Wärmeschutz Fenster

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Energie sparen mit Wärmeschutz-Fenstern

Fenster Energieeffizienz © Ingo Bartussek, fotolia.com
Fenster Energieeffizienz © Ingo Bartussek, fotolia.com

Eine Hauptaufgabe von Fenstern ist es, Sonnenstrahlen und damit Licht und Wärme in die Wohnung zu lassen. Im Hochsommer oder bei breiten Fensterfronten beispielsweise kann es jedoch schnell unangenehm warm werden. Abhilfe bieten Sonnenschutzfenster und weitere Hilfsmittel wie Jalousien, über die Sie sich hier informieren können.

Umgekehrt ist es oftmals gewünscht, dass die Wärme, die sich im Gebäude befindet, auch möglichst dort erhalten bleiben soll. Hier kommen Wärmeschutz-Fenster ins Spiel: Sie entwickelten sich aus dem Isolierglas, sind diesen jedoch in puncto Wärmeerhaltung mittlerweile ein gutes Stück voraus. Manche Modelle dämmen nahezu doppelt so gut wie zweifach-isolierte Fensterscheiben. Der höhere Preis, der dafür fällig wird, ist laut Stiftung Warentest gut angelegt: „Die (…) auf den ersten Blick sehr teuren Fenster lohnen sich besonders, wenn der Rest des Hauses ebenfalls gut isoliert ist.“

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Einen Blick wert: g-Wert und u-Wert

Während es bei älteren Fenstern vor allem darum geht, den Energieverlust, etwa durch undichte Stellen, nicht zu groß werden zu lassen, können Wärmeschutz-Fenster sogar zum Energiesparen beitragen. Nach Angaben des Hessischen Energieministeriums sollten für eine effiziente und wirtschaftliche Wärmeschutzverglasung allerdings einige Bedingungen erfüllt sein. Dazu zählen eine Südorientierung der Fensterflächen, eine geringe Verschattung sowie ein „flink regelbares Heizungssystem“. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Wärme nicht von zugezogenen Gardinen geschluckt wird oder durch übermäßiges Lüften von Hand nach draußen transportiert wird.

Moderne Wärmeschutzfenster lassen die Wärme herein aber nicht mehr heraus
Moderne Wärmeschutzfenster lassen die Wärme herein aber nicht mehr heraus

Wichtig beim Wärmeschutz ist, wie bei Sonnenschutzfenstern, der Energiedurchlassungsgrad (g-Wert). Im Zusammenspiel mit der Dämmung ist er entscheidend für die mögliche Wärmegewinnung durch die Sonneneinstrahlung. Ein g-Wert von 1 würde die Wärme zu 100 Prozent in das Gebäude weiterleiten. Er ist praktisch nicht zu erreichen – es sei denn, man verzichtet auf die Verglasung. Einfache Glasscheiben sind bezüglich ihres g-Werts im Vorteil, sie erreichen g-Werte bis zu 0,9, leiten also 90 Prozent der solaren Strahlung in die Wohnung weiter. Allerdings sind sie bezüglich ihrer Dämmung längst nicht mehr zeitgemäß. Es geht vielmehr darum, einen guten Kompromiss zwischen einer möglichst guten Dämmung bei gleichzeitiger Durchlässigkeit der Wärme zu erreichen. Moderne Isolier- und Wärmeschutzgläser liegen in der Regel bei einem g-Wert zwischen 0,5 und 0,7.

Wie viel Wärme ein Fenster nach innen weiterleitet, ist nur eine Seite der Medaille. Der zweite ist der U-Wert, der „Wärmedurchgangskoeffizient“. Je geringer der U-Wert, desto besser ist der Wärmeschutz und damit die Dämmung. Mehr zum U-Wert lesen Sie hier. Lassen Sie sich durch die auf den ersten Blick möglicherweise kompliziert wirkenden Werte nicht verwirren – und achten Sie auf das Kleingedruckte, so ein Tipp der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Einige Anbieter geben in ihren Werbebroschüren den Ug-Wert an. Er bezieht jedoch das Rahmenprofil nicht mit ein und ist in der Regel besser als der Uw-Wert, der das gesamte Fenster berücksichtig und damit ein aussagekräftigeres Bild zeichnet. „Er muss seit 2010 von allen Herstellern angegeben werden“, heißt es bei der Verbraucherzentrale.

Der U-Wert: So setzt sich dieser zusammen
Der U-Wert: So setzt sich dieser zusammen

Der Rahmen sollte am besten von Anfang an in die Planungen einbezogen werden, wenn eine Fenstersanierung oder ein Austausch ansteht: Werden alte Fenster durch robuste Dreifach-Wärmeschutzverglasungen ersetzt, benötigen sie meist ohnehin einen neuen, stabileren Rahmen. Als Faustregel für das neue Fenster gilt: Moderne Wärmeschutzfenster leiten bis zu 60 Prozent der Wärme von außen nach innen, lassen jedoch nur etwa 10 Prozent der Innenwärme nach außen entweichen.

Das sagt der U-Wert aus
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Die Scheiben beschlagen – von außen

Bei Wärmeschutzverglasungen kann es zu einem Effekt kommen, den man in alten Gebäuden so noch nicht kannte: Die Scheiben beschlagen von außen statt von innen. Kondenswasser an der Innenseite entsteht durch die Luftfeuchtigkeit und setzt sich zuerst an den kältesten Stellen im Raum ab. Das sind die Fenster, die eine geringere Temperatur als die Zimmerwände aufweisen. Kondenswasser sollte unter anderem aufgrund der Gefahr von Schimmelpilzbildung vermieden werden, beispielsweise durch eine relativ konstante Raumtemperatur, die Vermeidung von zu viel Feuchtigkeit und richtiges Lüften.

Ältere, vor allem einfache Isoliergläser, waren zwar zu ihrer Zeit ein Fortschritt, ihre Dämmeigenschaften sind aber nicht mehr zeitgemäß. Es drang immer noch ungewollt ein beachtlicher Teil der Raumwärme nach außen. Die Außenseite der Scheibe wurde dadurch immerhin so warm, dass sich dort kein Kondenswasser bilden konnte.

Wärmeschutzgläser sind einen Schritt weiter: Die Außenscheibe bleibt kalt, und vor allem am Morgen setzt sich die Luftfeuchtigkeit wie Tau auf dem Gras auch an dem Fenster ab. Im Verlauf des Vormittags wird die Außenscheibe dann von der Sonne aufgeheizt und das Kondenswasser verdunstet. Im Gegensatz zu „von innen schwitzenden“ Fenstern ist das Kondenswasser an der Außenscheibe ein Qualitätsmerkmal, das auf die gute Dämmung hinweist.

Blick in die Zukunft: Fenster als Energielieferanten

Wärmeschutzfenster können zur Energiegewinnung und zum Energiesparen durch geringere Heizkosten beitragen. Der amerikanische Konzern 3M brachte vor wenigen Jahren eine Folie auf den Markt, die noch mehr konnte: Sie funktionierte die Fenster in eine kleine Solaranlage um. Die Folie war fast durchsichtig und ohne bauliche Maßnahmen auf die Fenster anzubringen. Sie wandelte die Sonnenstrahlung in elektrische Energie um, blieb jedoch weit hinter der Leistung marktüblicher Solaranlagen zurück. Die Produktion wurde mittlerweile eingestellt – vielleicht war man seiner Zeit einfach zu weit voraus.

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