Wand zweifarbig streichen

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So streichen Sie Wände wie ein Profi zweifarbig mit sauberen Farbkanten

Sie wollen eine Wand mit einem Farbsockel oder einer Bordüre aus Farbe veredeln, sind jedoch unsicher, wie Sie hierbei eine saubere Farbkante erzielen können? Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung führen wir Sie durch jeden Arbeitsschritt und erläutern Ihnen genau, worauf Sie achten müssen und welche Fehler Sie beim zweifarbigen Streichen der Wände vermeiden sollten, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Wand in Rottönen zweifarbig gestrichen © ginton, stock.adobe.com
Mit der richtigen Technik können Sie ein Muster aus zwei Farben an die Wand bringen. © ginton, stock.adobe.com

Wir gehen in dieser Anleitung davon aus, dass Sie eine Wand auf gerader Linie in zwei Farben streichen wollen. Wenn Sie komplexere Muster auf die Wand bringen wollen, müssen Sie die Arbeiten in Schritt 2 entsprechend anpassen und kleinteiliger vorgehen, ansonsten gelten alle Arbeitsschritte und Tipps auch in diesem Fall.

Wände zweifarbig streichen – dieses Material brauchen Sie

Bevor Sie anfangen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle benötigten Werkzeuge und Materialien in Griffweite haben. Um Wände zweifarbig zu gestalten, brauchen Sie folgendes Material:

  • Zwei unterschiedliche Wandfarben
  • Malervlies oder Abdeckfolie zum Schutz von Boden und Möbelstücken
  • Abklebeband für Streicharbeiten
  • Wasserwaage und weicher Bleistift
  • Saubere Farbrollen (am besten zwei Sets aus jeweils einer kleinen und einer großen Rolle)
  • Pinsel für Ecken und Details (auch hier am besten wieder einen zweifachen Satz, damit Sie nicht zwischendurch Pinsel reinigen müssen)
  • Farbwanne
  • Rührholz
  1. Wand einfarbig streichen

    Legen Sie auf der gesamten Wandbreite Malervlies aus, um den Boden zu schützen. Auch sollten Sie Lichtschalter, Steckdosen und andere Installationen an der Wand entfernen oder mit Malerkrepp abkleben, um sie vor unbeabsichtigtem Farbauftrag zu schützen. Streichen Sie dann zunächst die komplette Wand in einer der gewünschten Farben und sorgen Sie für einen einheitlichen, dichten und deckenden Farbauftrag.

  2. Wand für die zweite Farbe vorbereiten

    Zeichnen Sie in der gewünschten Höhe eine gerade Linie als Trenner zwischen der den beiden Farben. Nutzen Sie dabei eine Wasserwaage, um die Linie gerade und waagerecht auszuloten, oder verwenden Sie einen Laser, um eine exakte Markierung zu ermöglichen. Ziehen Sie dann mit einem Bleistift eine dünne, aber gut erkennbare Linie als Markierung. Auch dafür sollten Sie entweder mit der Wasserwaage oder einem geraden, glatten Brett arbeiten.

  3. Klebemarkierung anbringen

    Entlang dieser Markierung kleben Sie einen Streifen Abklebeband gerade auf die Wand. Ziehen Sie das Kreppband dabei nicht in die Länge, sondern kleben es in kleinen Stücken gerade und faltenfrei auf und drücken Sie es fest an die Wand. Wählen Sie hierfür ein feines Klebeband oder ein spezielles Abklebeband für Malerarbeiten, beide erhalten Sie im Baumarkt.

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  5. Wand abkleben

    Nun bringen Sie einen zweiten Streifen Klebeband parallel, jedoch etwa 5 mm nach unten versetzt, auf dem ersten Klebestreifen auf. Diesen Streifen drücken Sie jedoch nicht auf der gesamten Fläche an die Wand, sondern nur mit der oberen Hälfte. Knicken Sie dann die untere Hälfte nach oben, damit ein Stück der Klebefläche von der Wand absteht. Daran befestigen Sie transparente Malerfolie, mit der Sie die darunterliegende Wand vor Farbklecksen und Spritzern schützen.

  6. Streichen Sie das Malerband mit der ersten Wandfarbe nach

    Um eine exakte Farbkante zu erreichen, müssen Sie zuverlässig verhindern, dass die zweite Farbe hinter das aufgeklebte Malerkrepp gelangen kann. Daher müssen Sie zunächst das Malerband mit einem Pinsel und der für den Erstanstrich der Wand genutzten Wandfarbe erneut streichen. Arbeiten Sie dabei immer von oben nach unten, damit die Farbe jeden Spalt zwischen Kleber und Wand verschließt. Sollten hierbei die Pinselstriche in der Farbe deutlich sichtbar sein, arbeiten Sie nach dem Farbauftrag mit einem feinen, trockenen Pinsel nach. Auch hier müssen Sie immer von der Farbseite zur Folienseite arbeiten, um die Farbe zuverlässig in alle Zwischenräume zu treiben.

  7. Vorbereitung der zweiten Farbe

    Warten Sie nun ab, bis die erste Farbe komplett durchgetrocknet ist. Sobald das der Fall ist, können Sie die zweite Farbe vorbereiten, indem Sie diese gut durchmischen und anschließend in eine Farbwanne gießen, damit sie die leichter zu dosieren und auftragen können.

  8. Tipp:Halten Sie das Rührholz zunächst unter Wasser oder wischen Sie es mit einem feuchten Lappen ab, um die Oberfläche zu benetzen. So haftet die Farbe beim Anmischen und Umrühren nicht so leicht am Holz und lässt sich später einfacher wieder entfernen.
  9. Auftragen der zweiten Farbe am Klebeband

    Füllen Sie etwas von der durchgemischten zweiten Farbe in die Farbwanne und benetzen Sie damit eine kleine, saubere Farbrolle. Tauchen Sie die Rolle mehrmals ohne Druck in die Farbe und rollen Sie sie vorsichtig auf dem geriffelten Teil der Farbwanne ab, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen. Erst, wenn die Rolle rundum gleichmäßig mit einer dünnen, nicht tropfenden Schicht Farbe benetzt ist, sollten Sie sich daran machen, die Wand zu streichen. Tragen Sie die zweite Farbe zunächst parallel entlang der abgeklebten Folienkante auf.

  10. Restliche Wand nass in nass streichen

    Wenn Sie die Wand auf der gesamten Länge des Klebebandes einmal mit einem Streifen der zweiten Farbe gestrichen haben, können Sie die restliche Wand mit der großen Farbrolle streichen. Arbeiten Sie dabei immer von der Mitte der Wand, wo Sie die mit frischer Farbe benetzte Farbrolle ansetzen, zum vorgestrichenen Rand. Arbeiten Sie zügig und konzentriert, um einen gleichmäßigen Farbauftrag zu erzielen. Für eine perfekte Oberfläche sollten Sie nach dem Streichen von 2-3 neuen Bahnen erneut über die bereits gestrichenen Flächen rollen, ohne dass Sie vorher die Malerrolle nochmals in die Farbe tauchen.

  11. Entfernen des oberen Klebebandes und der Malerfolie

    Sobald Sie die zweite Farbfläche komplett und gleichmäßig gestrichen haben, entfernen Sie vorsichtig zunächst das obere Klebeband mitsamt der daran festgeklebten Malerfolie. Wenn Sie dabei das Klebeband und die Folie so einwickeln, dass der Bereich mit der Farbe sich innen befindet, können Sie vermeiden, Ihre Hände mit feuchter Farbe zu beschmieren und sparen sich vermeidbare Ausbesserungen an der Wand.

  12. Entfernen des unteren Klebebandes

    Direkt danach entfernen Sie das untere Klebeband von der Wand. Wichtig ist dabei, dass die zweite Farbe noch feucht und auf keinen Fall komplett durchgetrocknet ist, damit beim Entfernen des Klebebandes keine getrocknete Farbe abplatzt und die Farbkante hierdurch unsauber wird.

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