Tapezieren: die 11 besten Tipps

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Tapezieren: die 11 besten Tipps

Tapete ist eine beliebte Option, um Wände neu einzukleiden und optisch aufzuwerten. Wir haben für Sie 11 wichtige Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Arbeit an Wand und Decke deutlich erleichtern können. Wenn Sie selber keine Erfahrung im Umgang mit Tapete, Quast und Kleister haben, sollten Sie ggf. auf andere Möglichkeiten zur Wandgestaltung ausweichen oder einen Handwerker beauftragen. Nutzen Sie dafür unseren unverbindlichen und kostenlosen Angebotsvergleich, um Fachbetriebe in Ihrer Nähe zu finden und somit ganz unkompliziert das günstigste Angebot zu ermitteln.

  1. Sorgen Sie für optimale Arbeitsbedingungen

    Legen Sie alle benötigten Materialien und Werkzeuge griffbereit hin, um zügig arbeiten zu können. Den Raum, den Sie tapezieren wollen, sollte möglichst komplett leer sein, damit Sie sich frei bewegen können und ausreichend Platz haben, um die Tapeten einzukleistern und an Wand und Decke zu bringen. Der Raum sollte ungeheizt sein, Türen und Fenster sind und bleiben geschlossen, um Zugluft zu vermeiden.

  2. Sinnvolle Vorbereitungen vor dem Tapezieren
    Sinnvolle Vorbereitungen vor dem Tapezieren
  3. Gute Arbeitsvorbereitung

    Um die Tapete einzukleistern, brauchen Sie einen Tapeziertisch, einen großen Eimer mit Kleister und einen Quast. Zudem sollten Sie eine stabile und ausreichend hohe Trittleiter nutzen, mit der Sie problemlos auch bis unter der Decke arbeiten können. Und generell ist es einfacher, wenn Sie zu zweit arbeiten, denn gerade beim Tapezieren sind 2 Hände oft zu wenig.

  4. Professionell tapezieren © stock.adobe.com
    Mit einer kleinen Trittleiter erleichtern Sie sich die Arbeit enorm und können auch schwer zugängliche Stellen einfacher und sicherer erreichen © Superingo, stock.adobe.com
  5. Optimale Vorbereitung der zu tapezierenden Flächen

    Fehlstellen an den Wänden und im alten Putz sollten Sie vorab beseitigen und so einen glatten Untergrund schaffen. Wenn die Wand tapeziert ist, können Sie entweder übertapezieren oder die alte Tapete entfernen, was durchaus Vorteile hat. Mit einem Ablösemittel oder einfach mit warmem Wasser und einem Spachtel können Sie die alte Tapete Bahn für Bahn entfernen. Wände, die sanden, müssen Sie mit einer Grundierung vorbereiten.

  6. Alte Tapete von der Decke entfernen © Alexander, stock.adobe.com
    Alte Tapete von der Decke entfernen © Alexander, stock.adobe.com
    Voraussetzungen für den idealen Tapetenuntergrund
    Voraussetzungen für den idealen Tapetenuntergrund
  7. Richtig einkleistern

    Es gibt eine Vielzahl von Tapeten – und ebenso eine große Auswahl an Kleistern und Klebern. Entscheidend ist, dass der Kleister für die gewählte Tapete geeignet ist. Rühren Sie den Kleister nach Vorgabe auf der Verpackung an und tragen Sie Ihn dann entsprechend den Herstellervorgaben auf – bei Papiertapeten auf der Rückseite der Tapete, bei Vliestapeten auf der Wand. Beachten Sie die Einweich- und Abbindezeiten, die der Hersteller vorgibt. Sie können Papiertapeten problemlos auf Vorrat einkleistern, da der Kleister einige Zeit lang einweichen muss. Klappen Sie dazu einfach jeweils etwa 1/3 der Bahn um, sodass Kleister auf Kleister liegt und klappen Sie dann am anderen Ende den Rest der Tapete Kleister auf Kleister um.

  8. Tapete richtig kleistern: So gehen Sie vor
    Tapete richtig kleistern: So gehen Sie vor
    Ein Kleistergerät bzw. Tapeziergerät erleichtert die Arbeit
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  9. Tapete richtig an die Wand bringen

    Bringen Sie die Bahn, die Sie zuerst eingekleistert haben, als erste an die Wand und die weiteren Bahnen dann in gleicher Reihenfolge. Beginnen Sie beim Tapezieren immer mit dem hellsten Bereich im Raum, also meist beim Fenster. Verlassen Sie sich auf keinen Fall darauf, dass die Wände gerade (genug) sind, sondern richten Sie die erste Tapetenbahn immer mit der Wasserwaage oder einem Senklot aus. Arbeiten Sie zügig und machen Sie keine Pause, bis mindestens eine komplette Wand oder die gesamte Decke mit Tapete versehen ist.

  10. Tapezieren © yunal1, fotolia.com
    Tapezieren © yunal1, fotolia.com
  11. Blasen vermeiden oder richtig beseitigen

    Sichtbare Blasen entstehen entweder durch Lufteinschlüsse oder durch ungleichmäßig aufgetragenen Kleister. Arbeiten Sie beim Einkleistern sehr sorgfältig und tragen Sie den Kleister gleichmäßig auf. Streichen Sie die Tapete dann von der Mitte zu den Seiten hin mit einem gummierten Keil oder einer Gummiwalze aus, um eine optimale Haftung zu erreichen. Sollten Sie danach noch Klebeblasen entdecken, können Sie diese mit einer Nadel vorsichtig aufstechen und den überschüssigen Kleister mit einem saugenden Tuch aufnehmen. Bei Luftblasen müssen Sie hingegen etwas Kleister mit einer Einwegspritze in die Blase spritzen.

  12. Die Tapete muss richtig glatt sitzen © dieter76, stock.adobe.com
    Streichen Sie Blasen mit einer Bürste oder einer Gummirolle vorsichtig heraus, solange der Kleister noch feucht ist © dieter76, stock.adobe.com
    Falten und Blasen sind Folgen zu kurzer Einweich- und Wirkzeit des Kleisters
    Falten und Blasen sind Folgen zu kurzer Einweich- und Wirkzeit des Kleisters
  13. Tapezieren am Heizkörper

    Kritische Stellen beim Tapezieren sind feste Installationen wie Heizkörper, Schalter oder Steckdosen. Hinter Heizkörpern sollten Sie nicht tapezieren, sondern vielmehr die Tapete rundum sauber anbringen und im feuchten Zustand gerade zuschneiden. Es reicht aus, wenn die Tapete jeweils einige Zentimeter um den Heizkörper herum angebracht wird.

  14. Schalter und Steckdosen

    Drehen Sie immer die Sicherung heraus, bevor Sie mit Werkzeugen oder Feuchtigkeit in die Nähe von Schaltern und Steckdosen kommen. Erst dann sollten Sie Abdeckungen und Dosen entfernen und die Tapete anbringen. Hierbei müssen Sie vorab keine Aussparungen an der Tapete einplanen, sondern können die Bahn einfach an die Wand bringen. Machen Sie dann, solange die Tapete noch feucht ist, die Konturen sichtbar, indem Sie die Stelle kräftig mit einer trockenen Tapezierbürste überstreichen und schneiden Sie dann mit einem scharfen Messer die Tapete zu. Achten Sie darauf, dass die ausgesparte Stelle kleiner ist als die Abdeckung (Schalter, Dose), um einen sauberen Übergang zu erreichen.

  15. Tapete richtig reparieren

    Wenn Sie unsere bisherigen Tipps beachten, haben, sollte zumindest beim Tapezieren alles glatt gelaufen sein. Dennoch kann es mit der Zeit notwendig sein, alte Tapete zu reparieren. Auch hierzu haben wir für Sie ein paar wichtige Hinweise:

    • Bewahren Sie auch kleine Tapetenreste auf, um ggf. später damit Fehlstellen reparieren zu können.
    • Schneiden Sie mit einem scharfen Messer die beschädigte Tapete rechteckig aus und entfernen diese vorsichtig und vollständig.
    • Schneiden Sie ein Stück neuer Tapete aus, das zur bisherigen Tapete passt. Dieses sollte ebenfalls rechteckig und zu allen Seiten etwas größer sein als die Fehlstelle.
    • Kleistern Sie die Tapete (oder bei Vliestapeten die Wand) gut ein und lassen Sie den Kleister nach Herstellervorgaben quellen. Kleben Sie dann das neue Tapetenstück gerade und zu allen Seiten überlappend auf die freie Wandstelle und lassen Sie den Kleister etwa eine Minute abbinden.
    • Mit einem scharfen Messer und einem Metalllineal schneiden Sie ein etwas größeres Rechteck aus, wobei die Klinge sowohl durch die neue als auch die alte Tapete gehen muss.
    • Lösen Sie dann vorsichtig das geflickte Stück und die Alttapete an den Rändern und ziehen Sie den Rand der alten Tapete von der neuen ab.
    • Wenn nicht genügend Kleister an den Rändern der neuen, nun genau in die Fehstelle passenden Tapete ist, kleistern Sie nach. Kleben Sie den Tapetenflicken dann sorgfältig ein und drücken es mit einer Rolle oder einem gummierten Keil fest.
    • Entfernen Sie überschüssigen Kleister an den Rändern vorsichtig mit einem Tuch.
  16. An den Kanten zeigt sich der Meister – Ecken tapezieren

    Richten Sie sich beim Tapezieren immer nach einem Lot und nicht nach der Ecke, die sind nur selten so gerade und rechtwinklig, wie es für ein sauberes Tapezierergebnis erforderlich wäre. Kürzen Sie die Tapete in der Breite soweit ein, dass sie etwa zwei Zentimeter um die Ecke geht (achten Sie dabei auf einen geraden Schnittverlauf).

    Um die Ecktapete möglichst sauber an die Wand zu bekommen, können Sie diese zusätzlich auch quer in kleinere Stücke schneiden, die Sie dann nach und nach an die Wand bringen. So können Sie Unsauberkeiten einfacher reparieren und ausgleichen.

    Die nächste Bahn kleben Sie dann ebenfalls mit einem kleinen Überstand von 1-2 Zentimetern neben die Ecktapete. Sollte der Überstand auffallen, können Sie die Tapete im feuchten Zustand mit einem Messer und einem Lineal gerade in der Ecke einschneiden und wie in Tipp 9 beschrieben exakt ausrichten.

    Bei Ecken, die nicht nach innen, sondern nach außen verlaufen, sollten Sie etwas mehr Überstand der Tapetenlagen einplanen und nutzen, denn hier besteht ein höheres Risiko, dass sich die Eckenseite von der Wand löst. Im besten Fall liegt der Falz bei Außenecken daher nicht auf der Kante, sondern etwas daneben.

  17. Schrägen tapezieren

    Um sich die Arbeit beim Tapezieren von Schrägen zu erleichtern, sollten Sie möglichst Tapeten nutzen, die nicht gemustert sind und daher ohne Rapport verklebt werden können. Vermessen Sie die Flächen dann mit einem Maßband und einem Helfer möglichst genau und ermitteln Sie so den konkreten Bedarf an Tapete und Kleister.

    Decke tapezieren © Alex, fotolia.com
    Das Tapezieren von Decken oder Dachschrägen stellt eine besondere Herausforderung dar © Alex, fotolia.com

    Beim eigentlichen Tapezieren sollten Sie mit der Schräge anfangen und von dort aus den restlichen Raum mit Tapete versehen. Arbeiten Sie beim Übergang von Schräge zu geraden Wänden wie bei Tipp 10 beschrieben mit einem kleinen Überstand und schneiden Sie die überlappenden Tapetenbahnen dann feucht mit einem Cuttermesser zurecht.

    Generell empfiehlt es sich, zu zweit zu tapezieren – bei Decke und Schrägen sind zusätzliche Hände unverzichtbar. Denn hier muss auch noch die Schwerkraft beachtet werden, und wenn einer die Tapete in Position bringt und ein Helfer diese mit einer Rolle oder einem Besen andrückt, ist die Arbeit schneller und in besserer Qualität erledigt.

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