führen, können Sie eine Verpflegungspauschale beim Finanzamt steuerlich geltend machen. Die Pauschale umfasst einen Verpflegungsmehraufwand, der Ihnen bei doppelter Haushaltsführung entsteht. Dieser beläuft sich auf 24 Euro pro Tag. Gezahlt wird die Pauschale für maximal drei Monate. Bei ca. 90 tagen entspricht dies einer Verpflegungspauschale von 2.160 Euro.

Die Umzugskostenpauschale

Laut Gesetzgeber können Sie mit der Umzugskostenpauschale berufsbedingte Umzugskosten steuerlich absetzen, die im Einzelnen nicht nachgewiesen werden müssen. Darunter fallen u.a.:

  • die Renovierung Ihrer alten Wohnung
  • Kücheneinbau und Geräteinstallation
  • Ummeldungskosten von z. B. Personalausweis oder Fahrzeugpapiere
  • Umzug von Telefon-, TV- und Internetanschluss

Seit 01.04.2019 beträgt die Umzugskostenpauschale für Verheiratete 1.622 Euro. Für jedes mit umziehende Familienmitglied, wie Kinder, kommen weitere 357 Euro hinzu. Für Alleinlebende beträgt die Pauschale derzeit 811 Euro.

7 wertvolle Tipps, um Umzugskosten zu sparen

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Planen Sie Ihren Umzug so früh wie möglich und nehmen Sie nur das mit, was Sie auch wirklich brauchen – so sparen Sie Umzugskosten! © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
  1. Frühzeitig beginnen, den Umzug zu planen – mindestens drei Monate im Voraus!
  2. Umzugsunternehmen online vergleichen, um eine zuverlässige Firma und günstige Konditionen zu finden!
  3. Entrümpeln und aussortieren: Wer überflüssigen Hausrat los wird, spart bares Geld beim Umzug. Verkaufen statt wegwerfen!
  4. Außerhalb der Ferienzeiten umziehen. Am besten in den Wintermonaten.
  5. Gebrauchte, aber noch intakte Umzugskartons von Freunden und Familie leihen.
  6. Über alle steuerlichen Ermäßigungen für Umzugskosten informieren!
  7. Wer selbst den Umzug organisiert, meidet die Rush Hour am Morgen und Spätnachmittag, um Zeit bei der Transportermiete zu sparen.
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