Ob Sanierung oder Neubau: Wer den Einbau neuer Fenster plant, muss das benötigte Maß für die gewünschten Fenster richtig ausmessen. Denn die richtigen Fenstermaße sind Voraussetzung dafür, dass die Montage reibungslos klappt.

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Vorbereitung
Um die exakten Maße von Fenstern bestimmen zu können, benötigt man neben einem Maßband oder Zollstock einen Stift und Papier. Es ist ratsam, alle erhobenen Maße in den Bauplan (falls vorhanden) zu übernehmen und das Datum zu notieren. Das hat den Vorteil, dass, falls später bauliche Veränderungen oder zusätzliche Ausstattung, wie Rollläden oder Insektenschutz installiert werden, die exakten Maße bereits vorliegen.

Neubau
Wer den Fenstereinbau in einem Neubau plant, sollte sich an den Rohbaumaßen und den vom Hersteller empfohlenen Einbaulagen orientieren. Zumal Putz- und Verkleidungsdicken noch offen sind. Anhaltspunkt ist die DIN 18050, Fensteröffnungen für den Rohbau. Sie enthält die Rohbaurichtmaße für Fenstergrößen, die den Normgrößen entsprechen. Wobei es streng genommen keine festen „Fenster-DIN-Größen“ gibt. Stattdessen orientieren sich typisierte Fenster an den Rastermaßen des Mauerwerks, die in der DIN-Baugrundlehre verwendet werden. Ein Modul setzt sich aus 11,5 cm Steinbreite plus 1 cm Mörtelfuge zusammen, also ein Rastermaß von 12,5 cm. Mit den Rastermaßen kann ein Fenstermaß errechnet werden.
Fensterrahmenmaße werden so gewählt, dass sie in die Mauerwerksöffnung passen, abzüglich etwa 1,5 cm Montagefuge pro Seite. Beispiel: Ein Mauerwerks-Öffnungsmaß von 101 cm ergibt ein Fensterbreitenmaß von 98 cm.

Theoretisch können Fenster in jeder Größe individuell hergestellt werden. Doch es lohnt sich finanziell, auf Standardmaße zurückzugreifen. Diese sind meist in Herstellung und Handel kostengünstiger.
Wer sein Fenster ausmisst, sollte generell drei Messpunkte pro Richtung verwenden: Breite oben, Breite Mitte, Breite unten. Höhe links, Höhe Mitte, Höhe rechts. Das kleinste Maß sollte dabei notiert werden, weil eine Wand nur selten perfekt gerade ist. Die tatsächliche Höhe für das Aufmaß wird ermittelt, indem vom Ergebnis nochmals 20 Millimeter abgezogen werden.
Altbau
Beim Austausch von Fenstern in einem Altbau sind in der Regel alte Fenster vorhanden. Um das erforderliche Aufmaß für neue Fenster zu bestimmen, müssen deshalb die Maße der bereits verbauten Bauteile berücksichtigt werden.
Auch hier ist es empfehlenswert, sich zunächst das verbaute Fenster auf einem Blatt Papier grob zu skizzieren und später die ermittelten Maße zu notieren. Auf der Skizze sollte die Position des Fenstergriffs eingezeichnet werden. Zur Orientierung wird das Fenster immer aus der Sicht einer Person gemessen, welche von innen nach außen blickt.
Das Ausmessen der Breite erfolgt über das Innen- und Außenmaß der Laibung. Das Innenmaß wird am oberen Rand und am unteren Rand der Maueröffnung ermittelt. Das Außenmaß wird ebenfalls am oberen und unteren Rand der Laibung gemessen. Weichen die Werte voneinander ab, gilt auch hier: Der kleinere Wert wird notiert. Das gleiche Verfahren gilt für eine verklinkerte Außenwand.
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Beträgt die Differenz zwischen der Laibungsbreite innen und der Laibungsbreite außen mehr als 10 cm, wird möglicherweise eine Erweiterung des Blendrahmens notwendig. In diesem Fall wird die tatsächliche Fensterbreite ermittelt, indem das Maß der inneren Leibungsbreite um 3 cm für zwei Montagefugen reduziert wird.
Sitzt das alte Fenster auf einer Fensterbank, wird die innere Laibungshöhe, wie bereits beschrieben, an zwei Stellen gemessen, indem man die Fensteröffnung von der inneren Oberkante der Fensterbank bis zur oberen Laibung misst. Die äußere Laibungshöhe wird ermittelt, indem man von der Höhe der innenliegenden Fensterbank ausgeht und bis zur oberen Laibung misst. Beträgt die Differenz zwischen Laibungshöhe innen und Laibungshöhe außen mehr als 5 cm, wird möglicherweise auch hier eine Erweiterung des Blendrahmens notwendig. In diesem Fall wird die tatsächliche Fensterbreite ermittelt, indem das Maß der inneren Leibungshöhe um 1,5 cm für eine Montagefuge reduziert wird.

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