Optimale Luftfeuchtigkeit in Schlafzimmer

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Im Schlafzimmer erholen wir uns. Die meisten Menschen verbinden Ruhe, Entspannung und Müßiggang mit dem Schlafraum. Immerhin verbringen wir die ganze Nacht, in etwa sechs bis zehn Stunden täglich, darin. Entscheidend dafür, ob wir uns wohlfühlen, ist das Raumklima. Dieses ist eine Kombination aus der Luftqualität, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Vor allem die letzten beiden bedingen sich gegenseitig.

Zu trockene Luft kann die Gesundheit beeinträchtigen und Symptome wie gereizte Augen, höhere Anfälligkeit für Infekte, Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen. Aus diesem Grund sollten Sie die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit in ihrem Schlafzimmer genau messen.

Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie langfristig eine optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erreichen.

Paar schläft entspannt © Antonioguillem, stock.adobe.com
Das Schlafzimmer ist ein Ort der Erholung und Regeneration. Für eine Wohlfühlatmosphäre ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Raum besonders wichtig © Antonioguillem, stock.adobe.com

Luftfeuchtigkeit messen

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen wird mit einem Hygrometer gemessen. Dieses misst die relative Feuchte. Die relative Feuchte ist das prozentuale Verhältnis zwischen dem tatsächlich in der Luft enthaltenen und dem maximal möglichen Wasserdampfgehalt. Sie ist entscheidend für das Wohlbefinden in Räumen. Wird die Temperatur in einem 20 Grad warmen Raum mit einer relativen Luftfeuchte von 40 Prozent auf 22 Grad erhöht, reduziert sich die relative Feuchte, nicht die absolute.

Mit dem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit messen
Mit dem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit messen
Tipp: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit dem Hygrometer in einiger Entfernung von Fenster und Heizkörpern.

In Schlafräumen werden kühlere Temperaturen von 16 bis 18 Grad empfohlen. Das förderten einen erholsamen Schlaf. Die kältere Luft kann allerdings weniger Wasser aufnehmen. Das hat zur Folge, dass die relative Feuchtigkeit im Schlafzimmer schneller auf 60 Prozent und mehr steigt als in warmen Räumen. Die empfohlene Luftfeuchtigkeit liegt in Schlafräumen zwischen 40 und 60 Prozent.

Luft messen mit Hygrometer © New Africa, stock.adobe.com
In Schlafräumen werden kühlere Temperaturen empfohlen. Diese kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Aus diesem Grund sollte die Luftfeuchte regelmäßig gemessen werden © New Africa, stock.adobe.com

Ursachen für Feuchtigkeit

Die Feuchtigkeit produzieren wir selbst durch Atmen und Schwitzen. Pro Nacht produzieren wir so im Durchschnitt bis zu zwei Litern Wasserdampf. Je mehr Personen sich im Schlafzimmer aufhalten, desto mehr Feuchtigkeit wird an die Luft abgegeben.

Tipp: Pflanzen geben über ihre Blattoberfläche ebenfalls Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Aus diesem Grund sollen Sie auf Pflanzen im Schlafraum verzichten.

Im Schlafzimmer sollte es kühler als in anderen Wohnräumen sein. Trotzdem ist es wichtig, dass die Heizung eine konstante Temperatur im Raum garantiert. Kühlt das Schlafzimmer zu sehr aus und die Temperatur weicht deutlich von den anderen Räumen ab, wird die Wärme von dort abgezogen. Das kann dazu führen, dass warme Luft aus dem Rest der Wohnung über die offene Tür in den Schlafraum einströmt und dort an den kalten Wänden kondensiert. Diese werden dadurch nass und bilden ideale Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze.

Damit die Oberflächen trocken bleiben, ist es ebenfalls wichtig, dass die Luft im Raum frei zirkulieren kann. Möbel und schwere Vorhänge sollten mindestens 10 Zentimeter von der Wand weg sein, damit eine Luftzirkulation gewährleistet ist.

Tipp: Trocknen Sie keine Wäsche im Schlafzimmer. Das bringt einen weiteren Feuchtigkeits-Eintrag im Raum.
Pflanzen im Schlafzimmer © Pixel-Shot, stock.adobe.com
Pflanzen geben ebenfalls Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Ist die Luftfeuchte im Schlafzimmer zu hoch, sollte auf Pflanzen verzichtet werden © Pixel-Shot, stock.adobe.com
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Kalte Wände und Fenster können auch die Folge von Baumängeln sein. So genannte Wärmebrücken an den Außenwänden, der Fensterlaibung, dem Fenstersturz oder dem Rollladenkasten führen zu kalten Stellen, an denen die Feuchtigkeit der warmen Raumluft kondensiert. Wärmebrücken entstehen durch Materialien mit schlechter Wärmedämmung oder unsachgemäße Verarbeitung.

Anzeichen einer zu hohen Luftfeuchtigkeit

Ist zu viel Feuchtigkeit in der Raumluft des Schlafzimmers enthalten, sind die Fensterscheiben am Morgen oft beschlagen. Meist bilden sich auch schwarze Schimmelflecken an den Silikonfugen.

Eindeutig sind die Anzeichen, wenn sich Tapeten wellen oder Blasen bilden sowie Schimmelflecken zu sehen sind. Meist ist auch ein muffiger Geruch wahrzunehmen.

Beschlagene Fenster © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Ist die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu hoch, kondensiert das Wasser an den kalten Fensterscheiben © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Optimale Luftfeuchtigkeit erhalten

Der erste Schritt hin zu einer ausgeglichenen Luftfeuchtigkeit im Schlafraum ist sicherlich, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit genau zu messen. Sinnvoll ist auch eine Messung abends und eine morgens. Mit diesen Grundlagen kann dann das richtige Vorgehen geplant werden.

Vor dem Zubettgehen sollte die Luft eher weniger Luftfeuchtigkeit enthalten und einen Wert von rund 40 Prozent aufweisen. Dies ist wichtig, damit die Luft über Nacht von uns ausgeschiedene Feuchte aufnehmen kann.

Regelmäßiges und richtiges Lüften ist ebenso wichtig für eine gut ausbalancierte Luftfeuchtigkeit. Zum Lüften sollten die Fenster für kurze Zeit weit geöffnet werden und es sollte ein Durchzug möglich sein. Die verbrauchte, feuchtwarme Raumluft kann so durch frische, sauerstoffreiche Außenluft ausgetauscht werden.

Tipp: Lüften Sie das Schlafzimmer mehrmals am Tag für ein paar Minuten. Wichtig ist gründliches Lüften auch vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen.

Das richtige Lüften senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum und die Luft kann wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Im Winter sollten die Lüftungsintervalle nur fünf bis acht Minuten dauern. Im Sommer bei hohen Außentemperaturen ist es sinnvoll, nur früh morgens und spät abends zu lüften, wenn die Außenluft noch relativ trocken ist. Ansonsten kommt unnötig Feuchtigkeit ins Schlafzimmer. Aus diesem Grund sollte auch nicht bei Regen gelüftet werden.

Maßnahmen für eine optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer:

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer
Luft mit einem Wasser-Gefäß, einem Zimmerbrunnen oder Pflanzen befeuchten Mit Salz oder Reis die Feuchtigkeit binden
Luftbefeuchter verwenden Raumtemperatur erhöhen
Gute Luftzirkulation im Raum ermöglichen
Regelmäßiges Stoßlüften
Tipps zum richtigen Lüften
Tipps zum richtigen Lüften
Bürozimmer lüften © Andrey Popov, stock.adobe.com
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