Energieberatung – Kosten und Förderung

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Kosten und Fördermöglichkeiten einer Energieberatung 2019

Energieberatung
Energieberatung © Gina Sanders, fotolia.com

Was eine Energieberatung kostet, hängt in erster Linie von ihrem Umfang ab. Während Initialberatungen meistens einen günstigen Einstieg in den Energiesparmodus bieten, wird eine umfangreiche Vor-Ort-Beratung, die zugleich die Grundlage für die Beantragung unterschiedlicher Fördermittel ist, durch einen anerkannten Energieexperten höher honoriert.

Auch Zusatzleistungen, etwa das Ausstellen des Energieausweises, ein Blower Door Test oder die thermografische Betrachtung der Wohnimmobilie kosten extra. Einige dieser Kosten werden von staatlicher Seite bezuschusst, während andere gänzlich vom Auftraggeber getragen werden müssen.

Kosten und Förderung des Energie-Checks

Die Energieberatung durch die Verbraucherzentralen befasst sich mit sämtlichen Themen zur Optimierung des privaten Energieverbrauchs. Egal, ob es um Wärmeschutz, Stromsparen, Heizungstechnik oder sonstige Energiesparthemen geht, die Verbraucherzentralen führen eine individuelle Einzelfallberatung durch und erstellen ein kurzes Protokoll mit entsprechenden Handlungsanweisungen. Dabei kann die Beratung innerhalb einer Beratungsstelle erfolgen, aber auch vor Ort durchgeführt werden. Der Energie Check durch die Verbraucherzentrale wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Der Basis-Check ist kostenfrei, während die Gebäude-, Heiz-, Solarwärme- und Detail-Checks dank der Förderung mit jeweils lediglich 30 Euro zu Buche schlagen.. Die Kosten einer Beratung in einer Beratungsstelle werden vollständig vom Bundeswirtschaftsministerium getragen. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.

Kosten und Förderung der Vor-Ort-Beratung

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Heizungscheck © ZVSHK

Die umfangreiche Energieberatung durch einen Fachmann vor Ort kann hohe Kosten verursachen. Die Qualität einer Energieberatung ist allerdings nicht am Preis zu messen, denn auch eine gute, seriöse und sinnvolle Energieberatung durch einen Energieexperten kann schon für wenige Hundert Euro erfolgen. Für eine Vor-Ort-Beratung durch einen von der BAFA zugelassenen Energieexperten werden zudem 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bezuschusst. Für Ein- und Zweifamilienhäuser werden maximal 800 Euro, für Wohnhäuser ab 3 Wohneinheiten maximal 1.100 Euro gewährt. Mit Inkrafttreten der neuen Förderrichtlinien haben Kunden die Wahl zwischen einer Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus und einer schrittweisen energetischen Sanierung mit Einzelmaßnahmen, dem so genannten Sanierungsfahrplan.

Wird zusätzlich eine Erläuterung zum Energieberatungsbericht im Rahmen einer Wohnungseigentümerversammlung durchgeführt, können 100 Prozent des Beratungshonorars gefördert werden, jedoch höchstens 500 Euro.

Der Berater beantragt die Förderung und die Boni direkt und erhält diese in Form eines Zuschusses. Hierbei ist er verpflichtet, diesen Zuschuss auf seine Beratungsgebühr anzurechnen, was die Beratungskosten für den Verbraucher entsprechend vergünstigt. Das Ausnutzen weiterer Fördermittel für die Energieberatung aus den Finanztöpfen des Bundes ist ausgeschlossen. Zusatzleistungen wie Thermografie oder eine Stromeinsparberatung werden nicht mehr bezuschusst. Gleichwohl dürfen Mittel aus anderen Quellen (Länder oder Kommunen) und BAFA-Zuschüsse 90 Prozent der Kosten nicht überschreiten.

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Kosten und Förderung der Baubegleitung

Besonders bei umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten oder dem Neubau eines energieeinsparenden Eigenheims kann die Baubegleitung durch einen Fachmann sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn KfW-Fördermittel für die jeweiligen Maßnahmen beantragt werden sollen, wird ein Fachmann zwingend nötig. Die Kosten für eine Baubegleitung durch einen Sachverständigen richten sich dabei nach dem Umfang seines Einsatzes und nehmen nicht selten mehrere Tausend Euro in Anspruch.

Der Einsatz eines Experten als Baubegleiter wird allerdings gefördert (KfW-Programm 431). Voraussetzung ist, dass der ausgewählte Sachverständige die Berechtigung für das Förderprogramm “Energieeffizient Bauen und Sanieren” oder bei Baudenkmälern die Berechtigung für das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz” hat und entsprechend auf der Expertenliste des Bundes geführt wird.

Die Beantragung der Fördermittel muss vor Beginn des Bauvorhabens direkt bei der KfW-Bank gestellt werden. Für die Baubegleitung wird ein Zuschuss von maximal 4.000 Euro pro Vorhaben gewährt und nur bis höchstens 50 Prozent der Sachverständigenkosten. Der Zuschuss wird nur gewährt, wenn ein weiteres Förderprodukt der KfW ( Nr. 151, 152 oder 430) oder ein Programm der Landesförderinstitute genutzt wird.

Kosten und Förderung des Energiesparausweises

Die Kosten für das Ausstellen eines Energieausweises sind sehr unterschiedlich und schwanken stark. Während der verbrauchsorientierte Energieausweis – der nicht für alle Wohngebäude als gültiger Energieausweis zugelassen ist – bereits ab 25 Euro zu haben ist , fallen für den bedarfsorientierten Ausweis – für neu gebaute Wohngebäude Pflicht – zwischen 150 und 500 Euro an. Die Kosten richten sich vielfach nach dem Aufwand für die Inspektion und Berechnungen der Gebäudedaten sowie nach der Größe des Objekts. Das Ausstellen eines Energiesparausweises wird derzeit nicht gefördert.

Kosten und Förderung der Thermografie

Energieberatung
Energieberatung © Ulrich Müller, fotolia.com

Die Kosten für eine thermografische Begutachtung werden schon ab 100 Euro angeboten. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, denn nur bunte Bilder ohne anschließende Analyse sind wertlos. Dennoch sind schon zu Preisen zwischen 100 und 200 Euro Paketpreise mit vier Bildern und Kurzanalyse erhältlich. Wer mehr Bilder und eine ausführliche Auswertung wünscht, muss mit bis zu 500 Euro an Ausgaben rechnen.

Seriöse Durchführungen mit Thermogrammen der gesamten Gebäudehülle und einer soliden Maßnahmenempfehlung sind in der Regel zwischen 250 und 400 Euro angesiedelt. Eine Bonuszahlung, die einstmals für thermografische Untersuchungen im Rahmen einer Vor-Ort- Beratung gewährt wurde, gibt es nicht mehr.

Kosten und Förderung eines Blower Door Test

Ein einfacher Blower Door Test zur Beurteilung der Bauqualität ist schon für wenige Hundert Euro zu haben. Eine präzise Vollmessung mit entsprechender Dokumentation schlägt mit bis zu 400 Euro zu Buche und eine Baubegleitung mit anschließendem Nachweis im Rahmen der EnEV liegt zwischen 450 und 600 Euro.

Blower Door Tests werden auch in Kombination mit einer Thermografie der Gebäudehülle angeboten, wodurch sich der Gesamtpreis im Verhältnis zu Einzelbuchungen vergünstigt. Einen zusätzlichen Bonus für den Blower Door Test gibt es mittlerweile nicht mehr.

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