Tipps für die Farbwahl der Einbauküche

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Dezent oder extravagant? Tipps für die Farbwahl der Einbauküche

Wer sich eine neue Küche kauft, muss viele Entscheidungen treffen. Neben den funktionalen Aspekten spielt natürlich auch die Optik eine große Rolle. Diese wird einerseits bestimmt von den verwendeten Materialien, größtenteils aber von der Farbe der Küchenfronten und der Arbeitsplatte. Wir geben Tipps, was bei der Farbauswahl zu beachten ist.

Weiße Eleganz: der Klassiker

Weiß ist seit vielen Jahren die mit Abstand am meisten verkaufte Küchenfarbe ­– rund 70 Prozent entscheiden sich beim Kauf einer neuen Einbauküche auch heute noch dafür. Und das hat gute Gründe: Zunächst einmal bietet Weiß sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die Optik und der Stil lassen sich mit Wandfarben, Küchengeräten, Griffen und Accessoires je nach Lust und Laune immer wieder ganz einfach ändern und auch hinsichtlich der Farbe der Arbeitsplatte oder des Fußbodens ist man völlig frei.

Weiße Küche mit Dunstabzugshaube © Tran Photography, stock.adobe.com
Weiße Küche © Tran Photography, stock.adobe.com
Weisse Einbaukueche © js-photo, stock.adobe.com
Weisse Einbaukueche mit Farbakzenten © js-photo, stock.adobe.com
Kleine Küche yo camon yo camon, stock.adobe.com
Kleine Küche mit Holzrückwand © yo camon yo camon, stock.adobe.com

Außerdem passt der neutrale Ton zu wirklich jedem Material (von Stein über Holz bis hin zu Fliesen) und zu jedem Küchenstil. Ganz klassisch zeigt sich die gemütliche Landhausküche in dezentem Weiß, aber auch modernen, puristischen Küchenblocks steht Weiß ganz besonders gut.

Weiß ist jedoch nicht gleich Weiß. Auch hier gibt es Abstufungen und Nuancen. So wirkt Schneeweiß zum Beispiel viel kühler als ein leichtes Cremeweiß. Dazu kommt die Frage nach dem Glanz: Mattweiße Küchen erscheinen deutlich weniger steril als weiße Hochglanzküchen.

Weiß ist nicht gleich Weiß! Nehmen Sie sich viel Zeit bei der Wahl des richtigen Weißtones, halten Sie Farbkarten sowohl bei Tageslicht als auch bei elektrischem Licht an die Wände und prüfen Sie, ob der gewählte Weißton auch wirklich die gewünschte Wirkung hat oder zu kühl/ungemütlich ist.

Vorteile einer weißen Küche:

  • Zeitlos
  • Erscheinungsbild kann mit Accessoires, Wandfarben & Co. leicht verändert werden
  • Passt zu jedem Küchenstil und zu fast allen Materialien
  • Lässt kleine Küchen größer wirken

Nachteile einer weißen Küche:

  • Kann schnell langweilig oder steril wirken
  • Schmutzanfällig: Kaffeeflecken, Saucenspritzer & Co. sieht man sofort
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Dunkle Töne: der Megatrend

Kontrastierend zur Beliebtheit von weißen Küchen setzt sich aktuell auch der Siegeszug von Schwarz, Anthrazit & Co. fort. Denn was in den letzten Jahren bereits im Accessoires- und Wandfarben-Bereich als Trend ausgemacht wurde, macht natürlich auch vor der Küche nicht halt. Ganz nach dem Motto „black is beautiful“ setzen viele Küchenhersteller und Designer aktuell auf schwarze Fronten.

Küche mit Steinboden © sebastien, fotolia.com
Schwarze Küche mit farbiger Wandfarbe © sebastien, fotolia.com

Allerdings sollte man einiges beachten, wenn man sich für eine komplett schwarze Einbauküche entscheidet. Zunächst einmal sollte der Raum nicht zu klein und am besten mit großen Fenstern ausgestattet sein, sonst wirkt das Schwarz schnell erdrückend. Außerdem bietet sich eine Küchenmöblierung an, die auf Oberschränke komplett verzichtet, da das Schwarz im Sichtbereich sehr dominant werden kann.

Küche mit Kochinsel © Leslie C Saber, stock.adobe.com
Küche: Schwarz mit weiß kombinieren © Leslie C Saber, stock.adobe.com

Alternativ kombiniert man schwarze Fronten am besten mit Holzfronten oder Fronten in einem helleren Ton, beispielsweise in Grau. Eine große Rolle spielt auch die Farbe bzw. das Material der Arbeitsplatte. Damit die Küche nicht zu kühl wirkt, sind auch hier warme Holzmaterialien schön, wer es puristischer mag, greift zu Granit oder Betonoptiken. Und wer besonders im Trend liegen möchte, entscheidet sich für Marmor. Der Naturstein ist gerade in Kombination mit dunklen Fronten und goldenen Akzenten extrem angesagt.

Unterschätzen Sie bei schwarzen Einbauküchen den „Glanzfaktor“ nicht: Glänzende schwarze Fronten wirken schnell „billig“, matte hingegen edel.

Sie möchten eine dunkle Küche, trauen sich jedoch nicht an Schwarz heran? Kein Problem, es gibt genügend Alternativen, ganz nach Ihren individuellen Vorlieben. Puristen setzen auf Anthrazit oder Steingrau, Liebhaber von klassischen Wohnstilen auf Dunkelblau und wer Gemütlichkeit schätzt, entscheidet sich für ein dunkles Grün. All diesen dunklen Farben gemeinsam ist, dass sie im Zusammenspiel mit goldenen Accessoires, Armaturen oder Griffen besonders edel wirken.

Vorteile einer dunklen Küche:

  • Modern
  • Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten im Hinblick auf Farben und Accessoires

Nachteile einer dunklen Küche:

  • Sehr anfällig für Staub und Kalk
  • Wirkt schnell beklemmend, wenn der Raum nicht groß genug ist

Das Comeback von Pastell: großer Auftritt für zarte Nuancen

Wie immer und überall gibt es aber auch bei den Küchen nicht nur Weiß und Schwarz, sondern unzählige Möglichkeiten dazwischen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Küche in einem Pastellton? Wer jetzt an Omas hellblaue Retro-Küche denkt, liegt falsch. Designer und Küchenhersteller zeigen aktuell, dass Pastell weit mehr kann als Babyblau und Prinzessinnenrosa. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen Mintgrün, Salbei, Apricot, Altrosa und Creme. Und diese Farben wirken ganz und gar nicht altbacken, sondern extrem trendig – vorausgesetzt, man beachtet einige Punkte.

Wer sich für einen modernen Pastellton entscheidet, muss genau überlegen, welche Farben er dazu kombiniert bzw. welche Wirkung er damit erzielen möchte. Nehmen wir beispielsweise Rosa. Kombiniert man den Farbton mit einem kräftigen Rot oder einem Orange und wählt dazu graue oder schwarze Accessoires, wirkt die Küche frisch und modern. Greift man zu Beigetönen und setzt goldene Akzente, hat man ein weit lieblicheres Erscheinungsbild.

Küche in pastelligem mintgrün © 2mmedia, stock.adobe.com
Küche in pastelligem mintgrün © 2mmedia, stock.adobe.com

Generell gilt: Kombiniert man Pastelltöne mit kräftigeren Nuancen der gleichen Farbfamilie, verstärkt man ihre Farbwirkung. Nimmt man neutrale Farben wie Grau, Beige, Gold oder Silber hinzu, schwächt man die Farbwirkung ab.

Wer sich das erste Mal an Pastelltöne heranwagt, sollte gerade bei einer Einbauküche nicht zu mutig sein. Eine ideale Farbe ist beispielsweise Salbeigrün. Dieser Ton wirkt nicht zu aufdringlich und lässt sich ideal mit klassischem Schwarz oder Weiß sowie mit Holz und Natursteinen kombinieren.

Vorteile einer (pastell-)farbigen Küche:

  • Liegt im Trend
  • Eyecatcher, vor allem in offenen Wohn-/Essbereichen
  • Pflegeleicht, da nicht so schmutzanfällig wie Küchen in Schwarz oder Weiß

Nachteile einer (pastell-)farbigen Küche:

  • Gefahr, dass man der Farbe schnell überdrüssig wird
  • Teilweise schwierig zu kombinieren. Vor allem wenn sich die Einbauküche in einem offenen Wohnraum befindet, kann Gesamteindruck unstimmig wirken.
  • Passt nicht zu jedem Küchenstil
Bunte Küchenfronten © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Bunte Küchenfronten © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Küche mit lackierten Fronten und Barhockern © depvalley, stock.adobe.com
Küche mit glanzenden lackierten Fronten © depvalley, stock.adobe.com

Grundsätzliches zur Farbwahl bei Einbauküchen:

  • Je außergewöhnlicher die Frontenfarbe, umso bedachter sollte man bei der restlichen Farbgestaltung des Raumes sein.
  • Je kräftiger die Fronten, umso mehr sollten sich Arbeitsplatte, Wandfarbe und Bodenbelag zurücknehmen.
  • Unterschätzen Sie die Wirkung von matt und glänzend nicht. Am besten immer Farbmuster mitnehmen und im Raum bei verschiedenen Lichtverhältnissen auf sich wirken lassen.
  • Schon kleine Details, wie beispielsweise die Farbe/das Material von Griffen, können den optischen Gesamteindruck extrem verändern. Einfach ausprobieren!
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