Ein Swimmingpool im Garten – wie viel kostet das?

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Der Pool auf dem eigenen Grundstück ist ein recht kostspieliger Luxus, denn selbst bei den günstigen Modellen müssen Sie mit Gesamtkosten in Höhe von 10.000 Euro oder mehr rechnen. Meist sind die Ausgaben für Pools, die teilweise oder komplett in den Boden eingelassen werden, jedoch deutlich höher. Gesamtsummen zwischen 20.000 und 50.000 Euro sind keine Seltenheit. Einen großen Anteil an den Kosten haben allerdings die Arbeitslöhne der Handwerker. Besteht die Möglichkeit, Arbeiten selbst auszuführen, lässt sich der Wunsch nach einem Pool daher selbst mit einem kleineren Budget erfüllen.

Ein schöner Luxus: der Pool im Garten © Lilli, stock.adobe.com
Ein schöner Luxus: der Pool im Garten © Lilli, stock.adobe.com

Die Materialkosten beim Poolbau – abhängig vom gewünschten Becken

Becken, die in den Boden eingelassen werden, können aus den verschiedensten Materialien bestehen. Die wichtigsten sind:

  • Stahl
  • GFK
  • Edelstahl
  • mit Beton befüllte Styropor-Schalsteine
  • Beton
Verschiedene Arten von Standardpools
Verschiedene Arten von Standardpools

Im Folgenden möchten wir Ihnen die verschiedenen Becken kurz vorstellen. Die Preise beziehen sich auf Becken mit einem Durchmesser beziehungsweise einer Seitenlänge von drei bis vier Metern.

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Stahlwandpools

Ein Stahlwandpool ist eine besonders günstige Lösung, denn diese Becken bekommen Sie schon zu Preisen ab etwa 600 Euro. Er kann zur Hälfte oder ganz in das Erdreich eingelassen werden. Möchten Sie das Becken halb einlassen, können Sie die sichtbaren Außenseiten ansprechend verkleiden. Unbedingt erforderlich ist dies jedoch nicht, denn viele Stahlwandpools eignen sich auch als Aufstellpools.

Stahl- oder Aluminiumwandbecken: Eigenschaften im Überblick
Stahl- oder Aluminiumwandbecken: Eigenschaften im Überblick

Bei den Stahlwandpools ist die Montage relativ einfach. Diese Becken sind daher attraktiv für Heimwerker, die ihren Pool selbst bauen möchten. Eine gute Vorbereitung des Untergrunds, auf die wir weiter unten eingehen, ist jedoch auch bei diesen Becken wichtig.

Nicht ganz eingelassene Poolbecken sind für Kinder und Tiere weniger gefährlich © kropic, stock.adobe.com
Nicht ganz eingelassene Poolbecken sind für Kinder und Tiere weniger gefährlich © kropic, stock.adobe.com

GFK-Poolbecken

Glasfaserverstärkte Kompositbecken oder kurz GFK-Poolbecken bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Den oberen Abschluss bildet ein Gelcoat oder Geltop, das als Schutz dient und dem Becken gleichzeitig die gewünschte Farbe verleiht. Kunststoffe lassen sich in fast jede beliebige Form bringen. GFK-Becken besitzen deshalb oft Stufen oder eine integrierte Sitzgelegenheit. Sie sind deutlich teurer als Stahlwandpools, allerdings auch langlebiger. Die Preise beginnen bei etwa 3.000 Euro.

Poolbecken aus Edelstahl

Ein Poolbecken aus Edelstahl wirkt edel und ist langlebig. Edelstahl hat allerdings seinen Preis, deshalb müssen Sie mit Kosten von mindestens 20.000 Euro rechnen. Ein kleiner Trost sind die geringeren Heizkosten, denn das Wasser heizt sich in einem Edelstahlpool schneller auf und bleibt länger warm. Darüber hinaus erfüllen Ihnen die Hersteller – anders als beispielsweise bei einem GFK-Becken – auch individuelle Wünsche.

Pools aus Styropor-Schalsteinen

Schon der Blick auf das Wasser ist entspannend © makou, stock.adobe.com
Schon der Blick auf das Wasser ist entspannend © makou, stock.adobe.com

Bei den Poolbecken aus Styropor-Schalsteinen handelt es sich um Bausätze, die sich wie Mauerwerk zusammenfügen lassen. Die Hohlräume der Steine, die wie ihr Name schon sagt, aus Styropor bestehen, werden im Anschluss mit Beton gefüllt. Für einen Bausatz Styropor-Schalsteine zahlen Sie zumeist mindestens 2.500 Euro.

Einen Pool aus Styropor-Schalsteinen zu bauen, ist bedeutend aufwändiger und schwieriger als das Einlassen eines Fertigbeckens. Der Eigenbau ist daher nur versierten Heimwerkern zu empfehlen. Sind Sie in der Lage, die Arbeiten selbst auszuführen, sparen Sie jedoch viel Geld, denn die Montage durch einen Fachbetrieb wird Sie vermutlich mehr als 15.000 Euro kosten.

Aus Beton gegossene Pools

Einen Pool aus Beton zu gießen, ist ebenfalls möglich. Bei solch einem Pool sind die Materialkosten relativ gering, der Arbeitsaufwand allerdings extrem hoch. Geben Sie die Arbeit in Auftrag, müssen Sie daher mit Gesamtkosten in Höhe von 25.000 Euro oder mehr rechnen.

Unabhängig von Ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Becken, sollten Sie für das Zubehör von der Filteranlage bis zum Poolsauger, mit dem Sie das Becken in regelmäßigen Abständen reinigen, mindestens 500 Euro einplanen. Deutlich teurer wird es durch besondere Wünsche wie eine Gegenstromanlage.

Kaufen Sie einen Pool samt Lieferung und Montage, sollten alle Leistungen im Preis inbegriffen sein. Möglicherweise möchten Sie jedoch die eine oder andere Aufgabe oder sogar den gesamten Einbau selbst übernehmen. Hier deshalb noch einige Informationen zu den einzelnen Kosten, die beim Bau eines Pools anfallen.

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Die Lieferkosten – bei Fertigbecken besonders hoch

Bei einem Fertigbecken muss die Grube exakt die richtige Größe haben © Thomas, stock.adobe.com
Bei einem Fertigbecken muss die Grube exakt die richtige Größe haben © Thomas, stock.adobe.com

Fertigbecken werden mit einem Lkw geliefert und mithilfe eines Krans in den Garten gesetzt. Sie verursachen daher recht hohe Lieferkosten, denn schon allein für den Einsatz eines Krans werden Ihnen viele Firmen mehrere hundert Euro in Rechnung stellen. Die Lieferkosten steigen mit der Entfernung, die zurückzulegen ist. Es lohnt sich daher, bei einem Lieferanten in der näheren Umgebung zu bestellen. Bei den Stahlwandpools spielen die Lieferkosten eine weniger große Rolle, denn sie werden für gewöhnlich aufgerollt auf einer Palette geliefert. Noch einfacher ist der Transport von Styropor-Schalsteinen. Der Beton zum Verfüllen hat allerdings ein recht hohes Gewicht.

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Die Kosten für Erdarbeiten

Die Grube, in die Sie Ihren Pool einlassen, müssen Sie ausheben beziehungsweise ausheben lassen. Zum Ausbaggern in Eigenregie leihen Sie sich am besten einen Minibagger aus. Die Miete beläuft sich meist auf 80 bis 100 Euro pro Tag. Geben Sie das Ausbaggern in Auftrag, sollten Sie mit Kosten in Höhe von mindestens 40 Euro pro Kubikmeter bewegter Erde rechnen. Hinzu kommen die Kosten für den Abtransport des Aushubs sowie die Gebühren für dessen Entsorgung. Sie liegen in den meisten Gemeinden zwischen acht und zwölf Euro pro Kubikmeter. Weil es sich um einen vergleichsweise kleinen Auftrag handelt, zahlen Sie zusätzlich oft einen Aufschlag. Für das Ausheben der Grube sollten Sie daher mindestens 3.000 Euro einplanen.

Je größer der Pool, desto umfangreicher sind die Erdarbeiten © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
Je größer der Pool, desto umfangreicher sind die Erdarbeiten © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
Massivpools oder Stahlrahmenpools benötigen Vorarbeiten
Massivpools oder Stahlrahmenpools benötigen Vorarbeiten

Fast immer sinnvoll: eine Bodenplatte aus Beton

Eine Bodenplatte aus Beton ist grundsätzlich zu empfehlen und bei vielen Pools unverzichtbar. Das Gewicht des Wassers, das eine hohe Belastung für den Untergrund darstellt, lässt sich durch die Tatsache, dass ein Liter Wasser exakt ein Kilogramm wiegt, leicht berechnen.

Gießen Sie Ihre Bodenplatte selbst, entstehen Ihnen für den Beton, eine Drainageschicht aus Schotter und Hilfsmittel wie zum Beispiel Bretter für eine Schalung Materialkosten in Höhe von etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Die Mietgebühr für eine Rüttelplatte, mit der Sie den Schotter verdichten, beläuft sich auf circa 50 Euro pro Tag.

Zum Abschluss Ihrer Planung sollten Sie noch kurz an die laufenden Kosten denken. Die Wasser-, Strom- und Heizkosten für einen eigenen Pool im Garten summieren sich schnell auf mehr als 1.000 Euro pro Jahr.

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