Tapetenbordüren

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Tapetenbordüren richtig kleben und zur kreativen Wandgestaltung nutzen

Mit Tapetenbordüren können Sie Tapeten- und Wandflächen unterteilen, etwa um

  • Übergänge hervorzuheben oder zu „entschärfen“,
  • Unsaubere Anschlüsse (z. B. an Fußleisten oder Decke) zu kaschieren,
  • mehrere Tapetenmuster harmonisch zu kombinieren,
  • Wände und Räume höher oder niedriger wirken zu lassen,
  • Teilflächen (Kassetten) anzulegen und einzurahmen oder
  • Türen, Fenster und Raumdurchgänge zu umranden und ansprechend zu gestalten.

Tapetenbordüren gibt es in zahlreichen Materialien, Mustern und Designs. Sie werden in schmalen Rollen verkauft und haften auf allen tapezierfähigen Untergründen. Alternativ können Sie auch Streifen aus einer Tapete Ihrer Wahl (oder einem Tapetenrest) schneiden und diese als Bordüren verwenden. Hier lesen Sie, welche Materialien und Werkzeuge Sie brauchen und worauf Sie beim Zuschneiden und Kleben achten sollten, damit die Arbeit Freude macht und das Ergebnis so gut wird, wie Sie sich das wünschen.

Einkaufsliste: Das brauchen Sie zum Kleben von Tapetenbordüren

  • Tapetenbordüre (wahlweise Tapete/Tapetenrest)
  • Kleber (Bordürenkleber oder Tapetenkleister)
  • Ggf. Kleistergefäß
  • Wasserwaage, Senklot und Winkeldreieck zum exakten Ansetzen und Ausrichten
  • Maßband/Zollstock
  • Bleistift zum Anzeichnen
  • Schere
  • Cuttermesser mit ausreichend Ersatzklingen
  • Schneidunterlage (z. B. glattes Holzbrett, Glasplatte)
  • Kantenschneideschiene (z. B. Stahlschiene, Tapezierschiene)
  • Pinsel und/oder Lammfellrolle zum Auftragen des Klebers
  • Moosgummirolle und Nahtroller zum Andrücken
  • Weicher Schwamm oder Lappen zum Entfernen von Kleberesten
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Wand- oder Tapetenflächen mit Bordüren unterteilen

Muster für Wandtapete © prikhnenko, fotolia.com
Bordüren sind mit vielen unterschiedlichen Mustern erhältlich © prikhnenko, fotolia.com

Bevor Sie die Bordüre kleben, gestalten Sie den Rest der Wand. Zuerst zeichnen Sie mit Hilfe der Wasserwaage den geplanten Verlauf der Bordüre an. An diese Markierung(en) tapezieren oder malen Sie anschließend von beiden Seiten heran. Bei zwei Farben brauchen Sie es mit dem Übergang nicht so genau zu nehmen, da er später einfach unter der Bordüre verschwindet. Bei zwei Tapeten müssen Sie präzise arbeiten, um saubere Kanten und Stöße ohne Überlappungen und Fugen zu bekommen. Und die Cutterklinge muss scharf sein, sonst funktioniert das nicht. Sparen Sie also nicht an den Wechselklingen.

Sie können die Wand mit oder ohne Aussparung für die Bordüre tapezieren. So funktionieren die beiden Techniken:

Bordüre ohne Aussparung kleben

Tapezieren Sie dann zuerst eine Wandhälfte/-fläche bis zur Linie. Sie können die Tapetenbahnen auch an der Markierung ansetzen und davon wegtapezieren. Dann tapezieren Sie die andere Fläche so, dass sie ein wenig überlappt. Mit der Kantenschneideschiene und dem Cutter schneiden Sie danach die Überlappung ab, so dass ein sauberer Stoß entsteht. Die Bordüre können Sie dann entweder bündig am Stoß ansetzen oder mittig darüberkleben.

Bordüre mit Aussparung kleben

Bei der Aussparungsmethode lassen Sie die Fläche, auf der die Bordüre später sitzen soll, beim Tapezieren frei. Auch hierbei wird zuerst der Bordürenverlauf angezeichnet. Ziehen Sie die Linie dort, wo später die Oberkante der Bordüre sein soll, und tapezieren Sie die obere Fläche bis zur Markierung. Dann tragen Sie mit Lammfellrolle oder Pinsel den Bordürenkleber auf (Einweichzeit beachten), setzen die Bordüre bündig an der oberen Tapetenkante an und drücken sie mit der Moosgummirolle fest. Ausquellenden Kleber entfernen Sie sofort mit dem feuchten Schwamm oder Lappen.

Anschließend tapezieren Sie die andere Seite/Fläche so, dass die Tapete die Bordüre ein wenig überlappt, und schneiden dann mit Kantenschneideschiene und Cutter den Überstand präzise ab. Um die Kanten extra festzudrücken, verwenden Sie den Nahtroller.

Wenn die Wand bereits komplett tapeziert ist, Sie aber mit Aussparung arbeiten wollen, schneiden Sie einfach einen Streifen in Bordürenbreite aus der Tapete heraus. Achten Sie dabei darauf, den Untergrund möglichst wenig zu beschädigen.

Tapetenbordüre mittig anbringen
Wand- oder Tapetenflächen mit Bordüren unterteilen
Hinweis: Wenn Sie raue oder strukturierte Tapeten verwenden, ist die Aussparungsmethode besser geeignet. Vor allem dünne und glatte Bordüren kleben am besten auf einem glatten, ebenmäßigen Untergrund. Dickere oder strukturierte Bordüren können Unebenheiten dagegen meist recht gut kaschieren. Mit speziellem Bordürenkleber oder dicker angerührtem Kleister sorgen Sie für optimalen Halt auf der Untertapete.

Rechtwinklige Verläufe mit Bordüren kleben

Verwenden Sie Wasserwaage und Senklot, um den Verlauf der Bordüre zu markieren. Dann messen Sie die benötigten Längen ab und schneiden die Bordüre mit einer scharfen Schere oder auf der Schneidunterlage mit dem Cutter zu. Mit Hilfe des Winkeldreiecks schneiden Sie Bordürenstreifen, die später Ecken ergeben sollen, auf Gehrung. Bei rechtwinkligen Verläufen bedeutet das eine Schräge von 45°.

Tapezieren Sie dann von außen so an Ihre Linie heran, dass die Bordüre später mittig auf der Naht sitzt. Dann bringen Sie die zweiten Tapete auf dem Wandteil innerhalb der Umrandung oder Kassette mit einer leichten Überlappung an und schneiden anschließend mit Schiene und Cutter beide Tapetenschichten gleichzeitig durch. Mit diesem Doppelschnitt bekommen Sie präzise Nähte und einen sauberen Stoß.

Die zugeschnittenen Bordürenstreifen können Sie vor dem Auftragen des Klebers noch leicht anfeuchten, dann lassen sie sich besser verarbeiten. Verkleben Sie die Bordüren mittig auf den Stößen und nutzen Sie die Doppelschnitttechnik, um bei kompletten Umrandungen den letzten Streifen bzw. die letzte Ecke direkt an der Wand auf Gehrung zu schneiden.

Mit dieser Technik können Sie auch rechtwinklige Fenster- und Türumrahmungen gestalten.

Tapetenbordüren – Gestaltungstipps

  1. Waagerechte oder senkrechte Bordüre

    Waagerechte Bordüren, klassisch auf halber Wandhöhe geklebt, lassen hohe Räume niedriger und damit gemütlicher wirken. In niedrigen Räumen können sie dagegen von der geringen Höhe ablenken, weil sie die Horizontalität des Raumes betonen.

    Senkrecht geklebte Bordüren strecken die Wände und lassen den Raum höher wirken. Unregelmäßige Abstände zwischen den Bordüren können große Flächen optisch auflockern.

  2. Optimale Höhe der Bordüre

    Bordüren ziehen den Blick an und lenken ihn auch. Um herauszufinden, in welcher Höhe die Bordüre am besten aussieht, bitten Sie einen Helfer, ein gutes Stück davon (ca. 1 m) an die Wand zu halten und die Höhe zu variieren, bis sie stimmig ist. Wenn Sie allein arbeiten, können Sie das Stück auch mit wieder ablösbarem Kleber, Knete o. Ä. an der Wand fixieren und dann die Wirkung von der Raummitte oder gegenüberliegenden Wand aus begutachten. Experimentieren Sie ruhig auch mit ungewöhnlichen Höhen, etwa 50 cm über der Fußleiste oder 20 cm unter der Decke.

  3. Farbige oder gemusterte Bordüren

    Für ein harmonisches Gesamtbild empfiehlt es sich, bei bunten Wänden oder Mustertapen unifarbene Bordüren zu kleben. Musterbordüren passen besser zu einfarbigen Wänden. Sind der obere und der untere Wandteil in verschiedenen Farben gestrichen, können Sie sowohl mit gemusterten als auch mit unifarbenen Bordüren reizvolle Effekte erzielen. Sie können Akzente mit Komplementärfarben oder starken Kontrasten setzen oder die Übergänge mit sanften oder ähnlichen Farben optisch weicher gestalten.

  4. Tapetenbordüren © euthymia, fotolia.com
    Bordüren sollten farblich auf die Tapete abgestimmt werden © euthymia, fotolia.com
  5. Rundungen mit Bordüren kleben

    Bei engem Kurvenradius empfiehlt es sich, die Bordüren aus Tapete selbst zuzuschneiden. Für eine sehr weite Rundungen bzw. Kurve können Sie gerade Bordüren aus flexiblerem Material mit Wasser und Kleister ein wenig anpassen, doch meist geht das Kleben von Bögen nicht ohne Gehrungsschnitte.

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