Für eine langlebige Pflasterung – so verdichten Sie richtig

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Pflastersteine, die Sie direkt auf der Erde oder nur auf einem Sandbett verlegen, werden wahrscheinlich schon bald in den Boden einsinken. Bei einer Pflasterung ist es daher wichtig, für einen stabilen und tragfähigen Unterbau zu sorgen. Selbst bei einem einfachen Weg durch den Garten sollten Sie daher die Erde entfernen und durch Schotter sowie eine weitere Schicht aus beispielsweise Sand oder Splitt ersetzen. Auch diese Baustoffe würden bei der Benutzung einer Pflasterung jedoch nachgeben. Das Verdichten der einzelnen Schichten spielt bei den vorbereitenden Arbeiten deshalb eine entscheidende Rolle.

Sicherheitshinweise für das Verdichten mit der Rüttelplatte

Das Verdichten kann von Hand mit einem Handstampfer erfolgen. In den meisten Fällen empfiehlt es sich jedoch, eine Rüttelplatte auszuleihen. Sie ist als Mietgerät in vielen Baumärkten erhältlich und macht das Verdichten sehr viel einfacher.

Bei der Arbeit mit einer Rüttelplatte sollten Sie robuste, eng anliegende Kleidung, Arbeitshandschuhe und am besten Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen tragen. Vor dem Staub und dem Lärm, der zwangsläufig entsteht, schützen Sie sich durch einen Gehörschutz und eine Schutzbrille. Lesen Sie außerdem die Gebrauchsanweisung und denken Sie daran, dass Teile einer Rüttelplatte bei der Benutzung heiß werden. Fassen Sie deshalb direkt nach dem Ausschalten nicht den Motor an. Auch die Abgase sind sehr heiß.

Boden verdichten mit der Rüttelplatte ©Medienzunft Berlin , stock.adobe.com
Boden verdichten mit der Rüttelplatte: An Sicherheitsschuhe und Gehörschutz denken © Medienzunft Berlin , stock.adobe.com
  1. Einsatz: die Verdichtung des Grubenbodens

    Die Rüttelplatte kommt beim Pflastern mehrere Male zum Einsatz. Als Erstes verdichten Sie mit ihr den Boden der Grube, den Sie für Ihre Pflasterung ausgehoben haben. Desto weicher der Untergrund ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Rüttelplatte in den Boden einsinkt oder sich kaum noch kontrollieren lässt. Stellen Sie deshalb zunächst eine niedrige Motorleistung ein. Mit dem Verdichten des Bodens beginnen Sie in den inneren Bereichen der Grube. Bewegen Sie das Gerät hierbei gleichmäßig über das Erdreich. Die Randbereiche nehmen Sie sich erst zum Schluss vor.

  2. Einsatz: die Verdichtung der Tragschicht

    Ist die Erde ausreichend verdichtet, befüllen Sie die Grube mit Schotter oder Kies. Diese Schicht dient neben der Herstellung eines tragfähigen Unterbaus als Frostschutz, denn sie lässt Regenwasser versickern. Dadurch verhindert sie, dass in den Wintermonaten Wasser unter den Pflastersteinen gefriert und diese beschädigt. Den Schotter beziehungsweise Kies füllen Sie in mehreren Etappen ein, denn eine sehr hohe Schicht lässt sich kaum noch verdichten. Ideal sind Lagen von nicht mehr als 10 bis 15 Zentimeter. Glätten Sie die Oberfläche außerdem vorab mit dem Rechen oder ziehen Sie die Schicht mit einer langen Metallschiene oder einem Brett ab.

    Hinweis: Mit einer besonders schweren Rüttelplatte lassen sich auch höhere Lagen in einem Arbeitsgang verdichten.
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    Ist bei Ihrem Vorhaben eine weitere Tragschicht aus feinerem Kies oder Schotter erforderlich, verdichten Sie auch diese mit der Rüttelplatte. Solch einen Unterbau benötigen Sie für Pflasterungen, die später stark beansprucht werden. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Grundstücksauffahrt, die Sie mit dem Pkw befahren.

  3. Rüttelplatte am Haus, Sandweg © Tolga, stock.adobe.com
    Die Ränder der einzelnen Schichten verdichten Sie immer zuletzt © Tolga, stock.adobe.com
  4. Einsatz: die Verdichtung der gesamten Pflasterung

    Auf dem verdichteten Schotter beziehungsweise Kies verteilen Sie einen feinen Baustoff wie Sand oder Splitt. So entsteht eine ebene Oberfläche, die den Pflastersteinen optimalen Halt bietet. Das Sand- oder Splittbett ziehen Sie nur ab, damit Sie die Steine hineindrücken können. Erst wenn das gesamte Pflaster verlegt ist und Sie die Fugen gefüllt haben, fahren Sie mit der Rüttelplatte noch einmal über die gesamte Fläche. Dadurch sinken die Steine in das Sand- oder Splittbett und der gesamte Unterbau wird nochmals verdichtet. Bei diesem letzten Arbeitsschritt sollten Sie die Rüttelplatte mit einer Gummischürze versehen. Sie schont den Belag und verhindert dadurch Beschädigungen an den Pflastersteinen.

Pflastersteine verlegen mit Rüttelmaschine einer Einfahrt im Garten © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Beim letzten Arbeitsgang drücken Sie die Pflastersteine fest in den Untergrund © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Mit Rüttelmaschine über Pflastersteine fahren © anko, stock.adobe.com
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