Gerüstbau Sicherheit

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Sicherheitstechnische Anforderungen an Gerüste

Das Arbeiten in der Höhe bringt für den Handwerker, aber ebenso für Passanten einige Risiken mit sich. Um Gerüstarbeiten sicher zu gestalten, gibt es deshalb verschiedene Anforderungen, die bei der Aufstellung und Benutzung von Gerüsten eingehalten werden müssen. Diese sind in verschiedenen Regelwerken definiert, eine Prüfung des Gerüstes vor der Benutzung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder eine andere geeignete Person stellt sicher, dass das Gerüst nach den gängigen Vorschriften errichtet ist.

Gerüstbauer bei der Arbeit © goodluz, fotolia.com
Gerüstbauer bei der Arbeit © goodluz, fotolia.com
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Regeln für das Fassadengerüst – Übersicht

Gerüstbau: Maßnahmen für die Sicherheit
Gerüstbau: Maßnahmen für die Sicherheit

In der Technischen Regel für Betriebssicherheit (TRBS) 2121, Teil 1 werden die Maßnahmen zur Sicherheit von Gerüsten benannt. Die Regel enthält insbesondere folgende Punkte:

  • Bevor das Gerüst aufgebaut wird, muss der Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Er überprüft unter anderem, ob im Bereich des Gerüstes gefährdende Anlagen vorhanden sind. Das können zum Beispiel elektrische Anlagen, Rohrleitungen, Schächte oder nicht tragfähige Bauteile sein.
  • Für Gerüste muss die Standsicherheit nachgewiesen werden. Bei der Verwendung von Systemgerüsten liegt in der Regel eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vor, Gerüste, die nicht der Regelausführung entsprechen dürfen nur mit einem Standsicherheitsnachweis verwendet werden.
  • Für den Auf- und Abbau des Gerüstes muss eine Montageanweisung erstellt werden, die die wichtigsten Informationen zum Gerüstauf- und abbau enthält. Dazu gehören zum Beispiel Gerüstbauart, Last- und Breitenklassen, Abmessungen, Verankerungen und Umgebungseinflüsse.
  • Für die Nutzung muss ein eigener Plan erstellt werden, der unter anderem auch etwaige Verwendungsbeschränkungen enthält.
  • Das Gerüst muss durch sichere Zugänge begehbar sein. Bei kleineren Gerüsten sind dies spezielle und abgesicherte Gerüsttreppen oder Leitern, für große Gerüste kommen Aufzüge oder Transportbühnen in Frage.
  • Jedes Gerüst braucht eine Absturzsicherung in Form eines Seitenschutzes, der das Durchrutschen unter dem Geländerholm verhindert. Auch das Geländer selbst sowie am Belag angebrachte Bordbretter sind Teil der Absturzsicherung.
Gerüst mit Absturtzsicherung und Fanggerüst © Hermann, fotolia.com
Gerüst mit Absturtzsicherung und Fanggerüst © Hermann, fotolia.com

Weiterhin muss bereits beim Aufbau darauf geachtet werden, dass das Gerüst jederzeit sicher steht, dazu werden die fertigen Gerüstbauteile sukzessive an der Fassade verankert. Ebenfalls wichtig: Nur qualifiziertes Personal darf ein Gerüst aufbauen.

Gerüst: Verankerung an der Fassade
Gerüst: Verankerung an der Fassade müssen ausreichend stabil sein

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Sicherheitsnormen im Gerüstbau

Die für den Gerüstbau relevanten Vorschriften sind in vielen Regelwerken definiert.

Normen und Baurecht beachten © Zerbor, fotolia.com
Normen und Baurecht beachten © Zerbor, fotolia.com

Folgende Verordnungen und Technische Regeln gelten für diesen Bereich:

  • ArbSchG Arbeitsschutzgesetz
  • TRBS 2121 Gefährdung von Personen durch Absturz – Allgemeine Anforderungen
  • TRBS 2121 Teil 1 Gefährdung von Personen durch Absturz – Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten
  • BGV C 22 Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten“
  • BGI 663 Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten
  • DIN 4426 Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen – Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege – Planung und Ausführung
  • ATV DIN 18451 VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV): Gerüstarbeiten A
Hinweis: Auch der Bauherr ist für die Sicherheit auf der Baustelle mit verantwortlich. Deshalb ist die Planung und Ausschreibung der Gerüstkonstruktion ein wichtiger Bestandteil in der Gebäude- bzw. Sanierungsplanung.
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