Kosten Grundstückseinfahrt pflastern lassen

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Die Grundstückseinfahrt pflastern lassen – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Einfahrt auf ein Grundstück ist in der Regel gut sichtbar. Dementsprechend legen viele Grundstückseigentümer Wert darauf, dass sie perfekt gepflastert ist und geben die Arbeit bei einem Unternehmen in Auftrag. Eine fachgerechte Ausführung hat aber nicht nur einen Einfluss auf den ersten Eindruck, den Ihr Zuhause auf Besucher macht. Sie steigert gleichzeitig die Sicherheit, denn Unebenheiten und andere Mängel können zu Unfällen führen.

So berechnen Firmen den Angebotspreis

Die Gesamtkosten für das Pflastern einer Grundstücksauffahrt setzen sich aus den Arbeitskosten und den Materialkosten zusammen. Zusätzlich entstehen oft Kosten für den Abtransport und die Entsorgung des Erdaushubs.

Garage und Auffahrt mit Pflastersteinen © Jason, stock.adobe.com
Eine schöne Einfahrt wertet das gesamte Grundstück auf © Jason, stock.adobe.com

Der Aushub

Damit eine Pflasterung dauerhaft eben bleibt, sollte ihr Unterbau bis in eine Tiefe von mindestens 50 Zentimeter oder noch besser bis in die frostfreie Tiefe reichen. Sie liegt in den meisten Regionen Deutschlands bei etwa 80 Zentimetern. Bis in diese Tiefe muss die vorhandene Erde entfernt und – sofern Sie den Aushub nicht an einer anderen Stelle auf Ihrem Grundstück verwenden können – entsorgt werden. Der fruchtbare Mutterboden sollte jedoch in jedem Fall bei Ihnen verbleiben, denn er lässt das Gras wachsen und alle anderen Pflanzen gedeihen.

Schon bei einer kleinen Auffahrt fällt reichlich Erde an. Sie muss ausgehoben, auf einen Lkw geladen und zu einer Deponie gebracht werden. Dadurch entstehen Arbeits- sowie Transportkosten und auch die Deponie wird eine Gebühr verlangen. Diese drei Posten summieren sich auf einen Betrag von etwa 50 Euro pro Kubikmeter ausgehobener Erde. Bei einer normal großen Auffahrt müssen Sie daher Kosten zwischen 500 und 1000 Euro einplanen.

Der Unterbau

Ein tragfähiger Unterbau entsteht durch eine dicke Schicht Schotter oder Kies, auf die im Anschluss eine dünne Schicht Splitt oder der Mörtel verteilt wird. Die lose Verlegung der Steine heißt im Fachjargon ungebundene, die Verlegung in einem Mörtel- oder Betonbett gebundene. Die gebundene Verlegung ist mit Mehrarbeit und entsprechend höheren Kosten verbunden, zum Ausgleich aber auch stabiler.

Bei der Herstellung des Unterbaus entstehen die ersten Materialkosten und natürlich Arbeitskosten. Der Einsatz von Maschinen wie eines Baggers und einer Rüttelplatte sowie die Kosten für die An- und Abfahrt werden oft separat in Rechnung gestellt. Dadurch wird Sie der Unterbau etwa 30 Euro pro Quadratmeter Pflasterfläche kosten.

Verlegung von grauen Betonpflastersteinen in der Einfahrtsterrasse des Hauses © _jure, stock.adobe.com
Die Vorbereitung des Untergrunds nimmt einige Zeit in Anspruch © _jure, stock.adobe.com

Die Einfassung

Randsteine sorgen für einen sauberen Abschluss zu den Seiten. Gleichzeitig gewährleisten sie, dass die Pflastersteine nicht zu den Seiten rutschen. Damit sie auch hohen Belastungen standhalten, werden sie in ein Betonbett gesetzt.

Randsteine aus Beton sind schon zu Preisen unter 5 Euro pro laufenden Meter erhältlich. Einfassungen aus anderen Materialien sind wie die Pflastersteine aus hochwertigeren Rohstoffen entsprechend teurer. Bei einem Klinkerpflaster besteht die Einfassung jedoch oft aus einer Reihe Pflastersteine, die senkrecht in ein Betonbett gesetzt werden.

Das Setzen der Randsteine berechnen viele Pflasterer nach laufenden Metern. Haben Sie keine besonderen Wünsche, wird Sie dies inklusive der Steine etwa 20 Euro pro laufenden Meter kosten.

Die Pflastersteine

Für eine Grundstücksauffahrt eignen sich vor allem Pflastersteine aus Beton, Klinker und Natursteinen. Betonsteine sind in der Regel am günstigsten. Diese Steine bekommen Sie in einer einfachen Ausführung schon zu Preisen von 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter. Beton bietet bei der Produktion von Pflastersteinen allerdings besonders viel Spielraum. Er lässt sich fast beliebig einfärben und formen oder an den Kanten mit Fasen versehen. Viele Betonsteine besitzen zudem Abstandshalter an den Seiten. Sie sorgen für ein gleichmäßiges Fugenbild. Darüber hinaus kann eine Imprägnierung die Pflasterung pflegeleichter machen oder eine rutschhemmende Oberfläche die Sicherheit erhöhen. All diese Extras verursachen zusätzliche Kosten. Quadratmeterpreise weit über 10 bis 15 Euro sind daher ebenfalls keine Seltenheit.

Hinweis: Die in diesem Ratgeber genannten Preise würden Sie als Privatperson zahlen. Betriebe kaufen in der Regel zu besseren Konditionen ein.
graue Betonsteine auf dem Boden © daily_creativity, stock.adobe.com
Betonsteine sind in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich © daily_creativity, stock.adobe.com

Beim Pflaster aus Natursteinen beginnen die Preise bei etwa 70 Euro pro Quadratmeter. Zwischen den zahlreichen Gesteinsarten wie Basalt, Travertin, Granit, Grauwacke, Sandstein und Porphyr bestehen jedoch große Preisunterschiede. Beachten Sie außerdem, dass in der Regel nur die Platten aus Natursteinen zu einem Quadratmeterpreis angeboten werden. Das kleine Kopfsteinpflaster wird meist in Gewichtseinheiten verkauft.

Die Preise von Pflasterklinkern liegen oft im Bereich von 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter. Sie sind auch in besonders schmalen Ausführungen erhältlich. Diese werden gern für ein Fischgrätmuster genutzt, lassen sich aber auch parallel verlegen.

Durch die großen Preisunterschiede können Sie die Gesamtkosten für eine Pflasterung deutlich reduzieren, wenn Sie sich für günstige Steine entscheiden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie das Pflaster wahrscheinlich viele Jahre oder sogar Jahrzehnte nutzen werden. Es sollte Ihnen daher gefallen. Sparen Sie außerdem nicht bei der Dicke der Steine. Zu dünne Steine sind wenig belastbar und entsprechend kurzlebig. Bei einer Auffahrt, die Sie mit dem Pkw befahren, sollten die Steine mindestens sechs Zentimeter dick sein.

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Das Verlegemuster

Eine schlichte Verlegung lässt sich einfacher realisieren als eine Pflasterung mit einem Muster. Profis beherrschen jedoch die gängigen Verlegearten, sodass dieser Punkt bei der Kalkulation nicht unbedingt eine große Rolle spielt. Gewisse Techniken und Muster erfordern jedoch mehr Zeit. Typische Beispiele hierfür sind das Pflaster aus unregelmäßig geformten Polygonalplatten und die Pflasterkreise. Ein aufwändiges Muster kann zudem den Verschnitt erhöhen und durch den Zuschnitt Mehrarbeit und damit zusätzliche Arbeitskosten verursachen. Ebenfalls einen Einfluss auf die Kosten hat der Verlauf der Einfahrt. Eine gerade Zufahrt ist schneller fertiggestellt als eine kurvige.

Das Verlegemuster und andere Wünsche entscheiden über den Preis, den ein Pflasterer für das Verlegen der Steine verlangt. In diesem Bereich ist die Preisspanne daher sehr groß und liegt zwischen 20 und 70 Euro pro Quadratmeter.

Tipp: Fehlt Ihnen noch die Idee, wie Ihr neues Pflaster aussehen könnte, sollten Sie unseren Ratgeber „Pflasterungen attraktiv gestalten – Verlegemuster und weitere Ideen“ lesen.

Der Verschnitt lässt sich oft deutlich reduzieren, wenn Sie die Gesamtbreite Ihrer Einfahrt auf die gewünschten Pflastersteine abstimmen. Dadurch sieht sie gleichzeitig besser aus.

Gestaltung der Einfahrt mit Pflanzen und Pflastersteinen © orestligetka, stock.adobe.com
Profis verleihen Ihrer Einfahrt eine individuelle Note © orestligetka, stock.adobe.com

Die Extras

Für besondere Wünsche fallen zusätzliche Kosten an. Dies könnte zum Beispiel eine Entwässerungsrinne oder eine andere Art der Entwässerung sein, durch die Sie Regenwasser gezielt in eine bestimmte Richtung lenken. Berücksichtigen Sie hierbei die an Ihrem Wohnort eventuell geltenden gesetzlichen Vorschriften. Vielleicht wünschen Sie sich aber auch Leuchten entlang der Auffahrt oder eine in das Pflaster integrierte Beleuchtung. Letztere lässt sich zum Beispiel durch Lichtsteine realisieren. Eine kleine Treppe als Zugang in das Haus ist ebenfalls oft vonnöten. Sie kann sich nahtlos an die Pflasterung anschließen.

Modern gestaltete Garageneinfahrt mit Pflastersteinen © ThomBal, stock.adobe.com
Ein kleines Beet lockert eine große Fläche auf © ThomBal, stock.adobe.com

Wie Sie sehen, setzt sich der Betrag, den Sie für das Pflastern einer Einfahrt zahlen, aus einer ganzen Reihe von Posten zusammen. Hier deshalb noch einmal die ungefähren Kosten im Überblick. Die Beträge in der Spalte Gesamtkosten beziehen sich beispielhaft auf eine vier Meter breite und fünf Meter lange (= 20 m²) große Einfahrt.

Tätigkeit bzw. Preis Preis pro Einheit Gesamtkosten für 20 m²
Auskoffern der Fläche und Entsorgung der Erde 50 Euro pro Kubikmeter Aushub 500 bis 1000 Euro
Herstellung des Unterbaus 30 Euro pro Quadratmeter 600 Euro
Randsteine ab 3 bis 4 Euro pro Meter ab 30 bis 40 Euro
Setzen der Randsteine 20 Euro pro laufenden Meter 200 Euro
Pflastersteine ab 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter ab 200 bis 300 Euro
Verlegen der Pflastersteine zwischen 20 und 70 Euro pro Quadratmeter 400 bis 1400 Euro

Entscheiden Sie sich für die günstigsten Materialien und ein schlichtes Verlegemuster, sollten 2000 Euro für Ihre neue Grundstückszufahrt ausreichen. Die Gesamtkosten für das Pflastern einer Einfahrt beginnen also bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter.

Mit Rüttelmaschine über Pflastersteine fahren © anko, stock.adobe.com
Anleitung zum Pflastern einer Grundstückseinfahrt

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