Fototapeten und 3D-Tapeten richtig verkleben

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Fototapeten und 3D-Tapeten richtig verkleben: Darauf sollten Sie achten

Mit einer Foto- oder 3D-Tapete machen Sie aus Ihren Wänden echte Hingucker und können vor allem kleine Räume optisch aufwerten. Ob Sie dabei auf ein fertiges Wandmotiv zurückgreifen oder z. B. ein besonders gelungenes Foto von Ihrem letzten Urlaub im XXL-Format an die Wand bringen, bleibt Ihren persönlichen Vorlieben überlassen. Bei der Verarbeitung unterscheiden sich fertige Fototapeten aus dem Baumarkt und individuell bedruckte Tapetenbahnen nicht, wie die folgende Anleitung zeigt.

Fototapete im Wohnzimmer © alexanderkonsta, stock.adobe.com
Fototapete im Wohnzimmer © alexanderkonsta, stock.adobe.com

Gute Vorbereitung für beste Ergebnisse

Wie Standardtapeten werden auch Fototapeten aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Größen und Dimensionen angeboten. Ob Papier oder Vlies, entscheidend ist, dass Sie bei der Vorbereitung alles richtig machen, sich genügend Zeit lassen und ausreichend Platz zum Arbeiten freiräumen.

3D Moiv für Wandtapete © Alexandr, stock.adobe.com
3D Moiv für Wandtapete © Alexandr, stock.adobe.com

Große Motive werden meist auf mehrere Bögen gedruckt, die auf der Rückseite nummeriert sind. So können Sie auf den ersten Blick erkennen, welche Bögen Sie neben- oder untereinander anordnen und aufkleben müssen. Oft finden Sie eine Skizze mit der richtigen Anordnung der Tapetenbahnen auf der Verpackung. Werfen Sie diese also nicht einfach weg, sondern bewahren Sie sie auf, bis Sie die einzelnen Bahnen in die richtige Reihenfolge gebracht haben.

Naturbild © fotoschlick, stock.abobe.com
Naturbilder wie diese Waldaufnahme sind besonders beliebte Motive bei Fototapeten © fotoschlick, stock.abobe.com
Hinweis: Es ist empfehlenswert, die Fototapete einige Tage vor dem Tapezieren auszupacken und (z. B. auf dem Tapeziertisch) plan auszurollen. So kann das Material sich etwas glätten und lässt sich einfacher verarbeiten.

Papier-Fototapeten richtig verarbeiten

Um Ihr Wunschmotiv ohne Kanten oder Versatz auf der Wand zu fixieren, brauchen Sie die richtigen Materialien und Werkzeuge:

Material:

  • Fototapete
  • Spachtelmasse zum Füllen von Bohrlöchern und Ausgleichen von kleineren Unebenheiten
  • Tapetenwechselgrund
  • Tapetenkleister
Tapezieren Werkzeug © Stefan Weis, fotolia.com
Tapezieren Werkzeug © Stefan Weis, fotolia.com

Werkzeug:

  • Tapeziertisch
  • Kleisterbürste und Kleistereimer
  • Fassadenspachtel
  • Cuttermesser und Tapezierschere
  • Tapezierwischer und Andruckroller
  • Wasserwaage
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Leiter
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Untergrund vorbereiten

Die Vorbereitung des Untergrundes ist besonders wichtig, damit das großformatige Motiv bestmöglich in Szene gesetzt werden kann. Die zu tapezierende Wand muss trocken, glatt und sauber und der Untergrund muss saugfähig sein, damit der Tapetenkleister gut darauf haftet. Löcher und Risse füllen und glätten Sie zunächst mit Spachtelmasse und Glättwerkzeug (z. B. Malerspachtel, Glättkelle). Warten Sie danach unbedingt die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit ab, bevor Sie weitermachen.

Voraussetzungen für den idealen Tapetenuntergrund
Voraussetzungen für den idealen Tapetenuntergrund

Wenn Sie die Fototapete später einfach wieder entfernen wollen, etwa um ein neues Motiv an die Wand zu bringen, empfiehlt sich die Vorbehandlung des Untergrundes mit einem Tapetenwechselgrund. Dieser sorgt auch für eine einheitliche Farbe des Untergrundes, was insbesondere bei vliesbasierten Fototapeten wichtig ist. Denn diese sind dünner und durchscheinender und kaschieren Unregelmäßigkeiten auf der Wand weniger gut als Papiertapeten.

Fototapete verarbeiten in 7 Schritten

1. Schritt:

Achten Sie beim Tapezieren darauf, dass die Temperatur im Raum etwa bei 20 °C liegt und alle Fenster geschlossen sind. Weder sollte es zu kühl noch zu warm sein, damit der Kleister genug Zeit hat, abzubinden und langsam und gleichmäßig zu trocken. Legen Sie sich dann die einzelnen Bögen in der richtigen Reihenfolge auf dem Boden oder Tapeziertisch zurecht und achten Sie darauf, dass die Tapetenbahnen nicht geknickt oder verschmutzt werden.

Tapeziertisch © Bjoern Wylezich, fotolia.com
Gute Vorbereitung ist wie immer bei Handwerksarbeit hilfreich © Bjoern Wylezich, fotolia.com

2. Schritt

Wenn die Fototapete nicht die gesamte Wand abdeckt, sollten Sie die genaue Position vorher mit einem Bleistift markieren. Am besten eignet sich dafür ein spitzer Bleistift mit einer harten Mine (H oder 2H), da die Linien später nicht durchscheinen sollen. Zeichnen Sie die Linien mit einer Wasserwaage sowohl senkrecht (als Markierung, wie die Bahnen verlaufen sollen) als auch waagerecht (um die obere und die untere Abschlusskante zu markieren).

3. Schritt

Rühren Sie den Tapetenkleister nach Herstellervorgaben an und lassen Sie ihn solange quellen, bis er gebrauchsfertig ist. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Kleistereimer und Rührwerkzeug sauber sind, um den Kleister nicht zu verunreinigen, Denn das könnte später auf der Wand sicht- oder spürbare Spuren hinterlassen.

Tapete bekleistern © ebednarek, fotolia.com
Um den Kleister gleichmäßig großflächig aufzutragen, ist eine Kleisterbürste unverzichtbar © ebednarek, fotolia.com

4. Schritt

Legen Sie die einzukleisternde Tapetenbahn mit dem Motiv nach unten auf den Tapeziertisch. Achten Sie dabei auch darauf, dass die Ober- und Unterseite korrekt liegen, sonst könnte es passieren, dass Sie eine Bahn kopfüber an die Wand bringen. Tragen Sie den Tapetenkleister mit der Kleisterbürste zügig dünn vollflächig auf. Arbeiten Sie dabei immer von innen nach außen und etwas über den Rand hinaus, um wirklich die gesamte Papierfläche mit Kleister zu benetzen. Lassen Sie den Kleister dann für einige Minuten einweichen, Sie können dazu die Tapetenbahn oben und unten jeweils mit der Innenseite aufeinanderlegen und dann etwa über einen Stuhl weichen lassen. So haben Sie die Fläche auf dem Tapeziertisch schneller für die nächste einzukleisternde Bahn frei und können zügig weiterarbeiten.

Hinweis: Die Einweichzeit muss bei allen Tapetenbahnen gleich sein, damit sie gleichmäßig durchfeuchten und später an der Wand gleichmäßig trocknen. Daher sollten Sie entweder bei jeder Bahn die Einweichzeit abwarten und diese dann direkt an die Wand bringen oder alle Bahnen zunächst einkleistern und sie dann in der gleichen Reihenfolge wie beim Einkleistern verkleben.

5. Schritt

Beginnen Sie am besten mit dem linken unteren Bogen und arbeiten sich dann nach zunächst nach rechts und dann ggf. mit einer zweiten oder dritten Reihe nach oben weiter. Richten Sie die obere Kante der Tapete an Ihrer waagerechten Hilfslinie aus und achten Sie darauf, dass die Bahn gerade verläuft. Dann können Sie den Bogen mit dem Tapezierwischer oder Andrückroller von innen nach außen glattstreichen. Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie keine Luftblasen einschließen. Falls das doch mal passiert, streichen Sie die Blasen sorgfältig zu den Rändern heraus, damit die Tapete plan an der Wand klebt.

Fototapete richtig anbringen
Fototapete anbringen: So machen Sie es richtig

6. Schritt

Einige Fototapeten werden mit kleiner Überlappung bedruckt, andere müssen Stoß an Stoß verklebt werden. Bei überlappenden Motiven müssen Sie den neuen Bogen einige Millimeter über dem ersten Bogen anbringen. Lassen Sie sich dabei am besten von einer zweiten Person helfen, die das Gesamtmotiv aus einigen Metern Distanz überblicken kann. Arbeiten Sie sorgfältig und streichen Sie auch bei den Folgebahnen immer Luftblasen von innen nach außen heraus. Sollte dabei überschüssiger Kleister an den Rändern herausquellen, entfernen Sie diesen sofort mit einem feuchten Schwamm, andernfalls können sich beim Trocknen auf der Fotooberfläche sichtbare Schlieren bilden.

7. Schritt

Sind alle Bögen der untersten Reihe an der Wand, können Sie mit der nächsten Reihe beginnen. Arbeiten Sie auch hier in der gleichen Richtung wie bei der unteren Reihe und achten Sie besonders darauf, dass sich keine Kanten oder Ecken von einzelnen Bahnen von der Wand ablösen. Ist das der Fall, streichen Sie mit einem kleinen Pinsel auf der Rückseite frischen Kleister auf und streichen Sie die Bahn dann wieder fest mit dem Andrückroller auf den Untergrund.

Tipp: Damit der Kleister langsam trocknen und die Tapete glatt und eben an der Wand befestigen kann, sollten Sie nach dem Anbringen der letzten Bahn den Raum nicht lüften, sondern den Raum für einen Tag auf etwa 20 °C Raumtemperatur halten. Danach ist die Feuchtigkeit getrocknet, und Sie können das Zimmer nach Belieben nutzen.
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