Nachträglicher Schallschutz für Türen

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Für mehr Ruhe: nachträglicher Schallschutz an Türen

Ein guter Schallschutz steigert den Wohnkomfort. Neubauten werden deshalb inzwischen oft von vornherein mit schalldämmenden Türen ausgestattet. Sie sind im Unterschied zu herkömmlichen Türen in ihrem Inneren nicht hohl und lassen dadurch nur wenige Geräusche auf die andere Seite dringen. In einem Bestandsgebäude sämtliche Türen gegen Schallschutztüren auszutauschen, ist allerdings mit hohen Kosten verbunden. Möchten Sie mit weniger Geld für mehr Ruhe sorgen, sollten Sie daher zunächst einen Blick auf unsere Tipps werfen.

Leere Wohnung mit Elefant © Mediaparts, stock.adobe.com
In hellhörigen Gebäuden werden Geräusche schnell zu einer Belastung © Mediaparts, stock.adobe.com
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1. Sämtliche Undichtigkeiten beseitigen

Schallwellen finden ihren Weg selbst durch kleine Ritzen. Sie sind bei älteren Türen häufig vorhanden, denn Türen können sich im Laufe der Zeit verziehen. Auch die Dichtungen nutzen sich durch den Gebrauch der Türen ab und können beschädigt sein. All diese Undichtigkeiten lassen sich auf verschiedene Arten beseitigen. Haben Sie an Ihren Türen welche entdeckt, sollten Sie daher unseren Ratgeber „Für mehr Wohnkomfort und geringere Heizkosten – Türen richtig abdichten“ lesen.

Tipp: Dringt Licht bei geschlossener Tür beispielsweise durch den Spalt unter der Tür, gelangt auch der Schall hindurch. Schalten Sie daher bei Dunkelheit das Licht versuchsweise auf einer Seite der Tür ein und auf der anderen aus.
grüner Zugluftstopper vor einer weißen Tür, um den Luftstrom von außen ins Haus zu reduzieren © Jenny, stock.adobe.com
Schon eine Zugluftrolle kann vor Lärm schützen © Jenny, stock.adobe.com

2. Einen Schallschutzvorhang anbringen

Dicke Stoffe absorbieren den Schall. Schon ein schwerer Vorhang lässt daher weniger Geräusche in einen Raum dringen. Einen noch größeren Effekt hat jedoch ein Schall- oder Lärmschutzvorhang. Er lässt sich wie jeder andere Vorhang mithilfe einer Gardinenstange vor der Tür aufhängen und sollte von der Decke bis zum Fußboden reichen. Schallschutzvorhänge bekommen Sie im Handel in vielen Farben und Designs. Sie sind zumeist mit Ösen oder Schlaufen versehen, aber auch mit Faltenband für die Gardinenschiene erhältlich. An Haustüren und Wohnungseingangstüren verbessern sie gleichzeitig den Wärmeschutz.

Leere Theater Bühne mit rotem Vorhang und Sitzreihen © Thomas Söllner, stock.adobe.com
Auch in Kinos und Theatern nutzt man den schallschluckenden Effekt von Stoffen © Thomas Söllner, stock.adobe.com

3. Einen Teppich vor die Tür legen

Auch Teppiche absorbieren Schallwellen. Sie mindern vor allem den Trittschall, deshalb ist es in einem Gebäude mit Teppichböden leiser als in einem gefliesten. Möchten Sie den Effekt von Teppich gezielt an einer bestimmten Tür nutzen, können Sie einen dicken Teppich vor die Tür legen. Diese Maßnahme hat zwar nur eine begrenzte Wirkung, lässt sich aber gut mit anderen Lärmschutzlösungen kombinieren. Gleichzeitig ist sie eine gute Möglichkeit, das Zuhause zu verschönern.

4. Die Türen bekleben

Durch das Bekleben der Türen mit schalldämmenden Materialien verbessern Sie den Schallschutz noch effektiver. Hierfür eignen sich verschiedene Materialien. Die meisten sehen allerdings nicht besonders schön aus und werden deshalb im Anschluss meist mit einer Designfolie überklebt.

Hinweis: Als Eigentümer dürfen Sie Ihre Türen nach Belieben bekleben. Als Mieter sollten Sie jedoch unbedingt die Erlaubnis Ihres Vermieters einholen.

Für einen guten Schallschutz bekleben Sie die Türen von beiden Seiten. Möchten Sie nur eine Seite bekleben, sollten Sie möglichst die Seite wählen, von der die Geräusche stammen. Dies wäre zum Beispiel bei einer Haustür, durch die Straßenlärm in das Gebäude dringt, die Außenseite.

Massegeladene Vinylmatten

Massegeladene Vinylmatten sind zumeist nur zwei bis drei Millimeter dick, mit einem Gewicht von etwa fünf Kilogramm pro Quadratmeter aber relativ schwer. Diese hohe Dichte sorgt dafür, dass die Schallwellen von der Tür abprallen. Massegeladene Vinylmatten lassen sich mit dem Messer oder der Schere zuschneiden und sind auch in selbstklebenden Ausführungen erhältlich. Für alle anderen benötigen Sie einen geeigneten Klebstoff. Berücksichtigen Sie hierbei die Empfehlung des Mattenherstellers oder verwenden Sie seinen Klebstoff.

Schalldämmende Matten aus Bitumen oder Alubutyl

Schalldämmende Matten aus Bitumen oder Alubutyl ähneln den massegeladenen Vinylmatten in ihren Eigenschaften und in der Verarbeitung. Diese Matten kommen auch dort zum Einsatz, wo Störgeräusche aus Schwingungen und Vibrationen eliminiert werden sollen. Eine weitere gängige Bezeichnung ist deshalb Anti-Dröhn-Matte.

Matten aus Akustik-Noppenschaum

Sehr viel leichter als die Matten aus Vinyl, Bitumen und Alubutyl sind die Matten aus Akustik-Noppenschaum. Diese können Sie anstelle von Klebstoff daher auch mit doppelseitigem Klebeband befestigen. Matten mit selbstklebenden Rückseiten sind aber ebenfalls erhältlich. Akustikschaumstoff ist mit zwei Zentimetern oder mehr allerdings relativ dick. Seine schalldämmende Funktion erhöht sich mit der Materialstärke und entsteht durch die Noppen. Sie brechen und zerstreuen den Schall, sodass er von den Poren im Schaumstoff „verschluckt“ werden kann.

Noppen von Akustikschaum © euthymia, stock.adobe.com
In den Noppen von Akustikschaum verfängt sich der Schall © euthymia, stock.adobe.com

Akustik-Noppenschaum wird häufig in Räumen genutzt, aus denen der Schall nicht nach außen dringen soll. Typische Beispiele hierfür sind die Proberäume für Musikbands und die Partykeller in Privathaushalten. Auch den Lärm von Maschinen in Ihrer Kellerwerkstatt ersparen Sie Ihren Familienmitgliedern durch Noppenschaum. Diese Matten können Sie an Türen kleben, bei denen das Aussehen keine Rolle spielt. Für alle anderen Türen bekommen Sie schönere Produkte aus Akustikschaum.

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5. Lücken um den Türrahmen schließen

Lücken in den Wänden rund um den Türrahmen lassen ebenfalls Geräusche in einen Raum dringen. Schauen Sie sich bei der nächsten Renovierung die Wandanschlüsse deshalb genau an. Eventuell vorhandene Hohlräume lassen sich am einfachsten mit Bauschaum verschließen.

6. Die Türen durch Schallschutztüren ersetzen

Hilft keiner unserer Tipps, sollten Sie über die Anschaffung von Schallschutztüren nachdenken. Hierbei können Sie sich aus Kostengründen auf die wichtigsten Türen beschränken. Dies sind in den meisten Haushalten die Haustür und die Nebeneingangstür und bei einer Mietwohnung die Wohnungseingangstür. Schallschutztüren sind in den Schallschutzklassen (SK oder SSK) 1 bis 5 erhältlich. Die schalldämmende Funktion, aber leider auch der Preis wird von der Klasse 1 bis zur Klasse 5 immer höher. Mit der Klasse steigt zudem die Dicke der Tür.

Selbst bei den Türen der höheren Klassen dürfen Sie jedoch nicht erwarten, dass keinerlei Geräusche hindurchdringen. Extremer Lärm wird immer noch wahrnehmbar, aber sehr viel leiser sein. Von Außen ist Schallschutztüren ihre schalldämmende Funktion in der Regel nicht anzusehen. Sie sehen wie herkömmliche Türen aus und sind wie diese mit zahlreichen Oberflächen erhältlich.

Mineralwolle für die Dachdämmung © Patryk Kosmider, stock.adobe.com
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