Solarthermie Wirtschaftlichkeit

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Finanzierung und Wirtschaftlichkeit von Solarthermieanlagen

Mit welchen Kosten muss ich bei einer Solarthermieanlage rechnen?

Solarthermie Wirtschaftlichkeit © Frank Peters, stock.adobe.com
Solarthermie Wirtschaftlichkeit © Frank Peters, stock.adobe.com
Bei der Errechnung der Kosten fallen sehr viele Faktoren ins Gewicht, so dass konkrete Zahlen immer stark vom Einzelfall abhängen. Der Markt ist nach wie vor stark in Bewegung, die Forschung und damit die Effizienz der Anlagen schreiten weiter voran, und auch die örtlichen Gegebenheiten können den Preis maßgeblich beeinflussen. Wir stellen die wichtigsten Aspekte, auf die Sie bei der Kostenberechnung achten sollten, vor.

Solarthermie Anschaffungskosten
Solarthermie Anschaffungskosten

Auf die richtige Dimensionierung kommt es an

Die optimale Größe der Kollektorfläche bzw. der Anlage ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Solarthermie-Anlage. Vor allem zu groß angelegte Systeme können ihren Anschaffungspreis auf absehbare Zeit kaum wieder einspielen.

Als Faustregel gilt:

  • 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person, falls die Anlage lediglich zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden soll
  • 1,5 bis 3 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person, falls die Anlage zusätzlich zur Heizungsunterstützung genutzt werden soll
Solarthermie: Soll die Heizung unterstützt werden wird mehr Kollektorfläche notwendig
Solarthermie: Soll die Heizung unterstützt werden wird mehr Kollektorfläche notwendig
Tipp: Bei der Verwendung von effizienteren Vakuumröhrenkollektoren verringert sich die benötigte Fläche. In der Anschaffung sind solche Kollektoren jedoch in der Regel rund 30 Prozent teurer als Flachkollektoren.
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Komplettanlagen

In der Regel wird die Planung und Anschaffung einer Solarthermie-Anlage zu komplex sein, als dass sie vollständig ohne fachmännische Hilfe durchgeführt wird. Um sich die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander zu ersparen und von den langen Erfahrungswerten der Anlagenhersteller zu profitieren, bieten sich Komplettanlagen an. Sie sind für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt für Preise ab 3.500 bis 4.000 Euro (Stand: Februar 2020) inklusive Montageerhältlich, sofern die Anlagen lediglich zur Warmwasseraufbereitung eingesetzt werden sollen. Solarthermie-Anlagen, die zusätzlich zur Heizungsunterstützung genutzt werden sollen, werden ab einem Betrag von 7.000 bis 9.000 Euro (Stand: Februar 2020) inklusive Montage angeboten.

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Amortisationszeit – Die Schwarze Null

Amortisation bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die Solarthermie-Anlage ihre Kosten wieder eingespielt hat und die Erträge die Kosten vollständig gedeckt haben. Die Anschaffung einer solchen Anlage wird mit einem langfristigen Planungshorizont getätigt, und das ist auch gut so.

Die Amortisationszeit hängt stark von der Dimensionierung und den damit verbundenen Investitionskosten ab. Zusätzlich muss in eine seriöse Berechnung auch die Ersparnis bei der Warmwasseraufbereitung (und eventuell für die Heizungsunterstützung) im Verhältnis zu den Marktpreisen, die ansonsten für die benötigte Energie bezahlt werden müssten, einbezogen werden.

Ist die Anlage einmal installiert, sind die laufenden Kosten verhältnismäßig gering. Hier fällt vor allem der Strom für die Umwälzpumpe, die die Trägerflüssigkeit durch das System transportiert, ins Gewicht.

Solarthermie: Die Betriebskosten sind relativ gering
Solarthermie: Die Betriebskosten sind relativ gering

Durchschnittlich können hier etwa 20 Euro an Stromkosten pro Jahr angesetzt werden. Bei weiterhin steigenden Strompreisen kann es sich langfristig gesehen durchaus lohnen, ein besonders energieeffizientes Modell zu wählen. Auch bei der Anlage selbst sollten Käufer auf Qualität achten, damit die etwa alle ein bis zwei Jahre anfallende Wartung nicht zur bösen Überraschung wird. Etwa 100 Euro sollten Sie hierfür jährlich einplanen.

Nach der Amortisationszeit wirft die Anlage Gewinn ab
Nach der Amortisationszeit wirft die Anlage Gewinn ab
Tipp: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Einem Fachmann, der die Anlage von Zeit zu Zeit begutachtet, fallen auch Optimierungsmöglichkeiten, etwa bei der Steuerung, schnell ins Auge. Unter dem Strich können die Kosten für die Wartung dadurch eventuell schnell wieder ausgeglichen werden.

Die Habenseite – die Einsparung und der Ertrag

Ein Beispiel: Eine herkömmliche Solarthermie-Anlage für einen Vier-Personen mit fünf bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche erzeugt rund 2000 Kilowattstunden nutzbare Wärme pro Jahr. In die Berechnung sollte nun einfließen, wie hoch der Gesamtverbrauch ist, sprich: welcher Anteil am Gesamtverbrauch sich durch die Nutzung der Anlage einsparen lassen.

Will man in der Folge den finanziellen Ertrag ausrechnen, kommen die aktuellen Marktpreise für Energie ins Spiel. In der Vergangenheit schwankten sie stark, und eine seriöse Aussage über die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten ist kaum möglich. Daher sollte unsere Beispielberechnung lediglich als grobe Orientierung dienen.

Einsparungen durch Solarthermie
Einsparungen durch Solarthermie

Mit den 2000 erzeugten Kilowattstunden lassen sich rund 250 Liter Öl oder 250 Kubikmeter Gas einsparen. Der Heizölpreis lag Stand Mitte 2019 bei rund 0,67 Cent pro Liter. Das würde einer Ersparnis von 167,50 Euro pro Jahr entsprechen. Legt man eine Nutzungsdauer von 25 Jahren zugrunde, ergibt sich eine Gesamtersparnis von 4187,50 Euro.

Solarthermie: Gut für die Umwelt
Solarthermie: Gut für die Umwelt
Tipp: Rechnen Sie verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Variablen durch, und lassen Sie dabei auch Spielraum. Solarthermie-Anlagen können durchaus 30 Jahre und länger genutzt werden, viele Hersteller geben aber andererseits nur 20 Jahre Garantie. Je nachdem, welche Erwartungen man an die Zukunft hat, kann das Ergebnis der Beispielsrechnungen sehr unterschiedlich ausfallen.

Was sollte noch beachtet werden?

Unter dem Strich variiert der Zeitpunkt, an dem sich eine Anlage bezahlt macht, von rund zehn Jahren bis zu – überhaupt nicht. Für Solaranlagen legen verschiedene staatliche Stellen jedoch immer wieder Förderprogramme auf, die die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anschaffung im Einzelfall erheblich beeinflussen kann. Lesen Sie dazu auch unsere Informationen unter dem Menüpunkt „Förderungsmöglichkeiten“.

Tipp: Behalten Sie nicht nur den möglichen finanziellen Nutzen im Auge. Für viele Haushalte dürfte der Aspekt, selbst umweltfreundliche Energie zu erzeugen und den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, wichtig genug sein, um dafür eventuell auch etwas mehr Geld auszugeben.
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