Gartenwege pflastern

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Gartenwege pflastern – so entstehen dauerhaft schöne Wege

Pflastersteine machen die Wege durch den Garten besser begehbar als Kies, Mulch und andere lose Materialien. Sie sind zudem eine langlebigere Lösung, denn sorgfältig verlegt bleiben sie über Jahre an der gewünschten Stelle. Schüttgüter wie Kies verteilen sich im Laufe der Zeit dagegen oft im gesamten Garten. Es lohnt sich daher, etwas mehr Zeit und Geld zu investieren, um die Gartenwege mithilfe unserer Anleitung zu pflastern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Pflastern von Gartenwegen

  1. Den Verlauf Ihres Gartenwegs kennzeichnen Sie mit Pflöcken und Schnüren oder einem Markierungsspray. Mit einem Spray lassen sich selbst geschwungene Wege exakt markieren.
  2. Richtschnur mit Pflastersteinen beim Pflastern im Gartenbau © tobiasott, stock.adobe.com
    Durch gespannte Schnüre wird Ihr Gartenweg gerade © tobiasott, stock.adobe.com
  3. Ein sorgfältig vorbereiteter Unterbau gewährleistet, dass die Pflasterung dauerhaft eben bleibt und keine Steine im Boden versinken. Als Nächstes heben Sie deshalb eine Grube aus. Überschreiten Sie hierbei die Markierungen auf beiden Seiten um jeweils 20 bis 25 Zentimeter. Dadurch schaffen Sie den nötigen Freiraum für die nachfolgenden Arbeiten. Die notwendige Tiefe der Grube ergibt sich aus drei Werten, denn Gartenwege bestehen aus drei Schichten: den Pflastersteinen, einer Schicht Splitt oder Pflastersand und einer Tragschicht aus Schotter.

    Wie hoch die Tragschicht aus Schotter sein sollte, hängt von der späteren Beanspruchung der Pflasterung ab. Möchten Sie die Wege maximal mit einer beladenen Schubkarre begehen, reicht eine 15 Zentimeter hohe Schotterschicht aus. Werden die Wege auch mit Fahrzeugen wie einem Aufsitzrasenmäher oder sogar dem Pkw befahren, sollte sie dagegen mindestens 20 Zentimeter hoch sein. In Gegenden mit starken Bodenfrösten sowie bei sandigen und entsprechend nachgiebigen Untergründen sind ebenfalls höhere Schotterschichten zu empfehlen.

    Die Schicht Splitt oder Pflastersand sollte immer circa vier Zentimeter hoch sein. Sie hat vor allem den Zweck, Unebenheiten in der Schotterschicht auszugleichen. Bei der Verwendung von Splitt empfiehlt sich deshalb eine feine Körnung im Bereich von zwei bis fünf Millimeter.

    Tiefe der Grube = Dicke der Pflastersteine + 4 cm Splitt + Höhe der Schotterschicht

    Tipp: Legen Sie mehrere oder einen besonders langen Gartenweg an, kann es sinnvoll sein, sich für das Auskoffern einen Minibagger auszuleihen.
  4. Den Boden der Grube verdichten Sie mit einer Rüttelplatte, die Sie ebenfalls ausleihen können, oder mit einem Handstampfer.
  5. Die Schotterschicht muss ebenfalls verdichtet werden. Dies ist bei einer hohen Schicht schwierig. Schütten Sie den Schotter deshalb in mehreren Etappen in die Grube und bearbeiten Sie jede Lage mit der Rüttelplatte.

    Soll Ihr Gartenweg ein leichtes Gefälle haben, berücksichtigen Sie dies schon bei der Schotterschicht. Ein Gefälle von zwei Prozent oder mehr sorgt dafür, dass Regenwasser in eine bestimmte Richtung fließt und sich nicht an Stellen wie zum Beispiel direkt vor der Terrasse staut. Wie groß der Höhenunterschied zwischen dem Anfang und dem Ende des Gehwegs sein sollte, berechnen Sie mit folgender Formel:

    Höhenunterschied = Länge des Wegs : 100 x Gefälle in Prozent

    Dadurch ergibt sich, dass bei einem Gefälle von zwei Prozent der Höhenunterschied pro laufenden Meter etwa zwei Zentimeter und bei einem Gefälle von drei Prozent circa drei Zentimeter betragen sollte. Überprüfen lässt sich dies mit einer, im Idealfall einen Meter langen Wasserwaage, an deren Ende Sie senkrecht einen Zollstock halten. Ist die Wasserwaage in der Waage, sollte der Abstand zum Boden zwei beziehungsweise drei Zentimeter betragen. Bei einem Gartenweg stellen Sie die Wasserwaage am besten auf eine lange Richtlatte. Mit ihr lässt sich auch überprüfen, ob die einzelnen Schichten überall auf derselben Höhe enden.

  6. Begradigen einer Pflasterfläche © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com
    Ein gerades Brett leistet fast ebenso gute Dienste wie eine Richtlatte © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com
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  7. Auf die Schotterschicht geben Sie den Splitt und verteilen ihn mit einer Schaufel. Auf dieser Schicht verlegen Sie die Pflastersteine. Die Schotterschicht sollte zum Schluss daher absolut eben sein und gegebenenfalls das gewünschte Gefälle aufweisen. Dies erreichen Sie, indem Sie an den beiden Seiten des Wegs Schnüre auf der Endhöhe der Pflasterung spannen. Unterhalb der gespannten Schnüre legen Sie lange Metallrohre in den Splitt. Der Abstand ihrer Oberseiten bis zu den Schnüren sollte der Dicke der Pflastersteine abzüglich 1,5 Zentimeter entsprechen. Bei der späteren Bearbeitung mit der Rüttelplatte werden die Pflastersteine um etwa eineinhalb Zentimeter in den Splitt einsinken. Wenn Sie nun die Richtlatte auf die beiden Metallrohre legen, können Sie die Splittschicht abziehen.
    Tipp: Bei einem besonders breiten Gartenweg legen Sie ein weiteres Metallrohr in die Mitte.

    Nach dem Abziehen entfernen Sie die Metallrohre und befüllen die Vertiefungen von Hand mit Splitt. Danach sollten Sie das sogenannte Pflasterbett aus Splitt nicht mehr betreten.

  8. Wegebau, Pflastersteine verlegen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
    Auf einer vollkommen ebenen Splittschicht lassen sich die Steine leicht verlegen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
  9. Nun können Sie mit dem Verlegen der Pflastersteine beginnen. Achten Sie hierbei auf eine gleichmäßige Breite der Fugen. Im Idealfall hat der Hersteller die Steine bereits mit Abstandshaltern versehen. Überprüfen Sie jedoch auch in diesem Fall in regelmäßigen Abständen, ob die Steinreihen gerade sind. Dies lässt sich mit einem großen Winkel und einer Richtlatte feststellen. Besitzen Ihre Pflastersteine keine Abstandshalter, sorgen Fugenkreuze für eine einheitliche Fugenbreite.
    Hinweis: Pflastersteine von mehreren Paletten sollten Sie stets mischen, damit eventuelle Farbunterschiede später nicht auffallen.

    Zuschneiden lassen sich Pflastersteine mit dem Winkelschleifer. Fixieren Sie die Steine hierbei mit einer Schraubzwinge auf einer robusten Unterlage. Noch besser geht es mit dem Nassschneider, den Sie in vielen Baumärkten ausleihen können.

  10. Pflastersteine verfugen, Gummihammer © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com
    Mit dem Gummihammer lassen sich die Steine auf eine einheitliche Höhe bringen © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com
  11. Größere Gehwegplatten bleiben in der Regel von allein an Ort und Stelle. Bei kleinen Pflastersteinen besteht dagegen die Gefahr, dass sie im Laufe der Zeit zu den Seiten rutschen. Je kleiner Ihre Pflastersteine sind, umso mehr empfiehlt sich daher eine Einfassung aus Randsteinen oder eine später nicht mehr sichtbare seitliche Abstützung aus Beton.

    Haben Sie sich für Betonstützen entschieden, entfernen Sie den Splitt auf den beiden Seiten Ihres Gartenwegs. Möchten Sie den Splitt zum Verfugen verwenden, können Sie ihn direkt auf die Pflasterung geben. Zum Schluss sollte die Tragschicht aus Schotter wieder sichtbar sein.

    Nun mischen Sie Beton nach Herstelleranweisung an und schütten ihn auf die beiden Seiten Ihres Wegs. Den Beton ziehen Sie mit der Maurerkelle schräg ab. Dadurch bekommen Ihre Betonstützen eine dreieckige Form. Die Spitze der Dreiecke muss einige Zentimeter unter der Oberkante Ihrer Pflasterung enden, damit Sie den Beton später mit Erde abdecken können. Danach machen Sie eine Pause, bis der Beton ausgehärtet ist.

    Pflastersteine setzen © schulzfoto, stock.adobe.com
    Auch Granitquader sind als Einfassung bestens geeignet © schulzfoto, stock.adobe.com

    Soll Ihr Gartenweg eine Einfassung aus Randsteinen bekommen, setzen Sie diese in ein Betonbett oder Sie stützen die Randsteine wie oben beschrieben von den Außenseiten ab. Die Randsteine schon vor dem Verlegen der Pflastersteine zu setzen, ist ebenfalls möglich. Dies erfordert allerdings sehr genaues Arbeiten.

  12. Pflasterarbeiten, Gartenweg © VRD, stock.adobe.com
    Der Abstand zwischen den Randsteinen muss überall gleich sein © VRD, stock.adobe.com

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  13. Im nächsten Arbeitsschritt verteilen Sie das Fugenmaterial auf der Pflasterung und schieben es mit dem Besen in die Fugen. Bewegen Sie den Besen hierbei diagonal zu den Fugen. Dadurch verhindern Sie, dass die Borsten des Besens das Fugenmaterial wieder aus den Fugen befördern. Sind alle Fugen gefüllt, reinigen Sie die Pflasterung sorgfältig mit dem Besen. Übrig gebliebenes Fugenmaterial könnte die Oberflächen der Steine bei der anschließenden Bearbeitung mit der Rüttelplatte beschädigen.
  14. Die Rüttelplatte sollten Sie möglichst gleichmäßig über die Pflasterung bewegen. Überprüfen Sie zwischendurch mit der Wasserwaage, ob Ihr Gartenweg eben wird. Um die Pflasterung zu schonen, statten Sie die Rüttelplatte mit einer Gummimatte aus.
    Pflasterarbeiten Schubkarre mit Kies © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
    Die noch vorhandenen kleinen Höhenunterschiede beseitigt die Rüttelplatte © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com

    Durch das Rütteln sinken nicht nur die Steine, sondern auch das Fugenmaterial nach unten. Zum Schluss müssen Sie daher noch einmal Fugenmaterial in die Pflasterfugen fegen und mit Wasser einschlämmen. Das Wasser sorgt für eine bessere Verdichtung und befreit die Pflastersteine gleichzeitig von sämtlichem Schmutz. In der folgenden Zeit kann sich das Fugenmaterial noch weiter verdichten. Eventuell müssen Sie nach einigen Tagen oder Wochen daher noch ein weiteres Mal die Fugen füllen.

Pflasterarbeiten, Fugen mit Besen und Sand füllen © ccke, stock.adobe.com
Nach dem zweiten Verfugen ist Ihre Pflasterung fertig © ccke, stock.adobe.com
Pflastersteine kreisförmig angeordnet, Gehweg © alisseja, stock.adobe.com
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