Pflastersteine reinigen

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Pflastersteine reinigen – so gelingt der Frühjahrsputz

Die gründliche Reinigung einer Pflasterung erledigen viele Grundstückseigentümer im Frühling, um auf diese Weise für einen guten Start in die neue Saison zu sorgen. Dann lohnt sich das Putzen ohnehin am meisten, denn in den Wintermonaten bleibt Schmutz wegen des Wetters, das nicht zu Tätigkeiten im Freien einlädt, oft liegen. Mit den richtigen Werkzeugen und Reinigungsmitteln sieht selbst eine größere gepflasterte Fläche jedoch schon bald wieder gepflegt aus.

Mit dem Fugenkratzer befreien Sie selbst schmale Fugen von Unkraut © maho, stock.adobe.com
Mit dem Fugenkratzer befreien Sie selbst schmale Fugen von Unkraut © maho, stock.adobe.com

Unkraut und Moos beseitigen

Fugen reinigen
Fugen reinigen

Bevor Sie sich der Säuberung der Pflastersteine widmen, sollten Sie Moos und Unkraut aus den Fugen entfernen. Hierbei helfen Ihnen Fugenkratzer sowie Unkraut- und Fugenbürsten mit langen Stielen. Mit diesen Werkzeugen lässt es sich bequem im Stehen arbeiten. Noch einfacher geht es mit einer Motorbürste, die – wie ihr Name schon sagt – einen Motor besitzt, der die Bürste rotieren lässt. Auch durch starke Hitze können Sie Unkraut abtöten. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen kochendem Wasser, das Sie auf das Unkraut schütten, der Verwendung eines Heißwassergeräts, das wie ein Dampfreiniger heißen Wasserdampf erzeugt, und dem Einsatz eines Unkrautbrenners, der den unerwünschten Bewuchs durch eine offene Flamme beseitigt. Pflanzen, die in der Nähe einer Pflasterung wachsen, können Wasserdampf und offene Flammen jedoch einen ebenso großen Schaden zufügen. Seien Sie deshalb vorsichtig, wenn Sie ein Heißwassergerät oder einen Unkrautbrenner in der Nähe von Hecken, Beeten und anderen Bepflanzungen benutzen. Denken Sie beim Gebrauch eines Unkrautbrenners außerdem daran, dass trockene Pflanzen und Pflanzenreste leicht entzündbar sind und viele Materialien empfindlich auf Hitze reagieren.

Eine offene Flamme verbrennt das Unkraut © brudertack69, stock.adobe.com
Eine offene Flamme verbrennt das Unkraut © brudertack69, stock.adobe.com

Der Gebrauch von Unkrautvernichtern ist auf versiegelten Flächen wie Pflasterungen gesetzlich verboten. Sie könnten in das Grund- oder Oberflächenwasser gelangen. Eine Zuwiderhandlung wird deshalb mit einem hohen Bußgeld geahndet. Dieses Verbot gilt nicht nur für Unkrautvernichter aus dem Handel, sondern auch für selbst hergestellte Mittel aus beispielsweise Salz oder Essig.

Ist sämtliches Unkraut beseitigt, fegen Sie losen Schmutz von der Pflasterung. Er würde die Reinigung der Pflastersteine erschweren. Alternativ spülen Sie ihn mit dem Gartenschlauch von der Oberfläche oder beseitigen ihn mit dem Laubbläser.

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Grünbelag von den Pflastersteinen entfernen

Für die Beseitigung eines Grünbelags auf der Pflasterung bekommen Sie im Handel zahlreiche Mittel, die unter Bezeichnungen wie Grünbelagsentferner, Moosentferner oder Algenentferner angeboten werden. So gut wie alle enthalten Chemikalien, die der Gesundheit von Menschen und Tieren, den Pflanzen rund um eine Pflasterung sowie der Umwelt schaden. Beachten Sie beim Gebrauch eines dieser Mittel deshalb die Anweisungen des Herstellers und verwenden Sie es möglichst sparsam. Noch besser ist es allerdings, gänzlich auf Chemikalien zu verzichten.

Hausmittel gegen Grünbelag
Hausmittel gegen Grünbelag

Pflastersteine säubern – mit den richtigen Mitteln gelingt’s

Mit dem Schrubber und warmem Wasser, in das Sie etwas Schmier- oder Kernseife geben, lassen sich die meisten Pflasterungen von Schmutz befreien. Abhängig vom Material, aus dem Ihre Pflastersteine bestehen, können Sie die Säuberung außerdem mit folgenden Mitteln durchführen:

Handelt es sich um Pflastersteine aus Beton, hilft Soda, das Sie in fast jeder Drogerie bekommen, bei der Säuberung. Das Soda geben Sie in einem Verhältnis von zehn Gramm pro Liter in kochendes Wasser. Diese Mischung verteilen Sie auf der Pflasterung und lassen sie einige Stunden einwirken. Hierbei gilt, dass die Einwirkzeit umso länger sein sollte, je älter und hartnäckiger die Verschmutzungen sind. An stark verschmutzten Stellen empfiehlt es sich jedoch, mit dem Schrubber ein wenig nachzuhelfen. Nach der Einwirkzeit spülen Sie das Wasser-Soda-Gemisch mit klarem, lauwarmem Wasser von der Pflasterung. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, wiederholen Sie die Behandlung noch einmal. Auch Moos und Flechten auf einer Pflasterung lassen sich auf diese Weise beseitigen.

Hinweis: Soda ist gefährlich für die Augen. Tragen Sie daher gegebenenfalls eine Schutzbrille.

Natursteine vertragen keine Säuren. Verzichten Sie bei der Reinigung eines Natursteinpflasters deshalb auf Reiniger, die Substanzen wie Essig oder Zitronensäure enthalten. Auch andere Mittel können Schäden verursachen. Testen Sie einen neuen Reiniger deshalb immer an einer Stelle, an der eine Verfärbung oder Ähnliches nicht allzu schlimm ist. Im besten Fall besitzen Sie noch einige Steine, die beim Verlegen übrig geblieben sind. Bei einem Natursteinpflaster sollte der Reiniger pH-neutral sein. Verwenden Sie zum Schrubben von weicheren Natursteinen außerdem nur weiche Bürsten.

Neben Hausmitteln können Sie natürlich auch einen Reiniger aus dem Handel verwenden. Für sämtliche Pflasterarten sind geeignete Mittel erhältlich.

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Die Vor- und Nachteile von Hochdruckreinigern

Mit dem Hochdruckreiniger säubern Sie das Pflaster in der Regel nur mit Wasser © agneskantaruk, stock.adobe.com
Mit dem Hochdruckreiniger säubern Sie das Pflaster in der Regel nur mit Wasser © agneskantaruk, stock.adobe.com

Einen Hochdruckreiniger sollten Sie nur auf robusten Pflastersteinen aus Beton oder besonders harten Gesteinen wie dem Granit benutzen. Weichere Pflastersteine könnten durch den harten Wasserstrahl beschädigt werden und kleine Löcher bekommen. Diese Löcher beeinträchtigen nicht nur das Aussehen einer Pflasterung, sondern erhöhen auch den zukünftigen Reinigungsaufwand, denn in ihnen sammelt sich Schmutz. Auch versiegelte Pflastersteine sollten Sie nicht mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten, denn Sie könnten die Versiegelung beschädigen. Bei einer Säuberung mit dem Hochdruckreiniger besteht zudem die Gefahr, dass Fugenmaterial aus der Pflasterung gespült wird. Beginnen Sie die Reinigung deshalb stets mit einem niedrigen Wasserdruck und an einer unauffälligen Stelle. Arbeiten Sie zudem möglichst mit dem Rücken zum Haus. Sonst passiert es leicht, dass Sie im Anschluss die Hauswand reinigen und die Fenster putzen müssen. Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist ein Flächenaufsatz für den Hochdruckreiniger.

Mit einem Flächenaufsatz lässt sich das Pflaster fast spritzfrei säubern @ imageSine, stock.adobe.com
Mit einem Flächenaufsatz lässt sich das Pflaster fast spritzfrei säubern @ imageSine, stock.adobe.com

Ausblühungen von den Pflastersteinen entfernen

Ausblühungen können auf Pflastersteinen entstehen, die Kalk enthalten. Er löst sich bei Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit aus den Steinen und setzt sich auf deren Oberflächen ab. Hierbei handelt es sich jedoch nur um überschüssigen Kalk. Ausblühungen treten deshalb in der Regel nur in den ersten beiden Jahren nach dem Verlegen auf. Diese weißen Flecken lassen sich mit dem Schrubber, Wasser und gegebenenfalls einem sanften Reinigungsmittel entfernen.

Bei Bedarf Fugenmaterial nachfüllen

Nach einer gründlichen Reinigung sind die Fugen einer Pflasterung möglicherweise nicht mehr komplett gefüllt. In diesem Fall sollten Sie etwas Fugenmaterial nachfüllen. Es hält die Pflastersteine an ihrer Position und verleiht der gesamten Pflasterung Stabilität. Die Fugen haben daher einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer einer gepflasterten Fläche. Möchten Sie sich die Reinigung von Pflasterflächen erleichtern, verwenden Sie unkrauthemmenden Fugensand.

Basalt macht die Fugen einer Pflasterung dunkel © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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