Die Kosten für eine Baumfällung hängen von vielen Faktoren ab. Dementsprechend schwierig ist es, einen Gesamtpreis zu nennen. Mithilfe der nachfolgenden Informationen können Sie jedoch grob überschlagen, mit welchen Ausgaben Sie ungefähr rechnen müssen.
Die gesetzlichen Vorschriften für Baumfällungen
Große Bäume stehen unter Schutz. Das Fällen von Bäumen mit einem Stammdurchmesser von mehr als 60 Zentimetern ist daher nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt und erfordert die Genehmigung der zuständigen Behörde. Gleiches gilt für Bäume, die zu einer besonders geschützten Baumart gehören. Eine Erlaubnis bekommen Sie in der Regel, wenn der Baum krank oder morsch ist und dadurch ein Sicherheitsrisiko darstellt. Dass er Ihnen nicht gefällt oder im Herbst Unmengen Laub abwirft, ist dagegen kein Grund für eine Fällung.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung außerdem, dass Baumfällungen an Straßen und in der freien Natur im gesamten Bundesgebiet in den Monaten von März bis einschließlich September verboten sind. Diese Regelung dient dem Schutz der Vögel, die ihre Nester in Bäumen bauen, und kann in Ihrem Bundesland noch länger sein. Erkundigen Sie sich daher auch nach der für Sie geltenden Schutzperiode. Steht der Baum in Ihrem Garten, dürfen Sie ihn auch in den Sommermonaten fällen lassen, sofern keine Tiere darin nisten oder leben. Selbst Wespen, Hornissen und Fledermäuse sind ein Ausschlusskriterium. Der Winter ist jedoch ohnehin die bessere Zeit für eine Baumfällung. Schon allein das nicht mehr vorhandene Laub erleichtert die Arbeit und reduziert dadurch die Kosten.

Eine Fällgenehmigung ist gebührenpflichtig. Sie kann abhängig von Ihrem Wohnort bis zu mehrere hundert Euro kosten. In den meisten Gemeinden kommen Sie jedoch mit 100 Euro aus.
Bei einem Baum in der Nähe einer Straße kann aus Sicherheitsgründen eine Straßensperrung oder die Einrichtung einer Parkverbotszone erforderlich sein. Diese müssen Sie ebenfalls vorab beantragen. Die Gebühr beträgt etwa 80 Euro.
Tipp: Die notwendigen Genehmigungen holen viele Baumpfleger auf Wunsch für Sie ein. Das kostet zwar etwas mehr, erspart Ihnen aber den Gang zu den Behörden.

Bäume fällen: die rechtlichen Grundlagen
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Grundlage für die Kalkulation: die Begutachtung des Baums
Ein seriöses Unternehmen wird den Baum, der gefällt werden soll, zunächst begutachten. Dieser Vor-Ort-Termin dient dazu, den Aufwand einzuschätzen und festzulegen, welche Werkzeuge und Hilfsmittel erforderlich sind.


Besteht die Möglichkeit, den Baum kontrolliert in eine bestimmte Richtung fallen zu lassen, ohne Schäden anzurichten, kann er vom Boden gefällt werden. Ist dies nicht der Fall, muss der Baum schrittweise von oben nach unten zerlegt werden. Bei einem nicht allzu großen Baum reicht für diese Art der Baumfällung unter Umständen eine Hubarbeitsbühne. Ihre Benutzung erfordert allerdings einen stabilen Untergrund und einen freien Zugang von der Straße. Diese Voraussetzungen sind bei einem Baum im Garten oft nicht gegeben. Bei einem großen Baum kommen deshalb häufig Baumkletterer zum Einsatz. Sie beseitigen zunächst die Äste und widmen sich im Anschluss dem Stamm. Das Fällen durch Baumkletterer dauert länger als eine Baumfällung von einer Hubarbeitsbühne. Zum Ausgleich fallen keine Gebühren für die Hubarbeitsbühne an. Letztendlich sind die Gesamtkosten daher etwa gleich hoch.


Wie viel Sie für das Fällen eines Baums bezahlen, hängt von dessen Höhe, dem Durchmesser seines Stamms und dem Durchmesser seiner Krone ab. Nadelbäume haben meistens einen schlankeren Wuchs als Laubbäume und sind dadurch günstiger. Bei den nachfolgenden Preisen liegen Nadelbäume daher eher im unteren und Laubbäume im oberen Bereich.
Die Preise für das Fällen eines Baumes

Bevor Sie Angebote einholen, sollten Sie außerdem überlegen, was mit dem Holz passieren soll. Möglicherweise besitzen Sie einen Kamin, für den Sie es gut gebrauchen können, oder Sie möchten den Stamm für bestimmte Vorhaben wie zum Beispiel den Bau einer rustikalen Gartenbank verwenden. Durch eine Weiterverarbeitung bleibt Ihnen ein Baum, den Sie nur ungern fällen lassen, auf gewisse Weise erhalten. Gehäckselt können Sie ihn aber auch zum Mulchen Ihrer Beete oder für die Wege durch Ihren Garten verwenden. Eine entsprechende Zerkleinerung bieten viele Baumpfleger als zusätzlichen Service an. Möchten Sie das Holz behalten, zahlen Sie für eine Baumfällung etwa 25 bis 50 Euro pro Meter Baumhöhe.

Haben Sie keine derartigen Pläne und handelt es sich um Holz, das sich verkaufen lässt, gewähren Ihnen viele Firmen einen Nachlass, wenn Sie das Holz mitnehmen und selbst verkaufen dürfen. In diesem Fall können Sie von einem Preis zwischen 10 und 25 Euro pro Meter ausgehen.
Hat niemand am Stamm und den Ästen Interesse, werden die Arbeiter den zersägten Baum zu einer Deponie bringen und dort entsorgen. Hierbei fallen in der Regel Entsorgungsgebühren an. Planen Sie hierfür bis zu 200 Euro ein.
TIPP
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Im Angebotspreis oft nicht enthalten: die Entfernung des Baumstumpfs und der Wurzeln



Die Wurzeln eines Baumes ragen weit in den Boden. Die Beseitigung des Wurzelwerks ist daher mit großem Arbeitsaufwand verbunden und wird in der Regel separat berechnet. Je nach Größe des Baums und der Baumart zahlen Sie hierfür bis zu mehrere hundert Euro. Für eine erste Einschätzung der Gesamtkosten können Sie von vier Euro pro Zentimeter Stammdurchmesser ausgehen.
Stören Sie die Wurzeln nicht, lassen Sie nur den Baumstumpf entfernen. Dies ist relativ schnell erledigt und kostet daher nur ungefähr 50 Euro.
Diese Mehrkosten können bei einer Baumfällung anfallen
- Ein mehrstämmiger Baum verursacht zusätzliche Arbeit, denn die Stämme werden einzeln abgebaut. (160504256 Eine Mehrstämmigkeit erhöht die Kosten)
- Ein schwer zugänglicher Standort erhöht den Arbeitsaufwand und damit die Gesamtkosten.
- Dürfen abgeschnittene Äste nicht auf den Boden fallen, kommt häufig die Riggingtechnik zum Einsatz. Hierbei befördern die Baumkletterer Äste und selbst Stammabschnitte mithilfe von Seilen nach unten. Dies kostet zusätzliche Zeit und mindestens eine zweite Person am Boden. Auch eine Gebühr für die Nutzung der Ausrüstung wird in den Kostenvoranschlag einfließen.
- Bei einem Baum, der stark geschädigt ist und eine Gefahr für die Baumkletterer darstellt, kann ein Risikozuschlag anfallen.
Rechnet man alle Posten zusammen, ergibt sich selbst bei einem leicht zu fällenden Baum eine Summe von zumeist mehr als 1.000 Euro. Gehen Sie davon aus, dass der Einsatz von Baumkletterern erforderlich sein wird, sollten Sie mit mehr als 2.000 Euro rechnen.
Rechner: Was kosten es einen Baum fällen zu lassen?
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