Wärmepumpe Kosten

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Wärmepumpe Kosten – was kommt auf mich zu?

Die Wärmepumpe gilt heute als eines der nachhaltigsten Heizsysteme. Sie wird als wirkungsvolle Alternative zu Gas- oder Ölheizungen gesehen. Doch der Umstieg auf die Wärmepumpe ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Und auch im Betrieb erzeugt die Wärmepumpenheizung Kosten. Wir zeigen Ihnen, wie sich Preise für Wärmepumpen zusammensetzen und was das Heizsystem im Betrieb kosten kann.

Förderung einer Wärmepumpe © Marco2811, stock.adobe.com
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Wann empfiehlt sich eine Wärmepumpe?

Viele Hausbesitzer stehen angesichts steigender Energiepreise und der CO2-Bepreisung vor der wichtigen Frage, ob oder wie sie ihr Heizsystem effizienter und umweltfreundlicher gestalten können. Eine für fast alle Gebäudetypen mögliche Lösung bietet die Wärmepumpe. Sie wird in Skandinavien und anderen Nachbarländern bereits seit vielen Jahren eingesetzt. Für den Betrieb benötigt eine Wärmepumpe lediglich Strom und eine natürliche Wärmequelle. Grundsätzlich ist eine Wärmepumpe somit für alle Hausbesitzer empfehlenswert, die von Gas- oder Ölheizungen auf eine nachhaltige Heizlösung umsteigen wollen. Möglich ist auch die Kombination von Wärmepumpen mit bestehenden Heizungsanlagen zu einem Hybridsystem. Ist bereits eine PV-Anlage in Betrieb, ist der Umstieg auf die Wärmepumpe ebenfalls empfehlenswert. Denn dann kann der günstig selbst erzeugte Strom für den Betrieb der Wärmepumpenheizung genutzt werden.

Ein weiterer positiver Effekt beim Umstieg auf Wärmepumpentechnik: Als Hausbesitzer machen Sie sich unabhängiger von Energieversorgern und erhöhen Ihre Fähigkeiten, sich autark mit Wärme zu versorgen.

Anschaffungskosten und Betriebskosten einer Wärmepumpe
Anschaffungskosten und Betriebskosten einer Wärmepumpe

Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe

Die Kosten einer Wärmepumpe hängen nicht nur von der gewählten Leistung oder der Marke des Wärmepumpenmodells, sondern auch von der Art der Wärmepumpe ab. Denn abhängig von der zu installierenden Variante sind umfassende Vorarbeiten notwendig. Somit können unterschiedliche Wärmepumpen-Typen preislich mehrere tausend Euro auseinander liegen. Hier ein Überblick:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe fallen vergleichsweise wenige Vorarbeiten an. Dementsprechend gehören diese Wärmepumpen zu den günstigsten. Die Kosten liegen zwischen rund 25.000 und 40.000 Euro. Die Wärmepumpenförderung ist in diesen Preis noch nicht eingerechnet.

Die tatsächlichen Investitionskosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. So bestimmen u.a. der Heizwärmebedarf und der energetische Zustand des Hauses eine wichtige Rolle, um die erforderliche Wärmepumpenleistung und somit das benötigte Modell zu ermitteln.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Wasser-Wasser-Wärmepumpen beziehen die Wärmeenergie aus dem Grundwasser. Hierfür muss im Vorfeld ein Brunnen gegraben werden, damit eine Sonde die Wärme im Grundwasser aufnehmen kann. Darüber hinaus ist ein zweiter Brunnen notwendig, um das verwendete Grundwasser nach der Wärmeübertragung wieder in den Boden zu pumpen.

Aufgrund der aufwändigen Vorarbeiten liegen die Kosten für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe bei 40.000 bis 50.000 Euro. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit und dem Aufwand, der für die Erschließung des Grundwassers notwendig ist, können die Kosten auch höher ausfallen. Das ist z.B. der Fall, wenn mehrere Bohrungen notwendig sind.

Mit einberechnet sind in den Installationskosten auch die Kosten für Boden- und Wassergutachten sowie die Genehmigungen für Bohrungen, die bei den entsprechenden Behörden eingeholt werden müssen.

  • Erdwärmepumpe

Bei einer Erdwärmepumpe sind ebenfalls Bohrungen oder Aushubarbeiten notwendig. Wird eine Erdsonde verwendet, müssen ebenfalls Genehmigungen eingeholt werden. Bei Erdkollektoren wiederum muss sichergestellt werden, dass diese ausreichend Platz haben. Beide Varianten sind auf jeden Fall mit zusätzlichen Investitionen verbunden. Demnach liegen die Kosten für eine Erdwärmepumpe zwischen 40.000 und 50.000 Euro.

Die Planung der Wärmepumpe ist ein Fall für Profis
Die Planung der Wärmepumpe ist ein Fall für Profis

Staatliche Förderung senkt Kosten für Wärmepumpen deutlich

Seit dem Jahr 2021 gibt es die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Darüber können Hausbesitzer den Kauf ihrer Wärmepumpe staatlich fördern lassen. Entweder erhalten Sie hohe Zuschüsse für die Wärmepumpe als Einzelmaßnahme oder Sie lassen Ihr Haus energetisch sanieren und bekommen in diesem Rahmen geförderte Kredite über die KfW, ebenfalls im Rahmen der BEG.

Wichtig für die Förderung ist die sogenannte „Jahresarbeitszahlt“ (JAZ) als auch jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETAs). Die Liste mit förderfähigen Wärmepumpen wird regelmäßig aktualisiert.

2023 muss eine Wärmepumpe eine JAZ von mindestens 2,7 haben, um gefördert zu werden. Ab 2024 steigt die JAZ auf 3,0.

Um die Förderung zu erhalten, muss außerdem vor Beginn der Baumaßnahme ein Förderantrag gestellt werden.

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Was kostet eine Wärmepumpe im Betrieb?

Mit einer Wärmepumpe können Sie bis zu 75 Prozent der benötigten Energie kostenlos aus der Umwelt beziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anlage Wärmeenergie aus dem Boden, aus dem Grundwasser oder der Außenluft bezieht. Um jedoch das Kältemittel in der Wärmepumpe mit einem Kompressor zu verdichten, wird Strom benötigt. Dieser macht rund ein Viertel der von der Wärmepumpenheizung benötigten Energie aus.

Um auch in niedrigen Temperaturbereichen effizient zu arbeiten, verfügen manche Wärmepumpen zusätzlich über einen Heizstab. Dieser verbraucht zwar zusätzlichen Strom, erhöht den gesamten Energiebedarf an Strom um nur rund ein bis zwei Prozent, gerechnet auf den jährlichen Energiebedarf.

Wenn wir also von den Betriebskosten der Wärmepumpe sprechen, geht es vor allem um Stromkosten. Denn anders als Gas- oder Ölheizungen sind Wärmepumpen wartungsarm und verursachen nur geringe Wartungskosten.

Öko-Strom macht die Wärmepumpe noch umweltfreundlicher
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Exemplarische Berechnung der Stromkosten einer Wärmepumpe

Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus benötigt rund 4.000 bis 6.000 Kilowattstunden an Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh entstehen jährliche Stromkosten von 1.400 bis 2.100 Euro.

Diese Kosten können auf unterschiedliche Weise nochmals reduziert werden:

  • Wärmepumpentarif: Viele Stromversorger bieten spezielle Wärmepumpentarife an. Auf diese Weise können Sie als Hausbesitzer die Stromkosten um bis zu 25 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Haushaltsstrom senken. Bei unserem Beispiel sind so pro Jahr Einsparungen von 350 bis 525 Euro möglich.
  • PV-Anlage: Nutzen Sie Strom von Ihrer PV-Anlage, lassen sich die Stromkosten nicht nur deutlich senken, sondern Sie heizen vollkommen klimaneutral.

Wer von einer Gas- oder Ölheizung auf die Wärmepumpe umsteigt, spart indirekt nochmals. Denn durch den Wegfall fossiler Energiequellen müssen Sie keine CO2-Abgabe bezahlen. Dieser CO2-Preis wird in den kommenden Jahren noch steigen.

Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
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Wie lassen sich die Betriebskosten einer Wärmepumpe berechnen?

Mit Hilfe der Jahresarbeitszahl (JAZ) lässt sich der Stromverbrauch einer Wärmepumpe einfach berechnen. Die Formel dazu lautet:

Heizleistung / Jahresarbeitszahl x Heizstunden = Stromverbrauch pro Jahr

Wollen Sie die Kosten für die Wärme Ihrer Wärmepumpe mit den Wärmekosten einer Gas- oder Ölheizung vergleichen, können Sie die Kosten pro Kilowattstunde ermitteln. Hierzu verwenden Sie ebenfalls die JAZ und den aktuellen Strompreis:

Strompreis je kWh / JAZ = Kosten pro kWh Wärme

Grundsätzlich gilt: Je höher die JAZ, desto geringer fallen die Heizkosten aus. Sehr effiziente Wärmepumpen haben eine JAZ zwischen 3 und 4,5. Insbesondere Wasser-Wasser- und Erd-Wärmepumpen zeichnen sich durch eine hohe Effizienz und eine hohe JAZ aus. Doch auch Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen in Neubauten und im Bestand sehr effizient Wärmeenergie.

Je höher die Leistungszahl, desto geringer fallen die Heizkosten aus, da – einfach formuliert – mehr Wärme aus Strom gewonnen wird. Bei effizienten Wärmepumpen liegt die Jahresarbeitszahl zwischen 3,0 und 4,5.

Hohe Investitionskosten lassen sich durch Förderung deutlich senken

Auch wenn Wärmepumpen in der Anschaffung deutlich teurer sind als Öl- oder Gasheizungen, macht sich die Investition durch hohe staatliche Förderung und geringe Betriebskosten bald bezahlt. Es lohnt sich somit schon mittelfristig, auf die Wärmepumpe umzusteigen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Keller © caifas, stock.adobe.com
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