Kopfsteinpflaster verlegen – Hinweise und Tipps

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Kopfsteinpflaster bietet Ihnen viel Spielraum bei der Gestaltung von Pflasterflächen, denn die kleinen Steine lassen sich auch kreisförmig oder in Bögen verlegen. Schon allein die geringen Abmessungen sorgen dafür, dass die Fugen nicht zu groß werden. Da die Steine ohnehin unregelmäßig geformt sind, können Sie bei Bedarf aber auch Stücke abschlagen. Kopfsteinpflaster ist außerdem ideal, wenn Sie eine Pflasterung mehrfarbig gestalten oder vielleicht sogar mit einem Muster oder Motiv versehen möchten.

Das sollten Sie über Kopfsteinpflaster wissen

Kopfsteinpflaster besteht in der Regel aus einem Naturstein wie dem Granit. Es ist aus zahlreichen Gesteinsarten erhältlich, die sich in ihrer Farbe zum Teil deutlich voneinander unterscheiden. Kopfsteinpflaster aus Granit und Basalt ist besonders hart und entsprechend robust. Für die meisten Vorhaben können Sie jedoch ebenso gut Pflastersteine aus anderen Gesteinsarten wie Diabas, Grauwacke, Porphyr oder Sandstein verwenden.

Weil Kopfsteinpflaster gebrochen oder gespalten wird, sind die Oberflächen relativ rau. Dadurch sind sie bei Nässe weniger rutschig als vollkommen glatte Pflastersteine. Neben der Verwendung für größere Pflasterungen eignet sich Kopfsteinpflaster sehr gut zum Einfassen von Pflasterungen aus anderen Steinen, als Rasenkante und zur Einfassung von Beeten.

viele quadratische Pflastersteine auf einem Haufen © Bertold Werkmann, stock.adobe.com
Beim Kopfsteinpflaster dürfen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen © Bertold Werkmann, stock.adobe.com

Kopfsteinpflaster bekommen Sie im Handel in verschiedenen Größen. Ein gängiges Maß ist 8-10 Zentimeter. Die erste Zahl steht für die minimale, die zweite für die maximale Länge der Kanten. Kleinpflaster mit einer Kantenlänge von vier bis sieben Zentimeter eignet sich für wenig beanspruchte Pflasterungen wie Gartenwege. Für Ihre Einfahrt sollten Sie jedoch größere Steine mit einer Kantenlänge von mindestens acht Zentimetern verwenden.

kreisförmiges Kopfsteinpflaster © Jeanette Dietl, stock.adobe.com
Eine kreisförmige Verlegung gelingt selbst weniger geübten Pflasterern © Jeanette Dietl, stock.adobe.com

Dekorativ: Kreise und Spiralen aus Kopfsteinpflaster

Kreisförmig verlegtes Kopfsteinpflaster fällt sofort ins Auge. Solch eine kreisförmige Pflasterung kann zum Beispiel der Treffpunkt von zwei Gartenwegen sein oder wie eine Terrasse zum Aufstellen eines kleinen Bistrotisches und mehreren Stühlen genutzt werden. Sind Ihnen konzentrische Kreise nicht interessant genug, verlegen Sie das Kopfsteinpflaster spiralförmig. Ebenso können Sie aus Pflastersteinen in verschiedenen Farben ein Muster legen.

Gefallen Ihnen Kreise und Spiralen, sollten Sie unseren Ratgeber „Kreisförmig pflastern – eine Anleitung mit vielen Tipps“ lesen.

Yin und Yang Pflaster legen, Dekoration im Garten © Christine, stock.adobe.com
Ein Pflasterkreis kann auch nur Dekoration sein © Christine, stock.adobe.com

Kopfsteinpflaster im Segment- oder Schuppenbogenverband verlegen

Ein beliebtes Muster beim Kopfsteinpflaster ist der Segmentbogenverband. Er war schon in früheren Zeiten weit verbreitet und findet sich bis heute auf vielen öffentlichen Plätzen. Ein Segmentbogenverband besteht aus Kreissegmenten, die über- und nebeneinander angeordnet sind. Sie verleihen einer einfarbigen Pflasterung bereits ein dekoratives Aussehen und eine gewisse Dynamik. Noch deutlicher sichtbar werden sie, wenn Sie für die letzten Reihen jedes Kreissegments Kopfsteinpflaster in einer anderen Farbe verwenden.

Granit und Porphyr Pflastersteine als Straßenbelag in einem Segment Bogen Verband gelegt © René Bittner, stock.adobe.com
Konturen in einer anderen Farbe machen das Muster deutlich sichtbar © René Bittner, stock.adobe.com

Der Segmentbogenverband kommt am besten auf einer größeren Fläche zur Geltung, denn schon bei einem Kopfsteinpflaster in einer Größe von acht bis zehn Zentimetern werden die Kreisbögen 1,10 bis 1,35 Meter breit. Dementsprechend hat eine Pflasterung mit drei nebeneinander liegenden Kreisbögen eine Breite zwischen drei und vier Metern. Die Höhe der Bögen beträgt bei dieser Steingröße 24 bis 27 Zentimeter. Mit sechs bis acht Zentimeter großem Kopfsteinpflaster werden die Kreisbögen 95 Zentimeter bis 1,15 Meter breit, mit zehn bis zwölf Zentimeter großen Steinen 1,30 bis 1,60 Meter. Trotz dieser Dimensionen ist es aber auch möglich, schmalere Flächen wie einen Gartenweg mit einem Segmentbogenverband zu verschönern.

Tipp: Für eine Pflasterung im Segmentbogenverband benötigen Sie unterschiedlich große Steine. Kopfsteinpflaster, das keine einheitliche Größe hat, ist daher ideal.
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Bei einer Pflasterung im Segmentbogenverband beginnen Sie an der Seite mit einer geraden Steinreihe, an die sich ein halber Bogen anschließt. Darauf folgen ganze Bögen und zum Schluss wieder ein halber Bogen und eine Reihe Steine, mit der Sie die Pflasterung an der Seite abschließen. Auch am Beginn und am Ende Ihrer Pflasterung, also beispielsweise vor der Garage und an der Straße verlegen Sie als Einfassung gerade Reihen. Alternativ setzen Sie an den beiden Seiten Ihrer Pflasterung Randsteine. Die Randeinfassung legen Sie in ein Betonbett. Dadurch ist gewährleistet, dass die Pflastersteine später nicht zu den Seiten rutschen.

Der Schuppenbogenverband ähnelt dem Segmentbogenverband. Bei ihm sind die Kreisbögen jedoch versetzt.

graue quadratische Pflastersteine im Bogen verlegt © Dmitri Osiev, stock.adobe.com
Zum Füllen der Lücken schlagen Sie Pflastersteine mit dem Hammer auf die nötige Größe © Dmitri Osiev, stock.adobe.com

Hinweise für das Verlegen von Kopfsteinpflaster

Als Unterlage für ein Kopfsteinpflaster eignet sich zum Beispiel ein Gemisch aus Sand und Splitt oder Brechsand in einer Körnung von 0 bis 5 Millimeter. Diese verteilen Sie auf einem tragfähigen Unterbau aus verdichtetem Schotter. Die Sandschicht sollten Sie dagegen zumindest im oberen Bereich nicht verdichten, damit Sie die unterschiedlich großen Pflastersteine mit dem Hammer hineinschlagen und auf die gleiche Höhe bringen können. Die Steine sollten nach dem Verlegen zu etwa einem Drittel ihrer Höhe in das Sand- oder Sand-Splitt-Bett eingebunden sein. Beim späteren Abrütteln sinken die Steine weitere circa 1,5 Zentimeter in den Untergrund.

Kopfsteinpflaster verlegen mit Gummihammer © pitb_1, stock.adobe.com
Das Verlegen von Kopfsteinpflaster mit einem Gummihammer ist eine gängige Methode, um die Pflastersteine fest und gleichmäßig im Untergrund zu fixieren © pitb_1, stock.adobe.com

Eine gebundene Verlegung in eine Mörtelschicht ist ebenfalls möglich. Verwenden Sie jedoch Trasszement, denn andere Mörtel können bei Natursteinen zu Flecken, Ausblühungen und Verfärbungen führen.

Die Fugen sollten bei einem Kleinpflaster eine Breite von sechs bis zehn Millimetern haben. Diese können Sie auf traditionelle Weise mit einem Sand-Splitt-Gemisch, Feinsplitt oder Quarzsand füllen. Mittlerweile ist aber auch der Pflasterfugenmörtel sehr beliebt. Er macht eine Pflasterung pflegeleicht, denn er verhindert einen Unkrautbewuchs und wird im Unterschied zu beispielsweise Quarzsand im Laufe der Zeit nicht ausgewaschen.

Sorgfältig verfüllte Fugen halten die Pflastersteine in Position © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Nach dem Verfugen und Abrütteln ist Ihr Kopfsteinpflaster fertig © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Eine kreisförmige Pflasterung fällt sofort ins Auge © Pixelmixel, stock.adobe.com
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