Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe

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Die Wärmepumpe gilt als umweltfreundliche Alternative zu Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Das ist nicht verwunderlich, schließlich bieten Wärmepumpen gegenüber konventionellen Heizsystemen viele Vorteile. Wir geben Ihnen einen Überblick über alle wichtigen Aspekte und stellen übersichtlich auch mögliche Nachteile gegenüber.

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Welche Nachteile hat eine Wärmepumpe?

Wie jede Heizung hat auch die Wärmepumpenheizung nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Allerdings lassen sich viele dieser Nachteile bei Veränderung einiger Stellschrauben aber deutlich verringern.

  • Wärmepumpen verursachen Geräusche im Betrieb.
  • Einer der häufigsten Gründe, die gegen die Wärmepumpe vorgebracht wird, ist ihr Betriebsgeräusch. Es stimmt, dass Wärmepumpen abhängig von der erzeugten Leistung und vom Aufstellort bis zu 60 Dezibel erreichen können. Diese Lautstärke entspricht dem Schallpegel eines normalen Gesprächs, das zwei Personen miteinander führen. In der Regel liegt die Spanne des Geräuschpegels von Wärmepumpen zwischen 30 und 60 Dezibel. 30 Dezibel sind vergleichbar mit einem Flüstern.

    Maßnahmen gegen Geräuschbelästigung durch die Wärmepumpe
    Maßnahmen gegen Geräuschbelästigung durch die Wärmepumpe

    Um die Geräuschemissionen zu reduzieren, gibt es viele Maßnahmen, die zusätzlich getroffen werden können. Hecken und Sträucher in der Nähe der Wärmepumpe verhindern, dass sich der Schall ausbreitet. Ebenso können Verdampfer oder Ventilatoren schallisoliert werden.

    Noch ein wichtiger Punkt: Entscheiden Sie sich für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe oder für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe reduziert sich das Betriebsgeräusch auf ein Minimum, da die Pumpen unterhalb der Erdoberfläche arbeiten.

    Was viele Menschen unterschätzen: Auch Gas- oder Ölbrenner erzeugen Geräuschemissionen von bis zu 60 Dezibel.

    Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
    Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
  • Wärmepumpen brauchen im Winter viel Strom
  • Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist Strom erforderlich. Er sorgt dafür, dass Verdampfer und Verdichter sowie Ventilatoren bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeiten können. Moderne Wärmepumpen arbeiten selbst bei Minusgraden wirtschaftlich, auch wenn der Stromverbrauch in den Wintermonaten ansteigt.

    Das Traumpaar: Wärmepumpe + Solarstrom
    Das Traumpaar: Wärmepumpe + Solarstrom

    Wer zusätzlich eine PV-Anlage für die Stromversorgung der Wärmepumpe einsetzt, reduziert die Stromkosten nochmals deutlich und betreibt seine Wärmepumpe klimaneutral.

  • Die Kosten für Wärmepumpen sind sehr hoch.
  • Tatsächlich liegen die Investitionskosten für eine Wärmepumpe mit rund 20.000 bis 30.000 Euro deutlich über den Kosten einer Gas- oder Ölheizung. Vor allem die Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann aufgrund der Grundwasserbohrungen teurer werden.

    Regler zeigt verschiedene Heizsysteme, öl, Erdwärme, Gas © Marco2811, stock.adobe.com
    Wärmepumpen mit Erdwärme gelten als äußerst energieeffizient, da sie mehr Wärmeenergie erzeugen, als sie an elektrischer Energie verbrauchen © Marco2811, stock.adobe.com

    Doch es gibt für Wärmepumpen eine sehr hohe staatliche Förderung. So lassen sich die Investitionskosten deutlich reduzieren. Darüber hinaus sparen Verbraucher mit der Wärmepumpe langfristig. Sie sind nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig. So müssen Besitzer einer Gas- oder Ölheizung in den kommenden Jahren mit einem steigenden CO2-Preis rechnen.

    Für die Wärmepumpe wird lediglich Strom benötigt, der bei einer guten Jahresarbeitszahl von 3 pro Jahr und bei gleicher Wärmeleistung pro Jahr deutlich günstiger ist als Gas oder Öl.

  • Wärmepumpen werden im Winter ineffizient.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen können in einem Temperaturbereich zwischen -20 und +35°C wirtschaftlich arbeiten. Bei kalten Umgebungstemperaturen wird zwar mehr Strom benötigt, um das Temperaturniveau über das verdampfte Kältemittel anzuheben. Dennoch bleibt die Wärmepumpe noch effizient.

    Wer noch unabhängiger von Außentemperaturen mit der Wärmepumpe heizen möchte, setzt auf Wasser-Wasser- oder Wasser-Sole-Wärmepumpen. Sie beziehen Umweltwärme aus dem Grundwasser bzw. dem Erdreich. Schon wenige Meter unter der Erde herrscht ein konstantes Temperaturniveau, sodass die Wärmepumpe ganzjährig mit Umweltwärme versorgt werden kann, ohne dass der Stromverbrauch massiv steigen würde.

  • Wärmepumpen sind nur bedingt für eine Nachrüstung geeignet.
  • Gerade in Altbauten kann es tatsächlich bauliche Beschränkungen beim Einbau von Wärmepumpen geben. Insbesondere im innerstädtischen Bestand sind Grundwasserwärmepumpen oder Sole-Wasser-Wärmepumpen meist nicht möglich. Dennoch lassen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen nahezu überall einsetzen. Sie können auch im Altbau effizient betrieben. Grundsätzlich gilt hier: Je höher der Isolierungsgrad des Altbaus und je geringer die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto besser ist eine Wärmepumpe als Alternative zu Gas oder Öl geeignet.

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Welche Vorteile hat eine Wärmepumpe?

  • Wärmepumpen erzeugen nur wenig oder kein CO2.
  • Im Durchschnitt erzeugt eine Wärmepumpe rund 90 Prozent weniger CO2 als eine Gas- oder Ölheizung. Darüber hinaus benötigen Wärmepumpen keinen Schornstein, denn sie stoßen keine Abgase aus. So entsteht auch kein Feinstaub. Alle Wärmepumpen-Arten beziehen ihre Wärmeenergie aus Umweltwärme aus dem Boden, aus Wasser oder der Luft. Entsprechend gut ist die Ökobilanz, wenn Verbraucher auf eine Wärmepumpe umsteigen.

    Die geringeren CO2-Emissionen entstehen vor allem dann, wenn die Wärmepumpe mit dem konventionellen Strommix betrieben wird. Setzen Hausbesitzer auf Ökostrom oder nutzen sie Strom aus einer eigenen PV-Anlage, lässt sich der CO2-Anteil auf ein Minimum reduzieren.

    Die Wärmepumpe ist langfristig nicht nur für den Umweltschutz gut, sondern auch für die Finanzen
    Die Wärmepumpe ist langfristig nicht nur für den Umweltschutz gut, sondern auch für die Finanzen
  • Wärmepumpen sind wirtschaftlich.
  • Wärmepumpen benötigen lediglich Strom für den Betrieb. Diese Kosten sind deutlich niedriger als die Kosten für Brennstoffe. Die eingesetzte Primärenergie aus der Natur ist unbeschränkt verfügbar und kostenlos.

  • Wärmepumpen sind effizient.
  • Die Energieeffizienz von Wärmepumpen ist sehr hoch. Denn die elektrische Energie wird um das Drei- bis Vierfache in Wärmeenergie umgewandelt. Verbraucher können sich beim Kauf an Kennzahlen wie dem COP (Coefficient of Performance) oder der JAZ (Jahresarbeitszahl) orientieren.

    Die Jahresarbeitszahl (JAZ) macht die Leistung der Wärmepumpen vergleichbar
    Die Jahresarbeitszahl (JAZ) macht die Leistung der Wärmepumpen vergleichbar
  • Wärmepumpen sind wartungsarm.
  • Eine Wärmepumpe muss nicht aufwändig gewartet werden. Es entfallen somit die Kosten für Kaminkehrer und die Wartung von Brennstoffkesseln. Das liegt u.a. daran, dass die Wärmepumpe keinen Verbrennungsvorgang zur Wärmeerzeugung nutzt und keine hohen Temperaturen dabei entstehen.

    Eine Wärmepumpe erfreut mit niedrigen Betriebskosten
    Eine Wärmepumpe erfreut mit niedrigen Betriebskosten
  • Wärmepumpen arbeiten sehr zuverlässig.
  • Wärmepumpen sind sehr sicher und stellen Wärme als Heizwasser oder Warmwasser ganzjährig zuverlässig bereit.

Neben diesen allgemeinen Vorteilen von Wärmepumpen spielen einzelne Wärmepumpen-Arten noch individuelle Vorteile aus:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Diese Geräte lassen sich je nach Ausführung im Sommer auch zum Kühlen verwenden. Ein weiteres Plus ist die große Flexibilität bei der Wahl des Aufstellorts.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • Diese Wärmepumpen lassen sich dank der konstanten Temperaturen unter der Erde noch energieeffizienter betreiben als Luft-Wasser-Wärmepumpen. Darüber hinaus lassen sich auch diese Modelle je nach Ausführung „reversibel“, also auch zum Kühlen verwenden.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • Wie die Sole-Wasser-Wärmepumpe profitieren Verbraucher hier von einer ganzjährig konstanten Temperatur unter der Erde. Das Grundwasser hat in der Tiefe unabhängig von den Jahreszeiten eine ähnlich hohe Temperatur. Durch einen reversiblen Betrieb kann die Wasser-Wasser-Wärmepumpe auch zum Kühlen von Räumen genutzt werden.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Keller © caifas, stock.adobe.com
Eine gut geplante Installation kann zur Energieeffizienz der Wärmepumpe beitragen. Stellen Sie sicher, dass alle Rohrleitungen gut isoliert sind, um Wärmeverluste zu minimieren © caifas, stock.adobe.com

Der Vollständigkeit halber müssen aber auch die Nachteile von Erdwärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen erwähnt werden. Diese liegen im höheren Installationsaufwand. So sind u.a. für Wasser-Wasser-Wärmepumpen Tiefenbohrungen notwendig. Diese erfordern zusätzliche Kosten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Für die Sole-Wasser-Wärmepumpe sind Grabungen für die Erdkollektoren im Garten notwendig, die ebenfalls zusätzlichen Aufwand erfordern.

Fazit: Bei Wärmepumpen überwiegen die Vorteile

Wärmepumpen können im Vergleich zu konventionellen Feuerungsanlagen in den meisten Punkten überzeugen. Damit die Wärmepumpe auch all ihre Vorzüge ausspielen kann, ist eine genaue Planung im Vorfeld wichtig. Ein Fachbetrieb oder Energieberater findet gemeinsam mit Hausbesitzern die beste Lösung für das Gebäude. Das bezieht sich auf die Leistung der Wärmepumpe ebenso wie auf die Wahl des geeigneten Wärmepumpen-Typs.

Moderne Wärmepumpe in einem Vorgarten als umweltfreundliche Variante einer Heizung © Ralf Geithe, stock.adobe.com
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