Diese Werkzeuge nutzen Profis zum Tapezieren

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Beim Tapezieren kommt es natürlich auch auf die richtige Technik und Vorgehensweise an, aber eben nicht nur. Ob ambitionierter Heimwerker oder Profi – das richtige Werkzeug zum Tapezieren ist ebenso wichtig für ein zufriedenstellendes Ergebnis, das nicht nur im großen Ganzen, sondern auch im Detail überzeugt.

Papierrollen und Werkzeug auf dem Holzboden © Alex_Po, stock.adobe.com
Das richtige Werkzeug erleichtert das Tapezieren enorm, spart Zeit und Nacharbeit und sorgt für ein sauberes Ergebnis © Alex_Po, stock.adobe.com

Die folgende Übersicht stellt nahezu alle Werkzeuge vor, die professionelle Tapezierer und Heimwerker nutzen, um den Untergrund optimal vorzubereiten, Tapeten aller Art und ihre Ausführung sauber an Wände, Decken und schwierigen Stellen (z. B. Kniestock, Dachschräge, Laibung) zu bringen. Doch keine Sorge: Sie brauchen nicht jedes hier vorgestellte Werkzeug anzuschaffen oder zu nutzen, um neuen Tapeten an die Wände zu kleben. Für sehr viele Tapezierprojekte reicht nämlich schon eine übersichtliche Grundausstattung, die wir Ihnen daher zuerst vorstellen:

Unverzichtbare Werkzeuge beim Tapezieren

Tapeziertisch

Ein Tapeziertisch erleichtert die Arbeit beim Tapezieren enorm. Er bietet aufgrund seiner Länge genug Fläche, um die Bahnen von Papiertapeten wie der klassischen Raufaser in der benötigten Länge zuzuschneiden und einzukleistern. Nach dem Gebrauch lässt sich der Tisch wieder platzsparend zusammenfalten und einlagern. Achten Sie beim Aufbau darauf, dass das Gestell richtig sortiert und fixiert ist. Am besten legen Sie ihn für den Auf- und Abbau auf die Tischplatte.

Tapeziertisch © Bjoern Wylezich, fotolia.com
Tapeziertisch © Bjoern Wylezich, fotolia.com

Farbroller

Ein neuer Farbroller aus Kunstfasern ist optimal geeignet, um den Kleister direkt und vollflächig auf die Wand aufzubringen. Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders für Vliestapeten, während Raufaser und andere Tapeten mit Papierbasis auf der Rückseite eingekleistert und nach der empfohlenen Einweichzeit an die Wand gebracht werden. Wählen Sie eine kurzflorige Rolle, um Kleckse und Spritzer beim Auftragen des Kleisters zu vermeiden.

Kleisterbürste/Quast

Um den Kleister direkt auf die Tapetenrückseite aufzutragen, wie es etwa bei Papiertapeten sinnvoll ist, brauchen Sie eine breite Kleister- oder auch Deckenbürste (auch „Quast“ genannt) mit langen Borsten. Benetzen Sie beim Einkleistern jeweils nur die Spitze der Bürste und streichen Sie dann den Kleister in fließenden Bewegungen nach links und rechts vollflächig aus.

Tapetenmesser/Tapezierschiene

Um Tapetenbahnen in der benötigten Länge zuzuschneiden, benötigen Sie ein Tapetenmesser in Verbindung mit einer Tapetenschiene. Das Tapetenmesser hat eine lange Klinge, mit der Sie Tapetenbahnen entlang der Tapezierschiene in die richtige Länge bringen können. Eine Tapezierschiene ist ein langes Lineal aus Metall, an dem Sie das Tapeziermesser entlangführen können, um eine gerade Schnittkante zu erreichen. Vliestapetenbahnen können Sie mit einer Tapezierschiene auch direkt an der Wand auf die gewünschte Länge einkürzen.

Tapezierbürste/Tapezierwischer

Beide Werkzeuge benötigen Sie, um die noch feuchte Tapete an Wand oder Decke auszustreichen. Tapezierbürstenmit kurzen, festeren Borsten eignen sich für Raufaser- oder robuste Papiertapeten, während der Tapezierwischer mit längeren und weicheren Borsten schonender zur Tapetenoberfläche ist. Er ist daher bei empfindlichen Papier- und Vliestapeten das Tapezierwerkzeug der Wahl. Mit beiden entfernen Sie Luftblasen und stellen sicher, dass jede Tapetenbahn vollflächig mit dem Untergrund verbunden ist. Streichen Sie dazu immer von der Mitte der Bahn nach außen.

Senklot/Wasserwaage

Um die einzelnen Tapetenbahnen lotrecht an der Wand fixieren zu können, müssen Sie zunächst die erste Bahn gerade ausrichten. Mit einem Senklot oder einer Wasserwaage können Sie hierzu eine gerade Linie mit Bleistift ziehen, an der Sie die Bahn ausrichten. Die weiteren Bahnen bringen Sie dann parallel zur ersten an.

Die folgenden Werkzeuge dienen dazu, den Untergrund vorzubereiten. Das ist etwa dann erforderlich, wenn Sie eine bereits tapezierte Wand neu oder übertapezieren wollen oder Sie zunächst Bohr- und andere Löcher an der Wand beseitigen müssen, um eine glatte Oberfläche zu schaffen.

Werkzeug zum Tapezieren © Alex Po, stock.adobe.com
Werkzeug zum Tapezieren © Alex Po, stock.adobe.com
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Werkzeug zur Vorbereitung des Untergrundes

Flächenhobel

Um Farbspritzer, Spachtel- oder Putzgrate zu nivellieren, greifen Profis zum Flächenhobel. Setzen Sie dessen Klinge etwa im Winkel von 45° an die Unebenheit und üben Sie leichten Druck aus, während Sie den Hobel gegen die Unebenheit bewegen.

Stoßschaber

Während der Flächenhobel vor allem an Wänden zum Einsatz kommt, sollten Sie zum Glätten von Wänden einen Stoßschaber nutzen. Dieser ist mit einem längeren Griff versehen, der das präzise Arbeiten in der Höhe erleichtert.

Malerspachtel

Natürlich können Sie auch einen einfachen Spachtel nutzen, um den Untergrund vorzubereiten und Unebenheiten zu glätten. Zwar ist dieser im Vergleich zum Flächenhobel ober Stoßschaber nicht so biegefest, so dass Sie sich ggf. mehr anstrengen müssen, um z. B. durchgetrocknete Putznasen oder Grate zu entfernen, dafür können Sie einen Malerspachtel z. B. auch zum Verputzen von Bohrlöchern oder zum Auftragen und Glätten von kleinen Putzmengen nutzen.

Tapeten-Tiger

Um alte Tapete schnell und effizient abzulösen, gibt es im Baumarkt verschiedene Hilfsmittel wie den Tapeten-Tiger. Hierbei handelt es sich um ein Tapezierwerkzeug mit drei rotierenden Perforierköpfen, die kleine Löcher in die Alttapete fräsen und die Lochränder etwas anheben. Im Anschluss wird die so vorbereitete Tapete mit Wasser oder Tapetenlöser eingestrichen, um den alten Kleister zu lösen. Danach lässt sich die Tapete Bahn für Bahn und ggf. mit Hilfe z. B. eines Spachtels abheben und entfernen.

Igelwalze/Perforationswalze

Eine Alternative zum Tapeten-Tiger sind Walzen mit Metallspitzen oder Messern, die ebenfalls die Tapetenoberfläche perforieren und damit ermöglichen, dass Wasser oder Tapetenlöser hinter die Deckschicht der Tapete gelangen und den Kleister auf der Rückseite anlösen.

Die folgenden Werkzeuge setzen Profis beim Tapezieren ein, um bestmögliche Ergebnisse auch bei anspruchsvollen Tapeten oder kritischen Untergründen zu erzielen oder um sich die Arbeit zu erleichtern. Einige dieser Werkzeuge sind relativ günstig im Baumarkt zu finden und daher auch für ambitionierte Heimwerker zu empfehlen, andere sind als Spezialwerkzeuge nur für bestimmte Aufgaben geeignet und erforderlich.

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Werkzeuge zum Tapezieren

Andrückspachtel

Ein Andrückspachtel ist ein handliches Werkzeug aus Kunststoff, das zum Glattstreichen der Tapete und zum Andrücken der Tapetennähe verwendet wird. Auch kann der Andrückspachtel als Schneidkante genutzt werden, um Tapetenbahnen an der Wand auf die gewünschte Länge zu kürzen. Da der Spachtel relativ hart ist, eignet er sich nur für strapazierfähige Tapetenoberflächen, etwa Makulaturvlies, Vlies- oder Glasgewebetapeten.

Andrückspachtel zum Tapezieren © Olexandr, stock.adobe.com
Mit einem Andrückspachtel lassen sich Tapeten glattstreichen, Nähte fixieren und Bahnen zuschneiden © Olexandr, stock.adobe.com

Andrückwalze

Eine Andrückwalze besteht aus weichem Kunststoff oder Moosgummi und wird ebenfalls dazu verwendet, beim Andrücken und Fixieren der nebeneinanderliegenden Tapetenbahnen die Nähte sauber an der Wand zu fixieren. Aufgrund der Beschaffenheit der Walze eignet sich dieses Werkzeug für alle Tapetenarten.

Beschneidekante

Um Tapetenbahnen an der Wand zu beschneiden, setzen Profis eine Beschneidekante aus Metall (die aufgrund ihrer Form auch als Dreieck-Beschneidekante angeboten wird) in Kombination mit einem Cuttermesser ein. Die Beschneidekante ist so breit wie eine Tapetenbahn (53 cm) und ermöglicht es so, die oberen und unteren Anschlüsse der Tapete gerade zu schneiden.

Cuttermesser

Ein Cuttermesser mit Wechselklingen setzen Profis gerne ein, um trockene oder feuchte Tapeten sauber und schnell zuzuschneiden. In Kombination mit einer Beschneidekante können Tapetenbahnen an Wand oder Decke gerade abgeschnitten werden, ebenso lassen sich mit einem Cuttermesser auch kleine Tapetenstücke ausschneiden und exakt in Form bringen. Um Beschädigungen der Tapete zu vermeiden, sollte das Messer und insbesondere die Messerspitze sehr scharf sein – wechseln Sie also bei längeren Arbeiten regelmäßig die Klinge.

Gleitfußmesser

Mit einem Gleitfußmesser lässt sich bei zwei überlappend nebeneinander tapezierten Bahnen ein sauberer Doppelnahtschnitt realisieren, so dass beide Lagen exakt auf Naht nebeneinanderliegen.

Kleistergerät

Wer große Mengen von Papiertapeten auf Wänden und Decken anbringen muss, kann sich mit einem professionellen Kleistergerät die Arbeit deutlich vereinfachen und beschleunigen. Am Gerät muss zunächst die notwendige Stärke des Kleisterauftrags eingestellt und danach eine komplette Tapetenrolle eingehängt werden. Anschließend wird die Tapete manuell über die im Gerät integrierten Rollen gezogen, wobei die Rückseite vollflächig mit Kleister benetzt wird. Anschließend kann sie mit einem Cuttermesser über die im Kleistergerät integrierte Schnittkante gerade abgeschnitten werden.

Kleisterspritze

Eine Kleisterspritze wird dazu eingesetzt, um Luftblasen, die sich nach dem Trocknen unter der an Wand oder Decke fixierten Tapete bilden, zu beseitigen. Zu diesem Zweck wird die Kleisterspritze mit frisch angerührtem Kleister befüllt und dieser dann über die Kanüle von der Seite unter die Bahn gespritzt. Eingeschlossene Luftblasen können so punktiert und mit frischem Kleister aufgefüllt werden, bevor die lose Stelle mit einem Tapezierwischer oder einer Andrückwalze am Untergrund fixiert wird.

Nahtroller

Ein Nahtroller wird aus weichem Kunststoff gefertigt und ist schmaler als eine Andruckwalze. Das Werkzeug wird verwendet, um Kanten und Nähte der Tapete präzise auf dem Untergrund zu fixieren. Konisch geformte Nahtroller ermöglichen sehr exaktes Arbeiten an der Naht, um z. B. bei Papierprägetapeten die Prägung an den Rändern zu schonen.

Schlagschnur

Mit einer Schlagschnur lassen sich schnell und einfach gerade Linien an Wänden oder Decken anzeichnen. Im Gehäuse befindet sich ein Farbpulver sowie eine aufgerollte Schnur, die beim Herausziehen mit dem Farbpulver versetzt wird. Die Schnur wird dort gespannt, wo Sie eine gerade Linie benötigen, dann mittig einige Zentimeter von der Fläche weggezogen und losgelassen. Beim Zurückschnellen hinterlässt sie eine gut sichtbare, exakt gerade Linie, an der Sie sich für alle weiteren Arbeiten orientieren können.

Tipp: Eine Alternative zur Schlagschnur, die zudem deutlich einfacher zu verwenden ist, ist ein Linien- oder Kreuzlinienlaser. Sie arbeiten mit Laserlicht statt mit Farbe und hinterlassen daher keine Spuren auf der Oberfläche.

Tapetenabreißer/Tapetenschiene

Ein Tapetenabreißer erinnert an einen sehr breiten, schmalen Spachtel. Er besteht aus einer gezackten Klinge in der Breite einer Tapetenbahn und wird nicht nur zum Zuschneiden von Tapetenbahnen am Tapeziertisch verwendet, sondern auch, um die Tapetenbahn beim Fixieren in Ecken und Kanten zu streichen. Eine Tapetenschiene (ein langes, gebogenes Lineal aus Stahlblech) erfüllt die gleiche Funktion, verfügt jedoch über glatte Kanten.

Tapezierschere

Eine Tapezierschere ist deutlich länger als Papier- oder Universalscheren und so gestaltet, dass der Griff für die obere Klinge mit 3-4 Fingern bedient wird, während die untere Klinge mit dem Daumen fixiert wird. Sie wird heute nur noch selten verwendet, um damit Tapetenbahnen zuzuschneiden. Sie eignet sich jedoch für sehr gute und filigrane Schnitte bzw. Aussparungen.

Handwerker schleift Wand mit Maschine © Kadmy, stock.adobe.com
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