Wahrnehmung von Lärm

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Wahrnehmung von Lärm – subjektives Empfinden

Ob ein Geräusch als störender Lärm wahrgenommen wird, hängt in hohem Maß von subjektiven Faktoren ab. Unabhängig von definierten Schallpegeln kommen Geräusche bei jedem Menschen in anderer Intensität an. Gehör, Umgebungsvariablen und der Stressfaktor, der Lärm für einen Menschen bedeutet, spielen dabei eine Rolle. Auch die Art des Geräusches beeinflusst die Wahrnehmung.

Zu viel Lärm verursacht Stress © lassedesignen, fotolia.com
Zu viel Lärm verursacht Stress © lassedesignen, fotolia.com

Aus Schall wird Lärm

Das eigentliche Hören findet im Gehirn statt, in dem die vom Ohr übertragene Schallwellen erst interpretiert werden. Aus diesem Grund ist Schall nicht gleich Lärm und Geräusche gleicher Lautstärke können als angenehm oder störend empfunden werden. Die größte und störende Schallemission ist laut Umfragen der Straßenverkehrslärm und verursacht damit auch den meisten Stress. Er gehört zu den kontinuierlichen Geräuschquellen und kann damit zur Dauerbelastung werden. Weiterhin wird zwischen

  • Intermittierendem Lärm wie er beim Start eines Flugzeuges entsteht und
  • Impulslärm wie Fehlzündungen, Schüsse oder Explosionen

unterschieden.

Man unterscheidet drei Arten von Lärm
Man unterscheidet drei Arten von Lärm

Äußere Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Interpretation von Geräuschen. In Stresssituationen oder bei hoher Konzentration wirken schon leise Geräusche ablenkend und belastend, insbesondere in einer geräuscharmen bis stillen Umgebung. Ist das Umfeld ohnehin unruhiger und lauter, werden auch lautere Geräusche nicht so schnell als Lärm empfunden. Gerade bei kontinuierlichem Lärm kann auch ein Gewöhnungseffekt eintreten. Das Geräusch wird dann nicht mehr bewusst wahrgenommen und wirkt auch nicht mehr störend. Gerade dieser Dauerlärm ist allerdings der Hauptauslöser für lärmbedingte Gesundheitsbeschwerden.

Wie Schall übertragen wird © fluglärm-portal.de
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Lärmimmissionen in Dezibel (A)

Art des Geräuschs dB(A)
Schmerzgrenze Raketenstart 150
Düsenflugzeug 130
Flugzeugstart 120
Hörschäden Rockkonzert 115
Kettensäge, Diskothek 105
Kreissäge 95
Rasenmäher 85
Körperliche Reaktionen Staubsauger 75
Psychische Reaktionen Radio/ Fernseher in Zimmerlautstärke 60
Bürolärm 50
Vogelzwitschern 40
Flüstern 30
Ticken einer Uhr 20
Flug einer Stechmücke 10
Hörschwelle 0

 

Quelle: amplifon.com

Lautstärke verschiedener Geräusche im Vergleich © fluglärm-portal.de
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Wann Lärm krank macht

Übersteigt der Schalldruckpegel über einen Zeitraum von mehr als 40 Std/ Woche eine Höhe von 85 db(A), kann es zu dauerhaften Schädigungen am Gehör kommen. Noch höhere Werte, insbesondere bei intermittierendem und Impulslärm, können Schmerzen im Ohr auslösen und das schon bei kurzer Einwirkung. Niedrigere Lärmdruckpegel ab 65 db(A) verursachen bei dauerhafter Einwirkung ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Änderungen im Stoffwechsel und im Hormonhaushalt. Der durch Dauerlärm verursachte Stress erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen:

  • Lärmschwerhörigkeit
  • Schlechtere Konzentrationsfähigkeit
  • Gestörter Schlaf
  • Schnellere Alterung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Erhöhtes Infarkt- und Depressionsrisiko
Tipp: Mit einem guten Schallschutzkonzept bei der Sanierung kann die Lärmbelastung gesenkt werden. Ebenfalls hilfreich bei nicht auszuschaltenden Lärmeinwirkungen ist eine Änderung der inneren Einstellung, durch die Stress und die damit verbundenen Folgeerkrankungen reduziert werden können.
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