Qualifizierte Energieberater finden

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Von der Analyse bis zur Begleitung von Baumaßnahmen übernehmen Energieberater zahlreiche unterschiedliche Aufgaben. Mit ihren Fähigkeiten unterstützen sie Immobilienbesitzer, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, und leisten somit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Bauen und Sanieren. Um den richtigen Energieberater zu finden, lohnt sich allerdings ein Blick auf dessen Qualifikationen.

Ausbildung zum Energieberater

Trotz des verantwortungsvollen Aufgabenspektrums ist der Begriff Energieberater bzw. Energieeffizienz-Experte nicht geschützt. Somit darf theoretisch jeder diesen Titel tragen und Energieberatungen durchführen. In Deutschland gibt es zwar unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, allerdings sind die Einstiegsvoraussetzungen und der Umfang hierfür nicht einheitlich geregelt.

Puzzle mit Wörtern, Energiekosten © Coloures-Pic, stock.adobe.com
Zum Bestehen der Abschlussprüfung ist Wissen aus unterschiedlichen Gebieten gefragt © Coloures-Pic, stock.adobe.com

Gebäudeenergieberater

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Bezeichnung „Gebäudeenergieberater“ um eine geschützte Berufsbezeichnung. Um die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater beginnen zu dürfen, sind ein einschlägiger Meistertitel im Handwerk, ein entsprechender Studienabschluss oder vergleichbare Qualifikationen erforderlich. Somit sind beispielsweise folgende Handwerksmeister für die Prüfung zugelassen:

  • Elektrotechnikermeister
  • Installateur- und Heizungsbaumeister
  • Dachdeckermeister
  • Klempnermeister
  • Zimmerermeister
  • Wärme-, Kälte- und Schallschutzisoliermeister
zwei Zimmerleute bei der Arbeit © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Erfahrung im Handwerk bildet ein solides Fundament für die Tätigkeit als Gebäudeenergieberater © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Da die abschließende Weiterbildungsprüfung Wissen aus unterschiedlichen Gebieten voraussetzt, bieten die Handwerkskammern Lehrgänge mit einem Umfang von 240 Unterrichtseinheiten an, die eine gute Grundlage auf die bevorstehende Prüfung und die Tätigkeit als Gebäudeenergieberater bilden. Weitere 80 Unterrichtseinheiten kommen hinzu, um sich zudem auf Nichtwohngebäude zu spezialisieren.

Wer den Titel Gebäudeenergieberater trägt, verfügt somit über reichlich Erfahrung im Handwerk und ist darüber hinaus qualifiziert, Immobilienbesitzer bei anspruchsvollen Projekten zu beraten.

Energieberater: Achten Sie auf Qualifikation!
Energieberater: Achten Sie auf Qualifikation!

Energieausweise und Fördermittel

Viele Dienstleistungen dürfen Energieberater ohne gesonderte Qualifikationen übernehmen. Für die Ausstellung von Energieausweisen gelten jedoch klare gesetzliche Vorgaben. In § 88 schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, dass zum einen eine einschlägige, abgeschlossene Berufsausbildung vorhanden sein muss. Das ist bei folgenden Personengruppen der Fall:

  • Hochschulabsolventen im Baubereich (Architekten, Bauingenieure, Bauphysiker etc.)
  • Personen mit gewerblichen Abschlüssen (qualifizierte Schornsteinfeger, Handwerksmeister und qualifizierte, selbstständige Handwerker)
  • Staatlich geprüfte Techniker mit entsprechendem Ausbildungsschwerpunkt

Zum anderen müssen Personen, die Energieausweise ausstellen, entsprechende Berufserfahrung, einen geeigneten Schwerpunkt in Ihrer Ausbildung oder eine entsprechende Fortbildung nachweisen, beispielsweise als Gebäudeenergieberater.

Wer KfW-Fördermittel beantragen möchte, benötigt hierfür ebenso einen Energieberater mit besonderen Qualifikationen. Als qualifiziert in diesem Sinn gilt ein Energieberater, wenn er in der Energieeffizienz-Expertenliste eingetragen ist.

Energieausweis, Formular und Geld © Hans-Peter Tetz, stock.adobe.com
Bei Energieausweisen und Fördermitteln sind fachkundige Experten gefragt © Hans-Peter Tetz, stock.adobe.com

Die Energieeffizienz-Expertenliste

Qualifizierte Energieberater lassen sich unter anderem mithilfe der Energieeffizienz-Experten-Liste finden. Diese Liste wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen und wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geführt. Für einen Eintrag in dieser Liste muss der jeweilige Energieberater über eine Grund- und Zusatzausbildung verfügen, regelmäßig Weiterbildungen besuchen und langfristig nachweislich in diesem Bereich tätig sein. In der Liste sind neben dem Namen und den Kontaktdaten die Ausbildung und Schwerpunkte der gelisteten Energieberater angegeben. Dadurch können Immobilienbesitzer aus über 13.000 Experten die passenden Fachleute für das jeweilige Projekt auswählen.

Anforderungen an Energieberater
Anforderungen an Energieberater

Der beste Energieberater für Ihr Projekt

Trotz einer fundierten Aus- und Weiterbildung ist nicht jeder Energieberater gleichermaßen für die unterschiedlichsten Projekte geeignet. Der Gebäudetyp, die Gebäudegröße, das Baujahr sowie die gewünschten Leistungen spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des passenden Energieberaters.

Mit unserem Tool bieten wir die Möglichkeit, nach nur wenigen Klicks unverbindlich maßgeschneiderte Angebote von Energieberatern aus der Region anzufordern, zu vergleichen und dadurch den besten Anbieter für das jeweilige Projekt zu finden.

Architekten planen Hausbau und Sanierung © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Mit einem geeigneten Energieberater lassen sich Einsparpotenziale optimal ausschöpfen © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Fenster Energieeffizienz © Ingo Bartussek, fotolia.com
Aufgaben und Funktionen von Energieberatern

Was ist ein Energieberater? Energieberater, oft auch Energieeffizienz-Experten genannt, sind Fachleute rund um das Thema energiesparend Heizen und Bauen. Mit… weiterlesen

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