Faktoren die das Raumklima beeinflussen

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Physikalische, biologische und chemische Faktoren die das Raumklima beeinflussen

Die wesentlichen Einflussfaktoren die das Raumklima beeinflussen, sind Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Beides ist meist sofort spürbar und wird als positiv oder eher unangenehm empfunden. Für ein gesundes Raumklima sind aber auch weitere physikalische Faktoren sowie biologische und chemische Faktoren von Bedeutung.

Zu den physikalischen Faktoren gehören Luftzirkulation, Lärm, Licht und Farbwirkungen. Was für Temperatur und Luftfeuchtigkeit gilt, wird in der Regel auch bei physikalischen Faktoren unbewusst wahrgenommen. Elektrosmog ist dagegen nur von wenigen Menschen direkt spürbar.

Raumklima: Wichtige Einflussfaktoren
Raumklima: Wichtige Einflussfaktoren

Luftzirkulation

Zu einem gesunden Raumklima gehört die Luftzirkulation, die erst dann als unangenehm empfunden wird, wenn es zieht. Dauerhaft gekippte Fenster sind daher für das Wohlfühlempfinden ebenso schädlich, wie aus ökologischer und ökonomischer Sicht.

So können Sie die Raumluft zu verbessern:

Prinzip der Luftzirkulation bei beheizten Räumen mit Heizkörpern
Prinzip der Luftzirkulation bei beheizten Räumen mit Heizkörpern

Lärm

Lärm, der von außen verursacht wird, dringt im Wesentlichen durch mangelnden Lärmschutz ins Haus ein. Der Einbau von Schallschutzfenstern ist die effektive Lösung gegen Lärm von außen.

Lärm im Gebäude kann unter anderem durch Schallbrücken, minderwertige oder falsch installierte Haustechnik oder falsche Einrichtung entstehen.

Durch eine verbesserte Akustik im Raum und eine reduzierte Nachhallzeit wird der Lärm insgesamt reduziert, Wohlbefinden und Konzentration werden gesteigert. Die angenehme, ruhige Umgebung wird als deutlich entspannender empfunden.

Zuviel Schalldruck macht dauerhaft krank
Zuviel Schalldruck macht dauerhaft krank

Es gibt zwei Arten um den Lärmpegel zu senken – die Absorption und die Diffusion:

  1. Absorbierende Elemente verringern die Nachhallzeiten und entschärfen die Reflexionen der Schallwellen. Dazu gehören raue Oberflächen, beispielsweise Naturstein- oder Holzpaneele als Wandverkleidung, weiche Textilien und Accessoires wie Kissen, Decken, Vorhänge oder Teppiche. Sie absorbieren durch ihre weichen, porösen Flächen den Schall, anstatt ihn in den Raum zurückzuwerfen.
  2. Die Diffusion, die Streuung des Schalls, leistet ebenfalls einen großen Beitrag für eine ausgeglichene Akustik im Raum. Möglichst viele Flächen statt nur einer einzigen, reflektieren die Schallwellen im Raum und sorgen für einen Schallverlauf ohne wahrnehmbare Einzelreflexionen. Zimmerpflanzen mit großen Blättern schlucken Schall und verbessern nebenbei die Raumluft. Auch große Regale, als Raumteiler oder an der Wand, in dem unterschiedliche Bücher, Zeitschriften und Deko verteilt sind, optimieren die Schalldiffusion.
Frau hält sich Ohren zu © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Viel Lärm kann krank machen © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Wie viel Dezibel entsteht bei:

Atmen, raschelndes Blatt, Schneefall 10 Dezibel
sehr ruhiges Zimmer,  leichter Wind 30 Dezibel
Flüstern, leise Musik, ruhige Wohnstraße nachts 40 Dezibel
Regen, Kühlschrank, leises Gespräch, Geräusche in der Wohnung 55 Dezibel
normales Gespräch, Fernseher 65 Dezibel
Staubsauger, Wasserkocher, laufender Wasserhahn 70 Dezibel
Waschmaschine beim Schleudern, Großraumbüro 75 Dezibel
laute Sprache, Klavierspiel 80 Dezibel
Man unterscheidet drei Arten von Lärm
Man unterscheidet drei Arten von Lärm

Lärm wird meist sehr subjektiv empfunden und grundsätzlich gilt: zu den normalen Wohngeräuschen in Mehrfamilienhäusern gehören Schritte, Stimmen, Töpfe klappern oder Stühle rücken. Ein bisschen Toleranz wird tagsüber bei spielenden Kindern ebenso vorausgesetzt, wie Rücksicht von beiden Seiten. Sind die Ohren durch übermäßigen Lärm jedoch dauerhaft gestresst, wirkt sich das negativ auf die Gesundheit aus. Grenzwert der Zimmerlautstärke in reinen Wohngebieten (§ 3 BauNVO) ist ein Schalldruckpegel von 50 dB(A) tagsüber und 35 dB(A) während der Nachtruhe.

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Licht

Die Beleuchtung ist ein weiterer Faktor der darüber entscheidet, ob man sich in einem Raum wohlfühlt. Denn je nach Kontrast, Lichtfarbe oder Helligkeit entfaltet das Licht eine völlig andere Wirkung. LED Leuchten sind heute Standard, da sie ökologisch nachhaltig sind und Energie und Kosten sparen.

Wieviel Helligkeit in welchem Raum?
Wieviel Helligkeit in welchem Raum?

Die Richtwerte Kelvin und Lumen

Die Farb­temper­atur (Kelvin) bezeichnet die Wir­kung des weißen Lichts, das sich aus ver­schiedenen Spektral­farben zusammensetzt. Aus der Sum­me dieser Far­ben ergibt sich ein (unter­schiedliches) Weiß, welches als „warm“, „neutral“ oder „kühl“ em­pfunden wird.

  • 6000 Kelvin und mehr = kaltweiß,
  • 4000 Kelvin = neutral
  • 3000 Kelvin und weniger = warmweiß
Offenes großes Wohnzimmer © bearinmind, stock.adobe.com
Verschiedene Lichtquellen tragen zu einer behaglichen Raumatmosphäre bei © bearinmind, stock.adobe.com

Für die Bestimmung der Helligkeit ist Lumen (lm) der relevante Vergleichswert. Die verschiedenen Leuchtmittel, wie etwa LED-, Halogen- und Energiesparlampen, geben für jedes Watt eine unterschiedliche Menge Lichtstrom ab, da sie den Strom unterschiedlich effizient in Licht umwandeln. Je höher die Lumenzahl, desto mehr Helligkeit bietet die Lichtquelle!

Watt Glühlampe
Lumen
Halogen
Lumen
CFL
Lumen
LED
Lumen
15 W 90 120 125 135
25 W 220 215 230 250
40 W 415 410 430 470
60 W 710 700 740 800
75 W 935 920 970 1.055
100 W 1.340 1.320 1.400 1.520
150 W 2.160 2.140 2.250 2.450
Beispiele für Lichtfarben
Beispiele für Lichtfarben

Wie das Licht im Raum wahrgenommen wird, hängt nicht zuletzt von der farblichen Raumgestaltung ab. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber es gibt ein paar Anhaltspunkte, mit welchen Farben sich die Wirkung und die Atmosphäre im Raum beeinflussen lässt:

  • Rot ist eine effektvolle Akzentfarbe, wirkt anregend und kraftvoll. Zugleich ruht diese Farbe in sich und wirkt dadurch, dezent eingesetzt, selbstbewusst und edel.
  • Hellblau weitet Räume optisch und sorgt für eine ruhige, klare Atmosphäre. Blau kann jedoch leicht eine kühle Lichtstimmung erzeugen.
  • Grün stellt eine Verbindung zur Natur her und eignet sich für Räume, in denen man Erholung und Entspannung sucht.
  • Gelb erinnert an Sommer und Sonne, es wirkt freundlich strahlend. Gelb hellt den Raum auf und vergrößert ihn optisch.
  • Weiß wirkt sauber und klar, kühl und sachlich und sollte als Basisfarbe am besten mit anderen Farben oder Materialien kombiniert werden. Auch verschiedene Weißtöne sind eine gute Kombination
  • Schwarz absorbiert vorhandenes Licht, dadurch wirken Räume kleiner. Grau ist eine Alternative zu schwarz und wirkt edel und urban.
  • Violett als sparsam eingesetzte Einrichtungsfarbe setzt originelle Akzente
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Biologische Faktoren

Zu den biologischen Faktoren gehören Viren, Bakterien, Allergene, Milben und Schimmelsporen, die durch Luft und Staub an die Schleimhäute gelangen. Das ist weitgehend ohne Folgen, doch wenn sie sich in einem Innenraum stark vermehren, kann das Raumklima krank machen. Hausstaubmilben und andere Schädlinge kommen in jedem Haushalt vor und haben nur selten eine schädigende Wirkung.

Finden sie jedoch in feuchten Räumen ihre Idealbedingungen vor, vermehren sie sich extrem stark und können zu Beschwerden führen. Allergien beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität von Betroffenen, sondern auch die Leistungsfähigkeit. Werden die Beschwerden nicht rechtzeitig behandelt, können sie in seltenen Fällen chronisch werden.

Die häufigsten Allergene in der Raumluft
Die häufigsten Allergene in der Raumluft

So verbessern Sie die Luftqualität:

  • Pollenschutzgitter an den Fenstern halten bis zu 85 Prozent der Pollen draußen
  • Regelmäßiges Saugen und Wischen verhindert, dass sich Allergene ansammeln
  • spezielle Schwebstofffilter für den Staubsauger (S-Klasse, Hepa-Filter) tragen zur Verbesserung der Luft bei
  • ausreichendes Lüften verhindert Feuchtigkeit und Schimmelbildung
Frau allergisch © New Africa, stock.adobe.com
Bei Allergenen in der Raumluft ist Lüften und Sauberkeit das A und O © New Africa, stock.adobe.com
Tipps zum richtigen Lüften
Tipps zum richtigen Lüften

Chemische Faktoren

Das Raumklima hat einen maßgeblichen Einfluss auf die wohngesunde Atmosphäre, in der wir uns rundum wohlfühlen. Es beeinflusst ob wir unsere Umgebung als behaglich empfinden und nicht zuletzt beeinflusst das Raumklima unsere Gesundheit. Mit rund 400 bis 600 verschiedenen chemischen Substanzen ist die Luft in Räumen im Durchschnitt  belastet. Möbel, Farben und Bodenbeläge können Schadstoffe abgeben, die in der Regel nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Verwendung biologisch abbaubarer und schadstofffreier Produkte im Haushalt ist daher ein wesentlicher Schritt hin zu einem weitgehend unbelasteten Raumklima.

Wohngifte: Hier verbergen Sie sich
Wohngifte: Hier verbergen Sie sich
So findet man die Wohngifte im Haus
So findet man die Wohngifte im Haus

Zu den chemischen Schadstoffen gehören VOC (volatile organic compounds), CO2, Tabakrauch, Duftstoffe und Gase. Alle diese Stoffe kommen oft nur in geringer Konzentration vor, es können aber dennoch in der Wohnung Werte erreicht werden, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Das kann zu Unwohlsein und Reizungen der Atemwege und Schleimhäute führen, löst nicht selten Allergien aus, oder verstärkt vorhandene Beschwerden.

Schadstoffquellen und Risiken
Schadstoffquellen und Risiken

VOC, flüchtige organische Verbindungen sind kohlenstoffartige Stoffe, die leicht verdampfen bzw. bei niedrigen Raumtemperaturen gasförmig auftreten und in Lacken, Farben, Klebern, Bodenbelägen, Möbeln oder Dichtstoffen vorkommen. In Hinblick auf die Gesundheitsgefährdung gilt: Je niedriger der Siedepunkt, umso früher dünsten die gefährlichen Stoffe aus. Stoffe mit einem relativ hohen Siedepunkt verdunsten langsamer und sind über einen langen Zeitraum eine Belastung für die Raumluft.

Der Anteil von VOC’s in Farben und Lacken für den Heimgebrauch muss nach der europäischen Decopaint-Richtlinie in der Regel gekennzeichnet sein, doch das gilt nicht für Sprühlacke, Spachtelmasse und manche Klebstoffe. Baumaterialien wie Holzwerkstoffe oder Spanplatten sind in drei Emissionsklassen unterteilt. Im Möbelbau wird inzwischen hauptsächlich die niedrigste Klasse verwendet. Dennoch gelangen immer wieder Produkte auf den Markt, die hohe Konzentrationen an schädlichen Stoffen aufweisen können. Auch manche Reinigungsmittel enthalten risikoreiche chemische Stoffe.

Vorsicht bei Materialien und Produkten mit:

  • PCP oder Lindan (überwiegend in Holzschutzmitteln)
  • Formaldehyd (Presskork, Sperrholz- und Spanplatten, säurehärtenden Lacken)
  • Weichmacher (PVC Bodenbeläge, Lacke, Türdichtungen)
  • PAK– oder PCB-haltige Kleber
  • Schwermetalle (Blei, Aluminium oder Quecksilber in Wasserleitungen oder Anstrichen)
  • Künstliche Mineralfasern (Wärme- und Brandschutz)

Ein wohngesundes Raumklima ist das Ergebnis einer Vielzahl von Maßnahmen in Verbindung mit Produkten, die auf Schadstofffreiheit geprüft wurden.

Effektive Maßnahmen:

  • Zimmerpflanzen verbessern die Luftqualität. Durch Photosynthese verwandeln sie Kohlendioxid in Sauerstoff, und können Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethan aus der Luft filtern. Geeignet sin Einblatt, Aloe Vera, Bogenhanf, Areca Palme, Drachenbaum
  • Gegen unangenehme Gerüche helfen so genannte Lufterfrischer oder ätherische Öle die jedoch nur sparsam eingesetzt werden sollten. Eukalyptusöl mindert Erkältungsgefahr, Zitronenöl kann die Leistungsfähigkeit steigern, Rosenduft kann das Wohlbefinden fördern und Mandarinen- oder Zimtölunterstützt die Entspannung
  • Klima Kalkputze nehmen das schädliche Schwefeldioxid sowie das Treibhausgas CO2 aus der Umgebungsluft auf. CO2 wird bei der Karbonatisierungsreaktion des Kalks gebunden.
  • Spezielle Raumluftreiniger absorbieren schlechte Gerüche und verbessern spürbar die Luftqualität. Manche Geräte tragen zur Reduzierung von Pollen und Hausstaub in der Luft bei und sind besonders für Allergiker eine Erleichterung
  • feinstauberzeugende Gewohnheiten (Kerzen, Staubsauger ohne Filter, veraltete Laserdrucker, Zigaretten) einschränken und emissionsarme Einrichtungs- und Baumaterialien verwenden
  • Ökologische Möbel und Ökoprodukte verzichten auf Schadstoffe, denn sie werden ausschließlich aus kontrollierten und nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.
Raumluftanalyse: Diese drei Verfahren sind gängig
Raumluftanalyse: Diese drei Verfahren sind gängig

Sie erkennen Öko-Produkte u.a. an diesen Gütesiegeln:

  • Blauer Engel

    Mit diesem Gütesiegel werden Möbelstücke ausgezeichnet deren Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

  • Ökocontrol

    Dieses Gütesiegel zertifiziert Möbel, Matratzen und Bettwaren aus einer Produktion mit nachwachsenden Rohstoffen. Sie belasten weder die Umwelt, noch die Gesundheit.

  • FSC

    FSC – Forest Stewardship Council steht für Holzprodukte aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern.

  • EU-Ecolabel

    Zertifiziert Farben und Lacke mit geringem VOC Anteil.

  • NaturePlus

    Dieses Zeichen zeichnet nachhaltige Bau- und Heimwerkerprodukte aus.

Schadstoffmessung © Valmedia, stock.adobe.com
Mit einem Luftmessgerät testen Sie die Umgebungsluft und erkennen, wann Sie z.B. lüften müssen © Valmedia, stock.adobe.com

Bei Verdacht auf Luftschadstoffe kann die Raumluft auf den möglichen Gehalt von Schadstoffen untersucht werden. Erst eine Raumluftanalyse gibt genaue Auskunft über die mögliche Belastung der Raumluft.Befürworten die Ärzte eine Schadstoffmessung in der Wohnung, werden sie ihnen geeignete Labore empfehlen. Oder wenden Sie sich an den Dachverband „Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute“ (AGÖF). Seien Sie skeptisch, wenn ein Institut mit einer Sanierungsfirma zusammenarbeitet.

Tipp: Die Europäischen Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe, REACH, gibt Verbrauchern das Recht, bei Händlern, Herstellern oder Importeuren unabhängig vom Kauf, nachzufragen, ob in Produkten evtl. schädliche Substanzen enthalten sind.

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Lüftungsanlagen

Heutzutage verbringen die meisten Menschen 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen, deren Luft laut Umweltbundesamt oft höher belastet ist, als die Luft draußen.

Als Teil eines energiesparenden Gesamtkonzepts mit Heizen, Lüften und eventuell der Kühlung im Sommer, ist ein modernes Klimasystem für ein optimales Raumklima absolut sinnvoll und in Neubauten inzwischen Pflicht. Zentrale Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung wärmen die kühle Frischluft mit der warmen Abluft vor, bevor sie ins Innere geleitet wird. Damit lassen sich erhebliche Energieeinsparungen erzielen. Zur Grundausstattung einer Lüftungsanlage gehört in der Regel ein Luftfilter, der mit speziellen Pollenfiltern ergänzt werden kann und somit besonders für Allergiker empfehlenswert ist. Kombiniert mit einem Luftbefeuchter, können die Anlagen trockener Heizungsluft vorbeugen.

Elektrische Luftentfeuchter können helfen
Elektrische Luftentfeuchter können helfen

Alternativ zu einem Zu- und Abluftsystem gibt es zentrale Abluftanlagen. Sie ziehen mittels eines Ventilators die Luft aus den Räumen ab und leiten sie ins Freie. Es entsteht ein leichter Unterdruck der durch spezielle Nachströmöffnungen automatisch frische Luft ins Haus transportiert. Diese Anlagen verfügen teilweise über integrierte Filter und eine Schalldämmung, sind kompakter, können einfacher installiert werden und sind etwas günstiger. Da keine Wärmerückgewinnung stattfindet, sind die Energie-Einspareffekte jedoch deutlich geringer.

Bestandsgebäude können mit dezentralen Einzellüftern nachgerüstet werden, bei denen einzelne Räume mit einem eigenen Lüftungsgerät ausgestattet werden, das an der Außenwand montiert wird. Höherwertige Modelle arbeiten leise, und besitzen Messgeräte, die die Luftqualität messen und sich automatisch einschalten, wenn die Luft verbraucht oder zu feucht ist.

Diffusor © New Africa, stock.adobe.com
Tipps für die richtige Luftfeuchtigkeit

Das Zusammenspiel mehrerer Kriterien untereinander beeinflusst, ob Menschen sich in einem Raum wohlfühlen oder nicht. Die Luftfeuchtigkeit ist ein wesentlicher Faktor… weiterlesen

Luftfilter

Eine Alternative zu den im und am Gebäude integrierten Lüftungssystemen sind sogenannte Luftfilter. Sie saugen die Raumluft an, ziehen sie durch spezielle, mehrstufige Filtersysteme und reinigen die Luft unter anderem von Pollen, Staubpartikeln, belasteten Aerosolen, Feinstaub, chemischen Ausdünstungen und Gerüchen.

Laut dem Institut für Umwelt- und Energietechnik e. V. (IUTA) filtern die meisten Geräte heute über 95 Prozent der Staubpartikel aus der Luft. Die Wirkung der Geräte ist bestimmt durch die „Clean Air Delivery Rate“. Sie definiert die Leistung der Geräte pro Stunde und Raumgröße. Für ein 12 Quadratmeter großes Zimmer sollte eine „Clean Air Delivery Rate“ von 120 Kubikmeter gewählt werden.

Die Kosten für Luftfilter richten sich nach der Qualität und Leistung des Geräts und seiner Einsatzdauer. Je öfter der Luftfilter zum Einsatz kommt, desto häufiger müssen Filterelemente gewechselt werden. Dazu kommen die aktuellen Stromkosten. Leistungsstarke Luftfilter-Geräte werden zwischen 250 und 400 Euro angeboten. Die Kosten für austauschbare Filtersets liegen zwischen 40 und 150 Euro.

Elektrosmog – die unsichtbare Strahlung

WLAN, Computer, Mobilfunknetze und auch Hochspannungsleitungen erzeugen eine unsichtbare Strahlung,Die vom Menschen erzeugten Strahlungsfelder unterscheiden sich von natürlicher Strahlung sowohl in der Art, wie auch in der Frequenz. Die Strahlenbelastung ist umso höher, wenn sich viele Leitungen und technische Geräte in der Nähe befinden. Bis zu einem bestimmten Schwellenwert ist der Organismus tolerant gegenüber der Strahlung. Zu hohe Werte, die über bestimmten Grenzwerten liegen, können Beschwerden, wie Kopfschmerzen, neurodegenerative Erkrankungen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Schlafprobleme, und Müdigkeit verursachen.

Elektrosmog Telefon © Ideenkoch, stock.adobe.com
Elektrosmog – die unsichtbare Gefahr © Ideenkoch, stock.adobe.com

Elektrosmog wird in drei Bereiche unterschieden:

  1. Der optische Bereich umfasst ultraviolette, sichtbare und infrarote Strahlung
  2. Die hochfrequente Strahlung, mit der vor allem Kommunikationstechnik einschließlich der Smartphones arbeiten
  3. Niederfrequente Strahlung, meist mit einer Frequenz von 50 Hz, die überall auftritt,wo elektrische Energie erzeugt, transportiert, umgewandelt und genutzt wird
Quellen elektromagnetischer Wellen im Haus
Quellen elektromagnetischer Wellen im Haus
Quellen magnetischer Wechselfelder im Haus
Quellen magnetischer Wechselfelder im Haus

Beispielwerte für niederfrequente Strahlung:

Gerät elektrische Feldstärke E in V/m
Boiler 260
Bügeleisen 120
Kühlschrank 120
Toaster 80
Föhn 80
Fernsehgerät 60
Staubsauger 50
Glühlampe 5
Hinweis: Der Grenzwert für eine Dauerbelastung mit niederfrequenter Strahlung ist 5000 V/m.

Weniger Elektrosmog, besseres Raumklima:

  • Geräte sollten strah­lungsarm, kabelgebunden und gut abgeschirmt ein
  • In Schlafräumen möglichst wenige Elektrogeräte verwenden
  • Netzfreischalter und abgeschirmte Kabel reduzieren die Strahlung
  • Headsets sorgen für mehr Abstand und verringern so die Belastung
  • Datenverkehr im Hintergrund unterbinden
  • bei einer guten Internetverbindung ist die Strahlenbelastung geringer
  • Geräte, die gerade nicht benutzt werden, sollten nicht nur auf stand-by, sondern ausgeschaltet sein.
  • Elektroinstallationen fachgerecht durchführen lassen
Wohnzimmer © Ujac, fotolia.com
Raumklima

Wärmere Innenwände – angenehmeres Raumklima „Es zieht“ – dieser Eindruck entsteht schnell in alten, ungedämmten Häusern, wenn es im Winter… weiterlesen

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