Photovoltaik Wirtschaftlichkeit

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Finanzierung und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen

Mit welchen Kosten muss ich bei einer Solaranlage zur Stromerzeugung rechnen?

Die Investitionskosten für eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben der staatlichen Förderung haben vor allem Solarzellen-Anbieter aus Fernost für viel Bewegung auf dem Markt gesorgt.

Solarrendite © guukaa, stock.adobe.com
Solarrendite © guukaa, stock.adobe.com

Die Installation ist trotzdem nach wie vor präzise durchzukalkulieren, da die Gesamtkosten in der Regel immer noch im fünfstelligen Bereich liegen. Wir informieren darüber, welche Aspekte bei der Finanzierung beachtet werden sollten.

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Photovoltaik: Die Anlagenpreise sinken seit Jahren
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Photovoltaikanlage: Auf die richtige Dimensionierung kommt es an

Die erste Entscheidung, die Hausbesitzer zu treffen haben, ist der Verwendungszweck der Anlage. Während bei der Solarthermie der Eigenverbrauch im Vordergrund steht, können Betreiber einer PV-Anlage einen Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Dafür erhalten sie eine Vergütung, die von der Bundesnetzagentur monatlich neu festgelegt wird. Es lohnt sich aber aufgrund sinkender Vergütungen und steigender Strompreise mittlerweile nicht mehr, die Anlage größer zu dimensionieren als für den Eigenverbrauch nötig.

Die Leistung einer Solarstrom-Anlage wird üblicherweise in kWp angegeben. Die Abkürzung steht für Kilowatt peak und bezeichnet die maximale elektrische Leistung von Solarzellen. Ein kWp an installierter Spitzenleistung erzeugt in Deutschland etwa 800 bis 1.000 Kilowattstunden Strom im Jahr und belegt, abhängig vom verwendeten Solarzellen-Typ, rund acht bis zehn Quadratmeter an Fläche. Stand 2022 liegen die Kosten für 1 kWp bei 1200 bis 1500 Euro inklusive aller weiterer benötigten Komponenten wie beispielsweise das Netzeinspeisegerät. Für einen Vier-Personen-Haushalt müssen Investoren folglich von Kosten in Höhe von mindestens 6000 bis 8000 Euro ausgehen, sofern damit der Eigenbedarf gedeckt werden soll.

Solaranlage: Gute Qualität hat Ihren Preis
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Tipp: Wer billig kauft, kauft zweimal. Bedenken Sie, dass die PV-Anlage bei guter Pflege ihre Dienste bis zu 30 Jahre und länger verrichten kann. Knackpunkt und größter Kostenfaktor sind die Solarmodule, bei denen Sie auf Qualität, und nicht auf den günstigsten Preis, achten sollten.

Finanzierung einer Photovoltaikanlage

Eine PV-Anlage besteht in der Regel aus dem Solargenerator, also der Gesamtheit der Solarmodule, einem Netzeinspeisegerät inklusive Wechselrichter sowie eventuell nötigen zusätzlichen Zählern. Auch wenn ein einzelner Kauf der Komponenten möglich ist, empfiehlt es sich, die Anlage aus einer Hand planen und installieren zu lassen. Die Installateure können auf Erfahrungswerte zurückgreifen und kennen sich in der Qualität und dem Wechselspiel der einzelnen Fabrikate aus.

Die Investitionskosten sind vergleichsweise hoch und können nicht in jedem Haushalt aus den Rücklagen finanziert werden. Das ist jedoch kein Grund, von dem Vorhaben abzurücken. Eine Möglichkeit bietet die eigene Hausbank mit einem Kredit, der speziell für diesen Zweck eingerichtet wird. Die bankinternen Abläufe halten sich bei den Photovoltaik-Krediten in Grenzen, da die Anlage zum einen selbst einen Wert darstellt, zum anderen die langfristige Rückzahlung mit dem kontinuierlichen Stromertrag gewährleistet ist. Darüber hinaus legt die KfW-Bankengruppe neben Förderungen wiederholt Programme auf, durch die zweckgebundene, besonders zinsgünstige Darlehen vergeben werden. Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier.

Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage
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Photovoltaik Amortisationszeit – Die Schwarze Null

Amortisation bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die PV-Anlage ihre Kosten wieder eingespielt hat und die Erträge die Kosten vollständig gedeckt haben. Eine präzise Berechnung ist seriös kaum möglich, da sie unter anderem von der staatlichen Förderung, der Dimensionierung des Systems sowie von ihrem tatsächlichen Ertrag abhängt. Besonders die Einspeisevergütung für den ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Strom steht immer wieder zur Debatte.

Grob geschätzt wird sich eine Anlage nach heutigem Stand in zehn bis fünfzehn Jahren amortisiert haben. Bei einem Lebenszyklus von zwanzig bis dreißig Jahren kann die Investition also sehr ertragreich sein, ganz abgesehen von dem eigenen grünen Gewissen. Was in den Kostenvoranschlägen meist nicht gesondert erwähnt wird, ist ein wichtiger Aspekt der Photovoltaik: Sie belastet die Umwelt – außer bei der Produktion der Anlage – nicht und sorgt dafür, dass der Anteil an regenerativen Energien im deutschen Stromnetz stetig steigt.

So berechnen Sie die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage
So berechnen Sie die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage
Tipp: Holen Sie mehrere Kostenvoranschläge ein und lassen Sie dabei auch genügend Puffer. Eine auf Kante genähte Finanzierung kann schon durch ein defektes Netzeinspeisegerät, das über 2.000 Euro kosten kann, zu Fall gebracht werden.
Photovoltaik Rechner

Mit dem Photovoltaik Rechner können Sie einfach und bequem die Rendite einer eigenen Photovoltaikanlage berechnen. Tipp: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage… weiterlesen

Die Habenseite – die Einsparung und der Ertrag

Eine PV-Anlage erzeugt Strom, und der ist kostbar, wie Sie auf Ihrer Stromrechnung leicht ablesen können. Je nachdem, ob der erzeugte Strom direkt ins Hausnetz oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, ergeben sich unterschiedliche Erträge. Wird er selbst genutzt, spart sich der Immobilienbesitzer die Kosten, die für den externen Bezug des Stroms fällig geworden wären. Produziert er einen Überschuss, macht er zusätzlichen Gewinn. Diese Erträge müssen zur Berechnung auf die Lebensdauer und die Investitionskosten der Anlage umgelegt werden.

Die Rendite einer PV-Anlage hängt auch vom Strompreis ab
Die Rendite einer PV-Anlage hängt auch von der Entwicklung des Strompreises ab

Fließt der Strom direkt ins öffentliche Stromnetz, so muss die Vergütung mit den Kosten für den Bezug des selbst verbrauchten Stroms, der vom Energieversorger geliefert wird, gegengerechnet werden. Wird die Anlage beispielsweise im Juni 2022 auf dem Hausdach in Betrieb genommen und leistet sie weniger als 10 kWp, beträgt die Vergütung 6,34 Cent pro Kilowattstunde.

Tipp: Der Ertrag sowie staatliche Förderungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung einer PV-Anlage. Lesen Sie dazu auch unsere Informationen unter dem Menüpunkt Fördermöglichkeiten.
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com
Photovoltaik Förderung

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