Fassaden Farbkonzept

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Zwar zählen weiße Fassaden nach wie vor zu den „Klassikern“, aber der Mut zur Farbe bei der Hausgestaltung wächst.

Egal ob weiß, dezentes Pastell oder kräftiger Farbton, einfarbiger Anstrich oder Farbkombination: Das Fassaden-Farbkonzept sollte im Einklang mit dem Baustil des Hauses, den Nachbargebäuden und der Landschaft stehen.

Maler und Farben ©  Marco2811, fotolia.com
Maler und Farben © Marco2811, fotolia.com

Die Farbwirkung

Fröhlich, beruhigend, sonnig, elegant, leicht… mit Farben assoziieren wir automatisch bestimmte Emotionen. Darüber hinaus ist Farbe ein Gestaltungsmittel, das die räumliche Wahrnehmung beeinflusst. Gelb, Orange oder Rot nehmen wir als warm und anregend wahr – das Bauelement wird betont und kommt perspektivisch auf den Betrachter zu. Violett- und Blautöne wirken hingegen kühl und distanziert – Flächen in diesen Farben scheinen zurückzuweichen und machen Fassaden luftiger.

Faktoren wie Größe, Sonneneinstrahlung und Farbkombination spielen ebenfalls eine Rolle: Orange beispielsweise wirkt zwar grundsätzlich einladend, doch eine zu große oder ungünstig reflektierende Fläche wirkt schnell anstrengend für das Auge. Selbst eine für sich allein betrachtet ansprechende Grundfarbe kann durch eine disharmonische Akzentfarbe ihren Reiz verlieren.

Die Farbauswahl erfordert deshalb umfassendes Wissen über Farbenlehre – lassen Sie sich am besten vom Fachmann beraten.

Tipp: Testen Sie Ihren Farb-Favoriten unbedingt auf einer größeren Fläche und bei verschiedenen Lichtverhältnissen. Die kleinen Farbkarten der Farbfächer in Baumärkten reichen hierzu nicht aus!
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Bewährte Farbkonzepte

  • Einfarbiger Anstrich: Sie gestalten alles in einer Farbe, die u.a. auf die Nachbargebäude abgestimmt ist. Holzelemente wie z.B. Gartenzäune behalten ihren Naturton.
  • Ton-in-Ton: Sie kombinieren einen hellen Grundfarbton der Fassade (z.B. graublau) mit ausgewählten Bauelementen in einer dunkleren Farbnuance (z.B. Garagentor, Fensterrahmen und Balkongeländer in dunkelblau).
  • Akzente: Ähnlich wie bei der Ton-in-Ton-Variante setzen Sie einzelne Bauelemente farblich ab – allerdings in einem Kontrast-Farbton (z.B. hellgrau / ziegelrot oder beige / dunkelgrün). Beliebt ist die Ausführung des Sockels oder der Fensterleibungen in einer Akzentfarbe oder die gezielte Betonung architektonisch dominanter Elemente wie z.B. Erker. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr!

Wenn Sie sich bei der Farbkombination unsicher sind, wählen Sie als Flächenton am besten eine sehr dezente Farbe wie z.B. ein zartes Hellgrau, Beige oder Creme – damit harmonieren fast alle anderen Farbtöne perfekt.

Fassadengestaltung mit Akzenten
Fassadengestaltung mit Akzenten
Fassadengestaltung mit einfarbigem Anstrich
Fassadengestaltung mit einfarbigem Anstrich
Fassadengestaltung Ton in Ton
Fassadengestaltung Ton in Ton
Tipp: Die meisten Malerbetriebe bieten mittlerweile Farbsimulationen am PC auf Basis Ihrer Gebäudefotos an. Auch im Internet gibt es kostenlose Fassaden-Konfiguratoren oder Apps, mit denen die Wirkung verschiedener Farben visualisiert werden kann, beispielsweise unter https://www.farbdesigner.de.
Hausfassaden © DanBu.Berlin, fotolia.com
Hausfassaden © DanBu.Berlin, fotolia.com

Farbig – ja, aber …

Neben dem Charakter des Hauses spielen auch weitere Überlegungen eine Rolle:

  • Leuchtende Farben gibt es meist nur mit organischen Pigmenten, die weniger lichtbeständig sind als mineralische Pigmente.
  • Die sog. „Kreidung“ (der Abrieb der Pigmente) fällt auf weißen Fassaden weniger auf als bei kräftigeren Farben.
  • Für Fassaden an vielbefahrenen Straßen sind schmutzneutrale, „vergraute“ Farbtöne (z.B. grau, blaugrau, erdfarben) empfehlenswerter als Weiß oder leuchtende Farben.
  • Gibt es in Ihrer Gemeinde Regelungen zur Farbgestaltung von Fassaden? Untersagt sind häufig dunkle Vollfarbtöne und mehrfarbige Fassaden. Im Zweifelsfall sichern Sie sich am besten mit einer Genehmigung ab.
Wichtig: WDVS-Fassaden sollten unbedingt hell gestrichen werden, um Spannungsrisse durch die Erwärmung des Putzsystems bei Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Je dunkler der Putz, desto stärker heizt er sich auf – bei wärmegedämmten Systemen kommt hinzu, dass die Wärme nicht in die dahinterliegende Wand abgeleitet werden kann. Ein Orientierungswert für die Farbauswahl ist der sog. Hellbezugswert auf den Farbkarten: Dieser Wert gibt an, wie weit der Farbton vom Schwarzpunkt (0) bzw. Weißpunkt (100) entfernt ist. Bei Farben auf WDVS-Fassaden sollte der Hellbezugswert über 30 liegen.
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