Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

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Eine ideale Balance zwischen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ist für ein Wohlfühlklima entscheidend. Beide Werte hängen voneinander ab, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Ist die Luft zu trocken, kann es zu gereizten Augen und Schleimhäuten, zu Müdigkeit und zu einer höheren Infektanfälligkeit kommen. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit fühlt sich alles klamm an und es riecht muffig. Zudem erhöht sich die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Schimmelpilze mindern nicht nur das Wohlbefinden in Räumen, sie gefährden langfristig die Gesundheit der Bewohner.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit in Räumen im Auge zu behalten. Messen kann man die Luftfeuchtigkeit ganz einfach mit einem Hygrometer. Viele der Geräte beinhalten auch ein Raumthermometer, sodass gleich beide Werte ablesbar sind.

Hygrometer © peterschreiber.media, stock.adobe.com
Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent © peterschreiber.media, stock.adobe.com

Allerdings sind die Anforderungen an die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur nicht in allen Räumen gleich. Je nach Beschaffenheit sowie Nutzungsart und -dauer variieren die Empfehlungen. Aus diesem Grund wollen wir Ihnen hier in diesem Artikel aufzeigen, welche Werte in den jeweiligen Wohnräumen ideal sind und wie Sie diese erreichen können.

Fakten zur Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist die Menge an Wasserdampf, die die Raumluft aufnehmen kann. Das hängt von der Lufttemperatur ab. Je höher die Temperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen.

Mit dem Hygrometer wird die relative Feuchte im Raum gemessen. Sie gibt an, wie viel Prozent des maximalen möglichen Wasserdampfgehaltes sich aktuell in der Raumluft befindet.

Diese Angabe ist nicht zu verwechseln mit der absoluten Luftfeuchtigkeit. Diese gibt an, wie viel Gramm Wasser sich in einem Kubikmeter Luft befindt. Kann die Luft bei einer Raumtemperatur von Null Grad Celsius fünf Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen, so sind es bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius bereits 30 Gramm. Das ist also die maximale Kapazität an Wasserdampf, die die Raumluft aufnehmen kann. Die relative Feuchte gibt nun an, wie viel dieser maximalen Kapazität in der Luft aufgenommen wurde.

Die optimale Luftfeuchtigkeit eines Raumes ist kein fester Wert. Hier geht es eher um eine Spektrum von Werten, die als angenehm empfunden werden und auch für den Erhalt der Bausubstanz förderlich sind.

Luftfeuchigkeit entsteht jeden Tag in der Wohnung
Luftfeuchigkeit entsteht jeden Tag in der Wohnung

Raumklima in Wohnräumen unterschiedlich

Als Grundregel gelten 50 Prozent Luftfeuchtigkeit und 20 Grad Celsius Raumtemperatur als optimales Raumklima. Doch dies kann nicht für jeden Raum gleich angenommen werden. Je nachdem wie die Räume genutzt werden und wie viele Menschen sich wie lange in ihnen aufhalten, gestalten sich die Anforderungen an das Raumklima anders.

Großfamilie im Esszimmer © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Ein ideales Raumklima sieht je nach Nutzung und Anzahl der Menschen in jedem Zimmer anders aus © Robert Kneschke, stock.adobe.com
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In manchen Räumen findet viel Bewegung statt und in anderen sitzen die Bewohner länger. In Bad und Küche entsteht durch Duschen und Kochen viel Feuchtigkeit, in anderen Räumen ist die Luftfeuchtigkeit eher zu gering. So sind die Bedingungen in jedem Raum anders.

Experten empfehlen für die jeweiligen Räume folgende Kombination aus Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur:

Luftfeuchtigkeit Raumtemperatur
Wohnzimmer 40 bis 60 Prozent 20 Grad Celsius
Arbeitszimmer 40 bis 60 Prozent 17 bis 20 Grad Celsius
Schlafzimmer 40 bis 60 Prozent 16 bis 18 Grad Celsius
Kinderzimmer 40 bis 60 Prozent 20 bis 22 Grad Celsius
Küche 50 bis 60 Prozent 18 Grad Celsius
Bad 50 bis 70 Prozent 23 bis 24 Grad Celsius
Keller 50 bis 65 Prozent 10 bis 15 Grad Celsius

Folgen eines schlechten Raumklimas

Wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu niedrig oder zu hoch ist, fühlen sich die Bewohner körperlich schlappoder geistig müde. Zudem kann es zu gravierenden gesundheitlichen Folgen kommen.

Eine zu trockene Raumluft von unter 40 Prozent kann zu Reizungen der Augen, der Haut oder der Schleimhäute führen. Es zeigen sich Symptome wie juckende oder brennende Augen, Rötungen und Juckreiz auf der Haut sowie Kratzen im Hals oder Ähnliches. Insgesamt wird das Immunsystem geschwächt und es kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen.

Frau mit Allergie © PheelingsMedia, stock.adobe.com
Trockene Raumluft kann zu Reizungen der Augen, der Haut und der Schleimhäute führen sowie zu Unwohlsein und Müdigkeit © PheelingsMedia, stock.adobe.com

Fällt der Luftfeuchtigkeit im Raum unter 23 Prozent, kann der Körper die Feuchte-Balance über die Atmung nicht mehr aufrechterhalten. Die Folge ist ein fühlbaren Befindlichkeitsstörungen.

Tipp: Eine zu trockene Raumluft macht sich auch daran bemerkbar, dass sich die Luft schneller elektronisch auflädt. Die Bewohner nehmen dies über vermehrte Stromschläge beim Berühren von Metall war.

Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent fühlen sich Schimmelpilze besonders wohl. Schimmel wird oft erst spät sichtbar und erkannt. Ist der Befall stark und langanhaltend kann die Bausubstanz ebenso angegriffen werden wie die Gesundheit der Bewohner. Die eingeatmeten Schimmelsporen können Asthma und Allergien verursachen.

Mit dem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit messen
Mit dem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit messen

Maßnahmen für ein ausgeglichenes Raumklima

Um genaueres über das Raumklima zu sagen, ist es erst einmal wichtig, dass die zwei Parameter Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer gemessen werden. Stellt man dabei fest, dass die Werte dauerhaft nicht im optimalen Bereich liegen, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um das Raumklima zu verbessern.

Tipp: Das Hygrometer sollten Sie für eine genaue Messung in einiger Entfernung von Außenwänden, Türen, Fenstern und der Heizung aufstellen.

Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die Raumluft durch frische Außenluft ausgetauscht wird. Wichtig ist, dass für die Lüftung kurz alle Fenster und Türen geöffnet werden und Durchzug geschaffen wird. Mit der alten Raumluft wird auch die Feuchtigkeit abgeführt.

Bürozimmer lüften © Andrey Popov, stock.adobe.com
Regelmäßiges Stoßlüften in jedem Raum schafft ein frisches Wohlfühlklima © Andrey Popov, stock.adobe.com

Eine ausreichende Raumtemperatur über alle Räume hinweg schafft eine gute Voraussetzung für ein ausgeglichenes Raumklima. Die Temperaturunterschiede zwischen den einzelnen Räumen sollten maximal vier Grad Celsius betragen.

Nach dem Duschen, Baden oder Kochen sollte die entstandene Luftfeuchtigkeit durch Lüften nach Außen entweichen können. Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum an der oberen Grenze oder gar darüber, sollte auf zusätzlichen Feuchteeintrag durch Wäsche trocknen oder Ähnliches verzichtet werden.

Kondenswasser am Fenster © Gchristo, fotolia.com
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