Schornstein verlängern

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Schornsteinerhöhungen – nicht teuer, aber gelegentlich ein Muss

Wenn der Schornsteinfeger sagt, der Schornstein sei zu niedrig, dann ist das keine Katastrophe. Früher musste der bestehende Kamin in solchen Fällen aufwändig aufgemauert werden. Wer das tun möchte, etwa aus gestalterischen Gründen, kann das tun. Natürlich muss mit entsprechenden Kosten gerechnet werden. Aber es gibt einfachere Lösungen, den Schornstein zu erhöhen. Sie kosten nicht viel, und wer sich auf das Dach traut kann sie sogar selbst installieren. Ein paar wichtige Informationen sollte man allerdings beherzigen.

Haus mit verschiedenen Schornsteinen © fotolia.com
Haus mit verschiedenen Schornsteinen © fotolia.com

Neue Technik, anderer Schornstein

Warum soll der Schornstein plötzlich nicht hoch genug sein, wo er doch über Jahrzehnte treue Dienste geleistet hat, mag sich mancher Hausbesitzer fragen. Der Grund kann die Auswechslung der Heizung sein – moderne Anlagen arbeiten mit geringeren Betriebstemperaturen, demzufolge ist auch die Abluft weniger heiß. Damit steigt sie weniger gut nach oben, darauf kommt es aber an. Der Schornstein konzentriert diese Auftriebskräfte in einem Schacht, und je höher er ist, umso länger bleibt die warme Abluft zusammen, umso besser zieht der Kamin.

Das aber ist aus mehreren Gründen notwendig. Zieht der Schornstein nicht richtig, funktioniert auch die Heizung nicht gut. Das fällt vor allem bei Festbrennstofföfen ins Gewicht, die mit Holz oder Kohle befeuert werden. Dann kann sogar Rauch in die Wohnräume dringen, ein ganz und gar unerwünschter Effekt. Bedenken sollte man auch, dass die Abluft Giftstoffe enthalten kann. Außerdem besteht bei einem nicht gut ziehenden Kamin die Gefahr, dass sich Ruß an den Innenwänden absetzt. Mit einem Wort: Der Kamin muss funktionieren.

Eine Verlängerung kann aber auch aus anderen Gründen geboten sein. Nach den entsprechenden Vorgaben muss der Schornstein über andere Bauteile am Haus ragen, vor allem über die Fenster, und erst recht über die Ansauger von Lüftungsanlagen. Sonst wird schädliche Abluft gleich wieder ins Haus gesaugt. Verschiedene Umbauten am Haus können daher die Verlängerung des Schornsteins notwendig machen, vor allem die Aufstockung des Gebäudes oder der Bau von Gauben.

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Ansprechpartner Nummer eins – der Schornsteinfeger

Schornsteinfeger © pholidito, fotolia.com
Schornsteinfeger © pholidito, fotolia.com

Zum Glück werden Hausbesitzer bei den regelmäßigen Kontrollen der Heizungsanlagen auf eventuelle Notwendigkeiten dieser Art hingewiesen. Der Schornsteinfeger sollte in jedem Fall auch gefragt werden, wenn es um die Schornsteinerhöhung geht. Er weiß, was notwendig ist, und kann die fälligen Berechnungen vornehmen. Er kann auch Ratschläge geben für den Kauf der Erhöhungen, die es reichlich gibt.

In der Regel bestehen die Schornsteinerhöhungen aus Edelstahl. Achten sollte man darauf, dass hochwertiger V4A–Edelstahl verwendet wurde, der rußbrand- und korrosionsbeständig ist; er hält auch die Säurebestandteile der Abgase moderner Brennwertheizungen aus. Edelstahl erfüllt auch die Brandschutzbestimmungen ohne Probleme. Mindestens 0,6 Millimeter sollte das Material stark sein. Ein Qualitätsmerkmal ist, wenn die Teile mit der Laser-Schweiß-Technik gebaut wurden. Einen gewissen Mindeststandard zeigt das TÜV-Zertifikat an. Auf dieses sollte man beim Kauf schon bestehen.

Für jeden Kamin die passende Lösung

Das breite Angebot sorgt dafür, dass es für nahezu jeden Schornstein und jede Situation die passende Verlängerung gibt. Von 30 Zentimetern bis zu drei Metern in der Länge und mit Querschnitten von bis zu 60 Zentimetern sind die Verlängerungen zu haben, und zwar sowohl rund als auch quadratisch. Gerade auch die Auswahl der zum Einsatz kommenden Kaminverlängerung sollte man im Detail mit dem Schornsteinfeger besprechen. Es werden zwar viele Komplettsets angeboten, einschließlich der notwendigen Befestigungsteile, aber eine Beratung von unabhängiger Seite empfiehlt sich dringend.

Das betrifft auch die Frage, ob eine ein- oder eine zweiwandige Schornsteinverlängerung montiert wird. Die doppelwandige Variante hat eine integrierte Außendämmung, die die Zugwirkung erhöht und außerdem verhindert, dass sich zu viel Kondenswasser an den Innenwänden des Schornsteins absetzt. In den meisten Fällen ist die doppelwandige Variante die bessere Lösung, für manche Betriebsarten sind einwandige Verlängerungen gar nicht zugelassen. Auch sind die Kosten nicht übermäßig hoch sind. Einwandige Verlängerungen sind für bis 150 Euro, doppelwandige Stücke für bis zu 300 Euro zu haben, man kann aber auch schon für die Hälfte brauchbares Material bekommen.

Dazu kommt die Montage, für die man 50 bis 100 Euro rechnen muss. Allerdings ist es durchaus möglich, dies auch selbst zu erledigen, wenn man schwindelfrei ist und sich auf das Dach traut. Auf die notwendige Sicherung zu achten, ist fast schon der größte Aufwand. Die Verlängerung wird in Kamin gesteckt und befestigt, ohne dass man dafür irgendwelches Spezialwerkzeug benötigt. Dazu kommt eine Platte auf dem vorhandenen Kamin, die in der Regel aufgedübelt wird.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Artikel Wie hoch muss der Schornstein sein?
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